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Frage: Ist das zeitgerecht?

Ich habe eine Frage:
Ich selber habe wenig Zeit mich um die Bildung, ob schulisch oder musikalisch oder sportlich, der Kinder zu kümmern. Nun habe ich nach 2,5 Jahren die meine Tochter nun Geige spielt erstmalig ihre Geigenhefte und Übungsbücher angesehen. Dabei ist mir aufgefallen , dass Sie nach all der Zeit immer noch im ersten Heft der Geigenschule ist, obwohl ich sie recht oft üben höre. ( Manches hört sich dabei gar nicht so schlecht an). Ist das zeitgerecht oder doch sehr langsam. Ist vielleicht eine blöde Frage! Ich war nur erstaunt.
Gruß

Autor:

Mitglied von violinorum.de

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. nce

    Hallo Pc1, willkommen bei violinorum 🙂 Ich vermute, dass der Fortschritt im Lehrbuch auch bei Deiner Tochter nur ein Teil des Unterrichts ist. Viele Lehrer halten sich nicht sklavisch an ein bestimmtes Werk, sondern ziehen unterschiedliche Ausgaben, Lehrwerke und Übungssammlungen heran. Meine Tochter hat z. B. den Saßmannshaus regelmäßig in drei verschiedenen Bänden auf dem Notenständer, plus ein Konvolut Kopien … Nur „aus den Unterlagen“ kann man also nicht unbedingt ersehen, wie weit sie ist und wie sie vorankommt. Wie alt ist Deine Tochter denn, und welche Geigenschule hat sie? Viele Grüße & einen guten Start in die Woche! Nils

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  2. Sie ist letzte Woche 8 Jahre geworden. Und ich habe ihr dazu- wie von der Geigenlehrerin empfohlen – den 2 Band des auch von Ihnen erwähnten Buches gekauft. Zu Weihnachten habe ich auch der Jahreszeit entsprechende Werke gehört. Ich war einfach erstaunt, habe aber keine Ahnung von der Geige und erinnere mich nur an meinen eigenen Klavier – Unterricht. Vielleicht ist das aber was völlig anderes. Ich bin nur der Meinung, dass nicht jedes Kind ein Instrument spielen muss. Vor allem nicht wenn man gar keinen Fortschritt feststellt. Ich frage sie immer mal, ob Sie noch Spass hat an ihrem Instrument und sie will weiter zum Unterricht. Mir ist das eigentlich egal. Obwohl ich mich freue, dass sie regelmäßig übt. Sie ist im Übrigen eine sehr begabte Sportlerin und mein Sonnenschein. Das erwähne ich nur, da sich meine Mail so distanziert anhört.
    LG Pc1

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  3. Ententon

    Hallo, Pc1,

    ich stimme Nils da vollkommen zu. Ich habe eine Geigenlehrerin, die ihren Unterricht durch sehr verschiedene Hefte,Kopien und Schulen gestaltet. Nele benutzt das Unterrichtsmaterial auch abgestimmt auf den Schüler. Sehr begabte Schüler, die an Wettbewerben teilnehmen ( wie Jugend Musiziert ) müssen schon durch bestimmte Lehrwerke durch, wie z.b. die Lagenschule von Hofmeister oder die Sevcik Hefte ( Technik ). Andere Schüler versucht sie erst einmal zu begeistern und zu motivierten und in der GeigenAG der Grundschule benutzt sie die Fiddle-Time Hefte oder ähnliche Schülerliteratur. Jugendliche können schon mal Pop for Violin spielen. Der Unterricht ist so gestaltet, dass man auch eher an den Schülerkonzerten, den Vorspielstücken lernt und alle halbe Jahr in Schülervorspielen präsentiert. Dabei geht sie auf die Interessen der Schüler ein. Nicht jeder Schüler will mal „Profimusiker“ werden, wichtig ist doch nicht nur der Fortschritt, sondern auch, dass Menschen, Kinder, Jugendlich oder Erwachsene sich für das Instrument begeistern können, dann kommt auch schon Ehrgeiz…. das eine oder andere schaffen zu wollen.
    Sicher, schaut man auch auf den Erfolg, auch auf den Fortschritt, aber, der Schüler, der seinen individuellen Weg gehen darf, der wird auch Motivation aufbringen, sich weiter zu entwickeln. Ich habe zwar erst als Erwachsene angefangen, Geige zu spielen, habe aber festgestellt, dass es sowohl bei Kindern, als auch bei Erwachsenen immer wieder Phasen gibt, wo man vielleicht nicht den großen Fortschritt erwarten darf, aber dann auch die Phasen, die einem Bestätigung geben, wo man merkt, man hat im Vergleich zu anderen Schülern einen riesen Meilenstein geschafft. Was nützt es einem Kind, wenn es durch großen Fortschritt, irgendwann die Erwartungshaltung als Druck empfindet und dadurch eher versucht, diesem Erwartungsdruck zu entsprechen.
    Deine Tochter sollte so, wie bisher für sich entscheiden dürfen, Geige spielen bringt Spaß und dann wird sie ihren Möglichkeiten entsprechend größeren Erfolg haben und Bestätigung in / an dem was sie tut, als Schüler, die schon mit Kindergartenalter ausgerichtet werden darauf, irgendwann mal Musik zu studieren. Die, die nachher diese Laufbahn für sich entdecken, sollten es mit Freude und Interesse an der Musik und am Spielen wählen, dann wird das Üben leichter von den Händen gehen, die Erfolge eher leichter erreichbar sein, als derjenige, der immer versucht einer Erwartungshaltung hinterher zu jagen.
    Ich freue mich, über den Satz, das Deine Tochter Dein Sonnenschein ist, …… das ist mehr Wert, als Vergleiche zu ziehen. Lass die Sonne scheinen und dann wird Deine Tochter noch lange Freude am Unterricht haben…… damit gibtst Du ihr viel mehr Entwicklungschaadminn, weil sie selbst lernt, für sich zu entscheiden, was mute ich mir zu, was will ich erreichen und womit bin ich zufrieden. Damit ebnest Du ihren Lebens – und Entwicklungsweg…. und das ist gut so. Sollte sie später mal entscheiden, …. jetzt ist gut, dann fängt sie vielleicht um so begeisterter als Erwachsene wieder an. Und momentan bringt es ihr ja noch Freude……… lass diese unvoreingenommen weiter dominieren, vergleichen würde eher hemmen und die Sonne verdunkeln lassen. Jemand, der etwas vom ganzen Herzen gerne macht, macht es gut, auch, wenn er kein „Wunder“ ist.
    LG ILka

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  4. Vielen Dank für diese Antworten.
    Und es stimmt natürlich: Sie ist sie und soll auch so bleiben. Was will ich sie vergleichen mit anderen. Ich habe sie gefragt ob sie mir 1 x in der Woche das vorspielen mag, was sie in der Woche gelernt hat. Ihre Antwort war: „Mal sehn“ Aber sie war dabei doch ganz stolz. Ich verabschiede mich wieder aus dem Forum und danke für die Hilfe.

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