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Die Band „Local Vicinage“ jetzt auf Soundcloud

LocalVicinage_CornerView_20140525Weniger Rock, aber ein Rock mehr – Unsere Band mit neuer Besetzung, einem Soundcloud-Stream und einem Namen: „Local Vicinage“

Mehr als ein Jahr ist vergangen seit meinem ersten Posting über eine Band, die damals noch nicht einmal einen Namen hatte – von einem öffentlichen Leben ganz zu schweigen.

Zwischenzeitlich gab es ein paar Aufs und Abs, ziemlich konkrete Zukunftssorgen bezüglich unseres Fortbestehens und die eine oder andere personelle Veränderung. Doch das scheint nun alles überstanden. Inzwischen verfügen wir über einen Namen – „Local Vicinage“ (was soviel heißt wie „Lokale Nachbarschaft“) – und, womit wir beim Aufhänger für diesen Beitrag wären: Wir haben es sogar endlich mit zwei Songs auf Soundcloud geschafft!

Luftiger Groove und ein Glücksgriff
Der eine heißt „Summerbreze“ und so klingt er auch: groovy, aber entspannt, warm, aber luftig – words and music von unserem Bandleader, der auch singt und am Klavier sitzt. Unsere Schlagzeugerin, die wir ins Boot geholt haben, nachdem der ursprüngliche Schlagzeuger aus bis heute nicht ganz nachvollziehbaren Gründen ausgestiegen war, und die gern mit Besen spielt, lässt die Blätter rauschen (und mich nicht mehr den einzigen „Rock“ sein 😉 ). Unser Gitarrist setzt – angenehm zurückhaltend – ein paar Akzente. Ich wechsle zwischen Gesang und Cello. Der Bassist, den wir – nun ja – ins Boot geholt haben, nachdem der ursprüngliche Bassist aus zumindest etwas besser nachvollziehbaren Gründen ausgestiegen war 😉 , sorgt für den besagten Groove. (Dieser neue Bassist war übrigens ein Glücksgriff: Wir haben ihn über eine Anzeige kennengelernt, und er besitzt nicht nur eine Menge Erfahrung, sondern auch eine Sammlung von technischem Equipment, die für fünf Bands reichen würde.)

„Where Is Hamza“ ist Track Nr. 2. Das Instrumentalstück (dessen Titel sich übrigens nur Insidern erschließt) kommt in ansonsten gleicher Besetzung, aber deutlich schwungvoller daher. Das musikalische Material, aus dem es gestrickt ist, ist eigentlich überschaubar; trotzdem wundert man sich nach 4:44 Minuten, dass schon Schluss sein soll. Ich weiß nicht, ob das am abwechslungsreichen Arrangement liegt oder an den harmonischen Verbindungen, die – wie bei unserem Komponisten üblich – jeder musiktheoretischen Grundlage entbehren und vielleicht gerade dadurch so reizvoll wirken 😉 … Wahrscheinlich kommt beides zusammen.

Unser Stil
Den Stil von „Local Vicinage“ könnte man also als jazzig angehauchten, naturgemäß cellolastigen, oft etwas melancholischen, immer harmonisch interessanten Alternative-Pop charakterisieren (das mit dem Rock haben wir hingegen so ein bisschen ad acta gelegt) … Musik also, die man sich gern anhört, obwohl sie weitab von Mainstream angesiedelt ist, und an der man sich reiben kann, ohne dass sie anstrengend klingen würde.

Die beiden bisher veröffentlichten Stücke bilden den Anfang eines Albums, das natürlich noch umfangreicher werden soll: „A-Live on the 2nd floor“ heißt es, anspielend auf den zweiten Stock des Reihenhauses (ja!), in dem wir proben. Ich hoffe also sehr, dass wir bald Lieder nachlegen können! Ein paar Nummern befinden sich diesbezüglich schon in der Warteschleife, zum Beispiel „Die Erblindende“, eine erfrischend stilbrüchige Vertonung des gleichnamigen Rilke-Gedichtes, oder „Thunderstruck“, das leider ich getextet habe 😉 und das mit einem an ACDC erinnernden Werk wirklich nur den Titel gemein hat. Mal sehen, wie schnell wir weiterkommen. Wir versuchen redlich, einmal die Woche zu proben, aber als Teilzeit- und Amateurmusikern kommt uns natürlich auch oft genug so manches dazwischen, meistens der Job. Glücklicherweise sind wir jedoch alle ähnlich stark motiviert (nämlich sehr!), weswegen unsere recht knapp bemessene Probenzeit dem Enthusiasmus trotzdem keinerlei Abbruch zu tun vermag.

Zum Aufnehmen benutzen wir übrigens, falls das jemandem hier etwas sagt, eine Software namens „Reaper“; außerdem stehen das „Focusride Sapphire 18i20“ und ein „Focusride Okto irgendwas“ mit insgesamt 16 Mikroeingängen auf der Anschaffungsliste.

Musik an jeder Ecke
Und noch ein großes Ziel haben wir: Wir wollen aufs diesjährige Nürnberger Bardentreffen (01. bis 03. August 2014) – für mich eine der schönsten musikalischen Veranstaltungen in unserer Region. Ein Wochenende lang dürfen sich Bands oder auch einzelne Musiker an die Straßenecken der Altstadt stellen und musizieren, die Besucher flanieren vorbei und können stehenbleiben und lauschen, wo es ihnen gefällt. Natürlich gibt es auch professionelle Acts auf fünf Hauptbühnen, aber ich persönlich finde eigentlich das, was die Hobbymusiker präsentieren, meist viel spannender. Das will natürlich vorbereitet sein!

Fazit: Wir haben einiges vor – und freuen uns über Likes und Follower auf Soundcloud!

Autor:

juliahartel

Freie Journalistin, PR-Texterin und Lektorin - www.die-textkomponistin.de

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