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Creole für Streicher

Streicher in anderen Kontexten hört Ihr beim diesjährigen Finale des Creole Wettbewerbs: am 19. und 20. Mai 2011 treten im Berliner Huxleys Neue Welt Weltmusikgruppen aus Deutschland an, und wir haben mal ins Programm geschaut, ob auch gestrichen und gezupft wird. Gute Nachrichten: es wird!

Kristina van de Sand vom Duo bye bye brasil lässt neben ihrer Stimme auch die Geige erklingen und interpretiert zusammen mit Kostia Rapoport (Klavier, Gesang, Melodica) Chanson-Brasil-Jazz.

Uwaga! aus dem Ruhrgebiet vereint Maurice Maurer, Christoph König (beide Geige), Miroslaw Tybora (Akkordeon) und Markus Conrads (Bass) zu … ja irgendwie zu allem, was man in dieser Besetzung spielen kann: Ernsthaftes, Tango, Jazz, Zigeunermusik …

Finnischen Tango unter Beteiligung von Geige und Bass spielen Bändi aus FfM, die schon einige Aufmerksamkeit erregt haben. Die nord-südlich melancholischen Ohrwürmer werden freigelassen von Kristina Debelius (Gesang, Stagepiano, Akkordeon), Volker Denkel (Gitarre), Tobias Frisch (Geige, Gesang, Kazoo), Johannes Kramer (Kontrabass) und Thomas Salzmann (Schlagzeug, Percussion).

Sehr interessant verspricht auch der Auftritt des Lao Xao Trios aus Dresden zu werden, das zwischen vietnamesischer Folklore, Jazz, Prog-Rock und manchem mehr pendelt. Mit dabei: Khanh Nguyen (Gesang, Percussion), Diethard Krause (Cello), Stefan Jaenicke (Gitarre).

„Hopzsa“ spielt das Ensemble Evelyn Kryger, und das sagt doch schon fast alles über die Balkan-Dysco-Polka-Melange, die Rebecca Czech (Geige), Christoph Kaling (Altsaxophon, Samples), Malte Hollmann (Klavier, Synthesizer, Melodica), Hannes Dunker (Schlagzeug) und Jonas Holland-Moritz (Bass, Tenorhorn) zubereiten. Mehr kann man nur hören!

Im Programm von Aavaan wird unter anderem eine Kamancheh zu hören sein, mit eigenen Kompositionen im traditionellen persischen Stil, von Misagh Joolaee (Kamancheh, Setar) und Kaveh Madadi (Tombak, Daf, Gesang).

Es mögen sich die anderen Teilnehmer 1K System, Kavpersaz, Cyminology, Duo Santoor, Edgar Knecht, Akkitation Arkestra, Kellerkommando, Nathalie & Natalie, LebiDerya und Papaul nicht benachteiligt fühlen, uns interessiert eben alles mit dezidiertem Streicher-Fokus ganz besonders 🙂

Das Programm beim nunmehr dritten Endausscheid des Creole-Wettbewerbs ist also mehr als vielseitig und reizvoll, und die Fahrt nach Berlin lohnt zusätzlich, da in diesem Jahr erstmals auch ein flankierendes „Branchentreffen“ stattfindet, mit Diskussionsforen, Fachgesprächen, Informationsveranstaltungen und Präsentationen. Diese Mini-Weltmusik-Messe soll helfen, das Netzwerk der deutschen Weltmusikszene auszubauen und nicht zuletzt auch Synergieeffekte für den Creole-Bundeswettbewerb bewirken. Ort des Branchentreffens ist die Werkstatt der Kulturen, alles ganz nah beieinander im großen Dorf an der Spree.

Links:
http://www.creole-weltmusik.de
http://www.creole-branchentreff.de
http://www.myspace.com/creolewettbewerb

Autor:

nce

Nils-Christian Engel ist Marketing-Mensch und begeisterter Amateur-Cellist

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