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Freiheit der Meinung | Freiheit der Presse | Freiheit der Kunst

Je suis Charlie

Freiheit der Meinung | Freiheit der Presse | Freiheit der Kunst

Update 14.2.2015

Wir hier bei violinorum.de haben bislang keine Karikaturen veröffentlicht, die irgendwelche Repräsentanten von Welt- oder Regionalreligionen aufs Korn nehmen. Warum nicht? Es gab einfach keinen Anlass, vulgo: es wäre doch meistens off-topic. Und, ganz ehrlich, vieles von dem, was in Blättern wie Charlie Hebdo veröffentlicht wurde bzw. wird, gefällt mir persönlich nicht – aber nicht, weil ich zur evangelischen Kirche gehöre und mich für diese sogar engagiere. Gefällt mir einfach nicht, Punkt. Muss es auch nicht. Manches kann ich nicht einmal nachvollziehen. Und? Es gibt genügend Möglichkeiten, etwas dagegen zu sagen. Und Christus ist nicht beleidigt, da bin ich mir ziemlich sicher.

Trotzdem war es mir als Anbieter dieser Website ein Anliegen, nach den Anschlägen auf die Pariser Redaktion ein Zeichen der Solidarität zu setzen und #jesuischarlie in dieser Zeit auch deutlich sichtbar an unsere virtuelle Haustür zu heften. Aus einem ganz einfachen Grund: Die Freiheit der Presse ist die Luft, die auch wir hier atmen. Die Freiheit der Meinung, mag sie mir schmecken oder nicht. Und die Freiheit der Kunst, die mit der Meinungsfreiheit verschwistert ist, und ohne die wir hier bald nichts Vernünftiges mehr zu schreiben hätten. Also macht bitte weiter, liebe Kolleginnen und Kollegen von Charlie Hebdo, und checkt die Grenzen aus. Irgendwo tief im Inneren dieses Kosmos haben wir unsere Nische, und dass Ihr da seid, ist wichtig für uns.

Yep! Mir ist das ein echtes Anliegen.

Dass das Je-suis-Charlie-Bild dieses Postings aber nicht ewig unsere Twitter- und Facebook-Ikone bleiben kann, war auch von Anfang an klar. Nachdem ich heute Abend von dem Anschlag in Kopenhagen gehört hatte, dachte ich: Ok, es ist doch immer noch aktuell. Also schrieb ich einen kleinen, unschuldigen Tweet: „Einmal mehr: #JeSuisCharlie #Kopenhagen“ mit einem Link zu diesem Posting.

Was dann passierte, ist schon auch interessant, angesichts der Tatsache, dass wir eine enorm nischige Nischen-Seite sind … ein Mensch, der ein IMHO sehr gutes, interessantes Ensemble zu vertreten vorgibt und bis dato zu unseren Followern zählte, fühlte sich zu recht merkwürdigen Einlassungen gemüßigt:

twitter-pressefreiheit-20150214

Ich dokumentiere das mal hier, weil solche Dinge dokumentiert sein sollten – ohne Namen und Accounts zu nennen, denn die übelsten Tweets sind inzwischen wieder verschwunden. Ob sie vom Urheber oder von Twitter gelöscht wurden, kann ich nicht nachvollziehen. Egal! Grund genug aber, um noch eine Weile #jesuischarlie zu sagen …

 

Autor:

nce

Nils-Christian Engel ist Marketing-Mensch und begeisterter Amateur-Cellist

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