Suche
Suche Menü

Geige lernen als Erwachsener?

Jede Note hinterlässt Spuren

Hallo liebes Geigenforum! Was meint Ihr, kann man mit 32 Jahren noch Geige lernen? Ich träume davon schon seit Jahren davon Geige zu spielen, hatte aber nie die Möglichkeit dazu … Studium, Kinder usw. Jetzt ist endlich ein bißchen mehr Ruhe 🙂 die Kinder sind aus dem Gröbsten raus und mein Job lässt mir ausreichend Freizeit. Außerdem möchte ich gern, daß in unserem Zuhause Musik ist, und mein Mann mag zwar Musik, aber spielt kein Instrument. Was könnt Ihr mir empfehlen, erst mal allein anfangen mit irgendeinem Heft oder lieber zum Geigenlehrer? Nehmen Musikschulen eigentlich auch Erwachsene? Danke für alle Antworten!

Autor:

Mitglied von violinorum.de

63 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Mucky! Ich bin auch nicht mehr ganz jung 🙂 und spiele Geige. Ich habe zwar als Kind Unterricht gehabt, aber dann aus ganz ähnlichen Gründen wie Du Jahre lang, ach was Jahrezehnte lang, nichts gespielt. Irgendwann habe ich wieder angefangen und mir eine neue Geige gekauft, und es ging ganz wunderbar! Also nur Mut!

    Wenn Du ganz neu anfängst rate ich Dir auf jeden Fall Unterricht zu nehmen. Es muss ja nicht jede Woche sein, einmal in zwei Wochen reicht sicher auch schon, damit Du Dir wichtiges wie die Haltung gar nicht erst falsch beibringst. Soweit ich weiß nehmen Musikschulen normalerweise auch Erwachsene auf, das Problem ist nur meist, dass sie schon mit Kindern ausgebucht sind. Versuch´s doch einfach mal, und sonst findest Du sicher auch einen Geigenlehrer in der Nähe.

    Viel Erfolg! Nein, viel Spaß! 😉

    Antworten

  2. Da kann ich Dir eine Geschichte erzählen: Vor zwei Jahren hatte ich eine Kundin auf dem Trödelmarkt (bin Antiquitätenhändler) und die hat sich in eine Geige verkuckt die ich gerade auf dem Tisch hatte. Hat sie gekauft und herrichten lassen und Unterricht angefangen. Die Dame ist so mitte 40. Neulich hab ich sie wieder mal gesehen und sie ist immer noch dabei und hat die Geige von damals mittler Weile verkauft um sich eine bessere zu leisten. Also nur Mut!

    Antworten

  3. Danke für die Ermutigungen 🙂 Ich habe jetzt bei unserer Musikschule angerufen, und es ist genau wie Du gesagt hast siggylein, sie nehmen auch Erwachsene, aber im Moment ist alles voll. Aber es kann sein dass in zwei Wochen ein Platz frei wird, ich warte also erst mal ab. Ich erzähl Euch dann ob es geklappt hat 😉 Wenn ich genommen werde kann ich mir auch gleich eine Geige ausleihe, das ist ja praktisch.

    Antworten

    • Guten Abend
      Ich habe selber letztes Jahr mit dem Geigen spielen angefangen. In diesem Januar wurde ich 46 Jahre alt.
      Jetzt spiele das Lied Flashdance und macht mir sehr viel Freude.
      Bitte mache diesen Schritt unbedingt!
      Übrigens gehe ich wöchentlich zu einer privaten Geigenlehrerin die noch in der Ausbildung ist.
      Der Unterricht ist von höchster Klasse.
      Herzliche Grüsse
      Roland

      Antworten

  4. Hallo Mucky,
    ich habe in diesem Jahr drei Wochen vor meinem 43. Geburtstag mit dem Geige spielen angefangen. Ich habe Einzelunterricht in der Musikschule und es läuft ganz gut. Meine Geigenlehrerin wollte mich schon zum diesjährigen Weihnachtskonzert bei der Musikschule mitnehmen, aber dafür fühlte ich mich noch nicht gut genug. Allerdings übe ich auch fünf Mal in der Woche ca. 1/2 Stunde.
    Ich habe mir im ersten 1/2 Jahr eine Geige in einem Geschäft ausgeliehen. Als ich dann gesehen habe, dass es mir Freude macht, habe ich die Geige dann gekauft und die Leihgebühr von dem halben Jahr ist mir auf dem Kaufpreis angerechnet worden.
    Vielleicht geht das bei dir auch.

    Geige ist jedenfalls ein ganz tolles Instrument.
    Ich habe mit dem Buch „Die fröhliche Violine“ von Reante Bruce-Weber gelernt. Das Buch gibt es auch bei Ebay. Für Erwachsene gibt es keine richtigen Bücher, aber das Buch ist nicht ganz so „kindisch“ und es ist alles sehr gut beschrieben. Das Buch kann ich auch zum zusätzlichen Üben empfehlen, wenn dein Geigenlehrer ein anderes Buch nimmt zum Lernen.

    Viel Spaß

    Antworten

  5. Violine

    ahoi!
    Na rann an den Speck! Man ist nie zu alt! ich hab auch erst mit 17 angefangen und es klappt jetzt nach 4 jahren schon ziehmlich gut 😀 Man muss nur an sich selbst glauben! Ich bin bei einer Privaten Lehrerin, da es mit der Musikschule bei mir nicht geklappt hatte, da die zu teuer waren. Die Meisten Lehrer haben auch Leihinstrumente oder können eins besorgen! Viel Glück und Erfolg!

    Antworten

  6. der thread ist zwar schon ein paar tage alt, aber ich gebe trotzdem mal meinen senf dazu, die frage wird ja durchaus öfter gestellt.

    wenn das interesse da ist, kann ich jedem nur dringend raten: macht es! in den letzten jahren haben viele erwachsene angefangen, zumindest in größeren städten sollte es kein problem mehr sein, einen lehrer zu finden. private lehrer und die freien musikschulen nehmen einen in der regel, wie es bei den wenigen verbleibenden staatlichen musikschulen ist, weiß ich allerdings nicht genau – im zweifel fragen.

    ich bin 30, habe mit 24 mitten im magisterstress angefangen, nachdem ich schon als kind vom geigespielen geträumt hatte. ich wollte von anfang an hauptsächlich irish folk spielen, da ich die richtung mochte und mir klassische musik bei dem einstiegsalter zu größenwahnsinnig erschien. folk spiele ich heute in einer band, aber als ich vor drei jahren in ein haus mit nachbarn zog, die im musikschulorchester sind, wurde ich einfach mitgeschleppt. inzwischen habe ich also einmal die woche unterricht, einmal orchester- und einmal bandprobe. zeitraubend ist das schon, aber ich hab es nie bereut und bin wirklich froh mit dem, was ich erreicht habe – obwohl ich während eines auslandsaufenthaltes zwei jahre fast gar nicht gespielt habe. einziger wermutstropfen ist, dass mir mein berufsleben so wenig zeit zum üben lässt.

    natürlich seh ich an den 12-, 13-jährigen im orchester, die bei „jugend musiziert“ antreten, was ich alles nicht kann und vielleicht auch nicht mehr lernen werde. na und? erwachsene haben auch ein paar vorteile, sie können sich oft besser selbst motivieren und organisieren, wissen, wo sie musikmäßig hinwollen usw. und den doofen spruch „wenn du jetzt anfängst, kannst du aber kein berufsmusiker mehr werden“ kann ich nicht mehr hören. wenn jemand mit 50 aus lust und laune anfängt, tennis zu spielen, sagt einem doch auch keiner, dass man wimbledon wohl nicht mehr gewinnen wird. grundsätzlich ist es eine frage des willens, der motivation und der verfügbaren zeit, was man auf der geige auch als spätberufener noch hinbekommt. bei uns im orchester sind auch leute, die sind im rentenalter eingestiegen! und auch die können da mithalten.

    wichtig ist sicher auch ein lehrer, mit dem man gut kann. meine lehrerin hat mich immer sehr motiviert, indem sie mir stücke von meinen lieblingsbands aufgeschrieben hat, die ich ihr auf cd mitbrachte. es ist ein riesiger ansporn, auf einmal seine lieblingstitel spielen zu können. durststrecken gab es natürlich immer wieder (stichwort vibrato, lagenwechsel…), aber trotzdem: es lohnt sich!

    also, liebe spätberufene, egal wie alt ihr seid: lasst euch euren traum nicht ausreden. ran an die geige, das wird schon!

    Antworten

    • Danke sehr LODJUR das war sehr motivierend. Ich überlegs mir auch schon ein paar Jahre lang und hoffe im nächsten Jahr anfangen zu können.

      Antworten

  7. Merkwürdigerweise ist es sehr umstritten, ob man als Erwachsener Geige lernen kann. Ich beschäftigte mich 2004 – 2006 im Rahmen kognitionswissenschaftlicher Studien mit Lerntheorien und wollte etwas lernen, wozu mir sämtliche Voraussetzungen fehlten. Die Wahl fiel auf das Violinspiel – ohne Notenkenntnisse und ohne Musikerfahrung (nicht einmal die bei vielen obligatorische Blockflöte als Kind).

    Ich begann mit einem erfahrenen Konzertmeister als Lehrer und durfte nach 1.5 Jahren Unterricht eine Triosonate von A. Corelli als 2. Violine aufführen (mein Lehrer als 1. Violine, drittes Instrument Flügel). Nach dieser Aufführung folgte eine berufsbedingte Pause von 18 Monaten und dann – wg. Ortswechsels – Neubeginn mit neuem Lehrer. Gleichzeitig erster Einstieg in ein Musikschulorchester und dann – ein Jahr später – der Eintritt in ein Liebhaberorchester. Nun bin ich seit zwei Jahren festes Mitglied in diesem Orchester als 2. Violine (letztes Pult) und habe u. a. Beethoven´s Violinkonzert, den 1. Satz aus Prokofjiev´s Violinkonzert und Carmen-Suiten als 2. Violine mitgespielt. Jetzt im Mai 2011 durfte ich bei der Aufführung des Violinkonzerts von Tschaikowski mitwirken, was auch für 2. Violinen eine Herausforderung ist. Allerdings musste ich im 3. Satz Takte 540-563 markieren, denn bei voller Berufstätigkeit fehlt mir die Zeit, solche Passagen innerhalb eines Quartals auf die notwendige Geschwindigkeit einzuüben.

    Insofern kann ich lodjur nur zustimmen: es wird schon – man muss nur üben und sich nicht entmutigen lassen. Viele Neurowissenschafter, Hirnforscher u. ä. behaupteten nämlich, man könne im sog. späten Erwachsenenalter (also ab 45) kein Instrument lernen – und Geige schon gar nicht. Vermutlich werden solche akademischen Lehrsätze aber irgendwann als überholt gelten. Ich habe mit 46 Jahren angefangen und bin heute 52 – und sicher kein Einzelfall. Das Einzige, was man wirklich braucht, ist Freude bzw. Begeisterung für das Geigenspiel.

    Antworten

  8. nce

    @violinamusica Viele Neurowissenschafter, Hirnforscher u. ä. behaupteten nämlich, man könne im sog. späten Erwachsenenalter (also ab 45) kein Instrument lernen – und Geige schon gar nicht.

    Danke, @violinamusica für den interessanten Beitrag! Hast Du zu dieser wissenschaftlichen Position zufällig ein paar nähere Hinweise griffbereit? Also Literatur, Untersuchungen, Forscher?

    Antworten

    • Muss ich widersprechen! Habe mit 48 angefangen, Violine spielen zu lernen, allerdings habe ich als Kind und bis heute viel Klavier gespielt (Bach, Debussy) und kann sehr gut singen (klassisch und Jazz). Ich mache sehr gute Fortschritte und lerne jeden Tag dazu (ich übe ca. 1 Std. täglich brav). Ich habe eine sehr gute Lehrerin [Link entfernt, admin] in Frankfurt am Main gefunden, die sehr gut mit Erwachsenen arbeitet. Das Feuer ist entbrannt und ich nerve auch meinen Mitbewohner nicht, er ist immer nur erstaunt, was da täglich neu klappt. LG

      Antworten

  9. Lieber admin
    Zuerst hörte ich von meinen (Hirnforscher-) Professoren an der Uni davon, dass Instrumentallernen für Erwachsene unmöglich sei. Begründung: das erwachsene Nervensystem sei nicht mehr hinreichend plastisch genug für solche Lernprozesse. Faktisch handelte es sich um einen Theorienstreit, der letztlich die Behandlungsmethoden bei geschädigten Nervenbahnen / Hirnregionen betraf. (Man muss dazu sagen, dass der Theorienstreit sehr differenziert geführt werden muss, denn vorhandene Nervenbahnen bilden leichter zusätzliche Synapsen aus und sind daher „plastisch“, als dass ganze Nervenstränge – z. B. das Rückenmark – nach einem Unfall neu wachsen.)

    Mir hatte man seinerzeit (2004-2006) nicht gestattet, mein Geigen-Lernexperiment an der Uni als Studie durchzuführen, mit der Begründung, ein Scheitern sei vorprogrammiert. In der Folge (2008) habe ich nach der Quelle der Hypothese, Instrumentallernen sei bei Erwachsenen unmöglich, gesucht: in der einschlägigen Lehrbüchern liest man global, dass Sprache, Mathematik und Musik von Erwachsenen nicht erlernt werden können. Private Korrespondenz mit ausgewiesenen Experten dies- und jenseits des Atlantiks bestätigten die Lehrbücher. Andere – z. B. das Büro von Prof. Oliver Sacks – schrieben, man hätte davon gehört, dass Erwachsene doch erfolgreich Instrumente erlernten (mir wurde erlaubt, diese Korrespondenz zu zititeren). In Deutschland waren die Lager geteilt: manche negierten vehement, dass es geht, und andere vertraten ebenso vehement den Standpunkt, es sei doch möglich.

    In der Ausgabe Dez 2010/Jan 2011 des Magazins „ZEIT WISSEN“ erschien ein sehr guter Artikel über Lernprozesse bei Erwachsenen. Man erkennt daran, dass die These, Erwachsene können Instrumente erlernen, sich langsam durchsetzt. Allerdings muss man zwei Einschränkungen machen:

    I. Zum einen unterscheidet man nicht zwischen solchen Erwachsenen, die bis ins späte Erwachsenenalter nie ein Instrument erlernten (Spätberufene) und denen, die nach Flöten, Klavier- oder Geigenunterricht in der Kindheit eine lange Pause machten und dann als Erwachsene als sog. späte Wiedereinsteiger begannen. Das ist m. E. aber ein großer Unterschied, da das (unterbewusste) Körpergedächtnis z. B. Rhythmik und Notenbild speichert. Der Unterschied zw. späten Wiedereinsteigern und mir als Spätanfänger ist aber durchaus vorhanden – das merke ich in unserem Orchester. Alle mir bekannten wissenschaftlichen Untersuchungen haben Probanden, die auf irgendeine Art in der Kindheit schon einmal Instrumentalunterricht hatten.

    II. Andererseits unterscheidet der Artikel zwischen Profi-Musikern, die seit ihrer Kindheit unterrichtet wurden und erwachsenen Schülern, die höchstens einfache Stücke zum eigenen Plaisier bewältigen. Da ich in einem Liebhaberorchester spiele, dessen Dirgent und Konzertmeister Profis sind, bewege ich mich vermutlich im Bereich des Semi-Professionellen. Zum einen ist es eine Frage des Übens, wie weit man kommt: ca. 350 Übungsstunden pro Jahr waren dafür nötig. Ein weiterer Aspekt, der nie diskutiert wird: wer in der Kindheit nicht an gute Musik zumindest passiv herangeführt wurde (Schallplatten, CDs, Life-Konzerte), wird als Erwachsener vermutlich nie die richtigen Töne auf der Geige hinbekommen. Diese sog. implizite kuturelle Prägung ist m. E. der Schlüssel zum Erfolg und nicht allein die richtige Unterrichtsmethode bzw. Anzahl der Übungsstunden. Die Wirkung der impliziten kulturellen Prägung konnte ich in meiner Lernstudie feststellen (sie erfolgt vermutlich über Spiegelneuronen); in der einschlägigen Literatur wird der Mechanismus aber nicht diskutiert. Da ich Physiker bin, vermute ich den Grund hierfür eher in den Messmethoden (EEG, MRI etc.) als in den Arbeitshypothesen: implizite Prozesse können nur als kurzfristiges stimulus-response-Geschehen untersucht werden, nicht als langfristige Prägung.

    Lange Rede, kurzer Sinn: gute Musik, Unterricht und / oder Konzertbesuche in der Kindheit sind optimal für den Späteinsteiger auf der Geige. Man muss Musik von Kindheit an einfach lieben, sonst geht es nicht. Insofern finde ich die Aktivitäten vieler Orchester (z. B. Berliner Philharmoniker), Musik in die Schulen und Kindergärten zu bringen, einfach toll!

    Antworten

    • Bin auch Physiker. Habe mit 26 ein knappes Jahr Geigenunterricht gehabt und jetzt mit 34 wieder das 2. Mal angefangen . Insgesamt jetzt gute 2 Jahre Unterricht.
      Habe auch Klavier mit 18 gelernt und bin nach 5 Jahren damals immerhin bis zu einem Fast-Einstiegslevel für die Musikhochschule gekommen. Es geht schon. Hängt alles mit der Liebe zur Musik und dem Instrument zusammen. In meiner Kindheit war bis auf Pop/Rock Musik jedoch kein Thema. Allerdings mochte ich auch als Kind schon liebend gern Instrumentalmusik hören.

      @ VIOLINAMUSICA
      Würde mich interessieren ob es nun eine Studie (von dir?) dazu gibt. Ich denke es lässt sich Alles mit der nötigen Muse im Alter lernen. Es hängt einfach auch unheimlich viel von der Leichtigkeit ab, mit der man es tut. Also ich versuche so zu lernen wie ein Kind. Wenn man sich das Kind im Leben bewahrt.. dann ist man ja noch Kind und lernt es einfach. Ich habe vielleicht den Vorteil, dass ich nie verlernt habe Kind zu sein. Das ist das Wichtigste, wenn man etwas Neues lernen will.
      Die Suzuki-Methodik sehe ich gerade für Erwachsene als sehr geeignet an.. mehr noch als für Kinder.

      Antworten

  10. chrisp

    Sehr interessant, wirklich!

    @violinamusica … dass der Theorienstreit sehr differenziert geführt werden muss

    Das scheint mir auch der Pferdefuß an der These zu sein, dass Erwachsene kein Instrument lernen können – da befindet man sich in einer ganz anderen Debatte und zieht voreilig Schlüsse. Interessant aber, dass es offenbar kaum einem auffällt, denn:

    @violinamusica … schrieben, man hätte davon gehört, dass Erwachsene doch erfolgreich Instrumente erlernten

    Das ist doch schön, dass manche Wissenschaftler offenbar in einer Welt leben, in der kein(!) Erwachsener mehr ein Instrument anfängt 🙂 Ich kann aus meinem eigenen Bekanntenkreis mindestens 5 Beispiele nennen von Leuten, die im Alter > 40 ein Instrument begonnen haben.

    Und darunter sind tatsächlich auch solche, die vorher nie eines gelernt haben. Ich werde sie bei Gelegenheit mal fragen, wie viel Kontakt (und welchen) sie als Kinder mit Musik hatten. Denn dass man in seinem Leben noch keinen Ton gehört, gepfiffen, gesungen oder wenigstens gemocht hat und dann noch als Spätberufener anfängt, das kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen.

    Und dann ist wirklich auch die Frage, was man unter „Instrument lernen“ versteht. Also dass jemand „Alle meine Entchen“ auf dem Klavier tippen kann, das sollte man m. E. noch jedem in jedem Alter beibringen können, oder? Einigermaßen sauber auf der Geige intonieren stelle ich mir schon schwieriger vor, wenn man noch gar kein Verständnis für Tonhöhe, Melodie usw. ausgebildet hat.

    Dass man aber auch als Erwachsener noch ein sehr brauchbares Niveau erreichen kann, entspricht meiner Erfahrung, und davon schreibst Du ja auch, @violinamusica.

    Was die Musik in den Kindergärten angeht, bin ich natürlich auch für jede mögliche Anstrengung – denke aber, dass der gelegentliche Besuch von Profi-Musikern das tägliche Singen nicht ersetzt. Insofern wünsche ich mir vor allem Weiterbildungen für Lehrer und Erzieher, soweit sie das nicht drauf haben. Und auch viele Eltern dürfen sich mehr trauen, im Alltag vor sich hin zu trällern, die Wirkung davon kann man m. E. nicht überschätzen!

    Antworten

  11. Ich spiele jetzt seit zwei Jahren Geige und habe noch meine Anfängergeige. Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich etwas unsauber spiele, weil die Geige nicht so gut ist. Meine Geigenlehrerin meint zwar, sie hätte einen guten Klang, aber ich durfte einmal auf ihrer Geige spielen und das war doch ein anderes Gefühl.

    Gibt es einen Erfahrungswert, ab wieviel Jahren Geige lernen man sind ein besseres Instrument kaufen sollte und wenn ja, in welcher Preisklasse man sich umschauen muss?

    Antworten

  12. Hallo an alle,

    wie schön so viele ermutigende Beiträge zu lesen!

    Ich finde besonders den Beitrag des Physikers sehr interessant, denn so etwas ähnliches habe ich mir auch schon gedacht (interessant auch das Werk ‚Der einarmige Pianist‘ von Oliver Sachs).

    Ich lerne seit 6 Monaten Geige (werde dieses Jahr 40), spiele aber seit meiner Kindheit sehr gut Klavier und bin auch mit klassischer Musik (seit dem Babyalter) großgeworden.

    Ich denke, dass mir das sehr viel hilft, meine aber auch, dass der Spaß und die Freude an der Musik und dem Geigenspiel der Hauptschlüssel zum Erfolg sind… und natürlich üben.

    Ich habe so einen Spaß am Üben, und nehme meine Geige oft zur Hand, wenn ich gerade koche oder zufällig an ihr vorbeispaziere, dann mache ich meine Übungen und spiele die Sachen, die ich schon einigermaßen kann.

    Da ich auch auf dem Klavier begleite und da viel übe, bin ich ständig von Musik umgeben.

    Ich hoffe, in einigen Jahren auch mal im Orchester spielen zu können, aber ich war schon immer ehrgeizig, wenn es um Dinge geht, die mir wirklich was bedeuten.

    Musste mir auch schon anhören, bist doch zu alt dazu, aber ich glaub nicht dran. Will ja auch nicht Paganini spielen 😉

    Viele Grüße

    Vic

    Antworten

  13. Hallo Geigen-Forum!

    Nachdem ich mich in den letzten Tagen bereits passiv in diesem Forum umgeschaut habe, bin ich gerade den nächsten Schritt gegangen und habe mich registriert um euch ein paar Fragen zum Thema „Einstieg als Erwachsener“ stellen zu können.

    Vorher für das Gesamtbild ein paar Informationen: Ich, Anfang 30, habe mich vor ein paar Wochen entschlossen einen blinden Fleck in meinem persönlichen Bildungskanon genauer zu erkunden. Dabei handelt es sich um Musik im Allgemeinen und das Spielen von Instrumenten im Speziellen. Zu diesem Zweck habe ich ein populärwissenschaftliches Buch über Musiktheorie durchgearbeitet. Danach habe ich angefangen mir Notenblätter von einigen Musikstücken vorzunehmen, die Notationen für mich zu „übersetzen“ bzw. kommentieren und anhand der dazu abgespielten Musik zu „interpretieren“. Im Laufe dieses Prozesses drängte sich mir mehr und mehr das Gefühl auf, dass die reine Theorie nicht annähernd so interessant sein dürfte wie die echte Erfahrung ein Instrument zu spielen. Da ich bisher immer sehr gerne Geige gehört habe, der klassischen Musik allerdings nicht viel abgewinnen konnte, würde meine Neugierde primär der E-Violine gelten. Und aus diesem Grund bin ich jetzt hier 🙂

    Nach dieser kurzen Einführung und mit der Hoffnung auf verständnisvolle Antworten nunmehr meine Fragen:

    • Wie und wo finde ich eine/n geduldigen Lehrer/in für explorativen Einzelunterricht im Raum Frankfurt am Main? Den Link „Unterricht“ habe ich bereits konsultiert, würde aber zusätzlich gerne auf persönliche Empfehlungen zurückgreifen.
    • Welches Basiswissen ist notwendig um sinnvoll mit einem solchen Einzelunterricht zu beginnen?
    • Welche Komponenten bräuchte ich um ein Einsteigerpaket für Zuhause zusammenzustellen?
    • Was wäre, unter Vernachlässigung monetäre Aspekte, bei der Zusammenstellung der Komponenten vernünftig bzw. sinnvoll?

    Vielen Dank an alle die sich die Zeit nehmen mir mit ein paar Antwortsätzen bei diesem Projekt zu helfen!

    Viadminnt

    Antworten

    • „Wie und wo finde ich eine/n geduldigen Lehrer/in für explorativen Einzelunterricht im Raum Frankfurt am Main? Den Link „Unterricht“ habe ich bereits konsultiert, würde aber zusätzlich gerne auf persönliche Empfehlungen zurückgreifen. “

      Hier mein Tipp, wenn auch einpaar Jahre später 🙂

      Wer eine sehr intuitiv und professionell unterrichtende, sensible und unterhaltsame Geigenlehrerin im Raum Frankfurt am Main sucht, ist bei Zsuzsanna Hodasz http://www.hodasz.de/ absolut auf der richtigen Saite!

      Ich (schon etwas länger erwachsen) nehme nach 1,5 Jahren Unterricht endlich den richtigen Geigenunterricht und genieße jede Stunde! Hier wird u.a. auf der Basis der russischen Geigenschule unterrichtet, hinzu kommen sehr individuelle Anleitungen (persönlich liebevoll aufnotiert) und regelmäßige Übe-kontrolle, was ich absolut begrüße. Der Unterricht bei Frau Hodasz bringt mir jeden Tag Lernfortschritte, jede Stunde ist lustig und individuell auf mich abgestimmt, sehr kleinschrittig und genau. Ich bin absolut glücklich bei ihr! Ich nehme jede Woche 1 Stunde, würde am liebsten 2x die Woche hinfahren!

      Frau Hodasz gibt rasch Antwort per Mail!

      Viel Spaß und Erfolg Euch!

      Antworten

  14. Ich war sogar noch älter, als ich mit dem Geigespielen angefangen habe.

    Bei euch in Frankfurt gibt es bestimmt auch Musikschulen. An die würde ich mich zunächst wenden. Die sind in der Regel günstiger, als andere Lehrer und Einzelunterricht gibt es da bestimmt auch.

    Nicht schlecht ist es, wenn du Noten, bzw. einen Teil der Noten kennst. Aber wie ich deinen Beitrag verstanden habe, ist das kein Problem.

    Sonst musst du nichts wissen. Dein Musiklehrer wird dir ein Buch empfehlen, was du dir holen sollst und wonach ihr im Anfang übt.

    Zum Spielen brauchst du natürlich eine Geige. Ich habe mir die Geige einfach im Musikladen gekauft. Für Anfänger gibt es preisgünstige Sets mit Koffer und Bogen. Außerdem benötigst du einen Notenständer und eine Schulterhalterung.
    Die Schulterhalterung hat mir meine Geigenlehrerin besorgt, da es da verschiedene Größen gibt und sie besser abschätzen konnte, was ich brauche.
    Außerdem ist ein Stimmgerät sinnvoll, vielleicht nicht sofort am Anfang, aber mit der Zeit schon.

    Viel Spaß.

    Birgit

    Antworten

  15. nce

    In Viadminnts Frage ist noch ein Aspekt enthalten, den ich sehr interessant finde – und zwar, ob es sinnvoll ist, direkt auf der E-Geige anzufangen, ohne vorab wenigstens die Basics auf einer „normalen“ Geige gelernt zu haben. Ich kenne ehrlich gesagt niemanden, der diesen Weg gegangen ist, und irgendwie sträubt sich in mir viel gegen den Gedanken 😉 Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit der E-Geige genau so gut ein Gespür für die besondere Art der Tonerzeugung entwickeln kann wie mit einem echten Resonanzkörper. Aber gut, ich kann es mir nicht vorstellen – klassische Gitarristen würden wahrscheinlich auch ihr Veto einlegen, wenn einer gleich zur E-Gitarre greift, da fallen mir aber wesentlich mehr gute Musiker ein, die das genau so gemacht haben und in ihren Genres gut unterwegs sind. Vielleicht sollte man diesen Vergleich aber auch nicht zu weit treiben.

    Zum Thema „Geige lernen als Erwachsener“ habe ich heute übrigens ein wirklich nettes Video gefunden, in dem Irma jedem Mut macht, der entsprechende Gedanken wälzt 😉

    Antworten

  16. Ich möchte nur ganz kurz ein paar Worte sagen. Bis zu meinem 43ten Lebensjahr habe ich nur Flöte
    und Konzertgitarre gespielt, mein Traum war Klavier. Im Alter von 44 habe ich mit Klavier spielen angefangen und es geht sehr gut voran. Ich bin schon weiter als macher Jugendlicher. Ich habe so viel Freude daran, sodass ich jetzt mit Geige spielen anfangen möchte. Das ist für mich eine Herausforderung!!! Ich sehe keine Probleme darin, dieses Instrument zuerlernen. Ich freue mich schon darauf und werde
    gerne darüber berichten, ob ich bei Geige genauso gut vorangekommen bin wie bei Klavier. Seiten liegen mir sehr gut, das hab ich bei Konzertgitarre schon bemerkt, ich habe mehr Gefühl dafür, als mit Tasten.
    Bis bald 🙂
    Liebe Grüsse und an alle Erwachsene, Ihr werdet es schaffen und viel Freude beim Spielen haben.

    Antworten

  17. Hallo ihr lieben, ich bin nun auch schon 20 + ok einige von euch sind älter 😀 aber das ändert auf keinen Fall was Geige zu lernen. Ich finde es von euch echt toll das ihr euch das traut da so viele Vorurteile herrschen aber gerade deswegen bewunder ich euch 😮

    Ich möchte auch unbedingt Geige lernen denn ich möchte ein neues Instrument perfekt beherrschen. Zur Zeit ist es noch das Klavier aber das wird sich bald ändern. Habt ihr vielleicht gute Tipps für eine gute Anfängergeige? Wo sollte man sie sich kaufen oder wäre ausleihen besser?^^

    Liebe Grüße Mia =)

    Antworten

  18. Ententon

    Hallo Mucky,

    na, da kann ich doch nur drauf antworten !
    Ich habe mit 47 Jahren angefangen Geigenunterricht zu nehmen. Als Kind habe ich zwar schon Flöte und kurze Zeit Klavier gespielt, aber die Geige war immer das, was man so „mein Instrument“ nennen kann. Meine Tochter hat dann in der Grundschule in einem Streicherkurs gespielt und ist so zum Geigenunterricht gekommen. Ich bin die ersten Wochen …. wie eine Katze um den heißen Brei ….. um ihre Geige herum geschlichen. Und dann habe ich mir auch eine gekauft. Wir haben getrennt Unterricht genommen, damit jeder sein Tempo und seine eigenen Lernfortschritte machen kann und wir uns als Mutter und Tochter nicht ständig vergleichen. Meine Tochter hat inzwischen aufgehört und ich bin immer noch eifrig dabei. Natürlich ist es so, das ich als Erwachsene andere Lernfortschritte habe, als die Kids.
    Zwar war ich schnell „Notensicher“ dafür habe ich aber mit anderen Dingen so meine Schwierigkeiten, z.B. mit der Geläufigkeit und die Bogentechnik, das schnelle Umsetzen von motorischen Aufgaben brauchen länger. Dennoch, bringt es sehr viel Spaß.
    Es gibt viele Geigenlehrer, die auch Erwachsene nehmen. Was schwieriger ist, auch ein Orchester zu finden, aber auch dass klappt, wenn man etwas sucht. Ich bemühe mich auch, so noch Erwachsene zu finden, mit denen ich etwas mal einfach so spielen kann, ohne große Ansprüche mit viel Spaß an der Freude.
    Unterricht würde ich schon nehmen. Zwar gibt es mittlerweile auch einige Schulen, die autodidaktisches Lernen ermöglichen, aber da kann man sich auch schnell Fehler angewöhnen, die Du hinterher nur schwer heraus bekommst. Die Hilfe einer erfahrenen Geigenlehrkraft hilft da schnell Korrekturen vorzunehmen und vieles ist doch auch besser erklärt, als ein paar Sätze in einem Unterrichtswerk.

    Ich wünsche Dir ganz viel Spaß…….. fang an, ….. es macht rieseigen Spaß……. LG Ilka

    Antworten

  19. Ententon

    Willkommen im Club der Späteinsteiger, violinamusica,

    ich habe mit 47 Jahren angefangen und bin nun 53 Jahre alt, spiele auch in einem Liebhaber-Orchester, wo sowohl professionelle aus auch Laien mitspielen. Auch ich bin in der 2.Geige und mein erstes Konzert habe ich am 01.märz 2013 mit diesem Orchester gespielt, die nächsten sind am 8.6.13, 9.6.13 und im November.
    Freut mich wirklich, dass es hier in diesem Forum mehrere Erwachsene gibt, die offenbar die Thesen der Neurowissenschaftler widerlegen…… LG Ilka

    Antworten

  20. Hehsu

    Liebe Mia,

    super, dass du dich auch zum Geige Lernen entschlossen hast!
    Ich würde mir am Anfang eine Geige ausleihen. Für eine halbwegs gute Geige, mit der du auch Spass hast, musst du schon einiges hinlegen und das würde ich persönlich einfach nicht machen. Geigenbauer haben sehr gute Instrumente zum Verleihen und eigentlich immer mit der Option, wenn du das oder ein anderes Instrument später bei ihnen kaufst, wird dir die Miete angerechnet (zumindestens hier in Salzburg ist es so). Du hast also mit mieten nichts verloren und brauchst dann nicht so viel Geld auf einmal hinblättern.

    Viele Grüße und viel Spass beim „fideln“ 😀
    Susanne

    Antworten

  21. Hallo liebes Forum

    So, nun bin auch ich Teil dieses Forum, nachdem ich eine Weile mitgelesen hatte. Ich habe mich vor ein paar Tagen dazu entschlossen, Geige spielen zu wollen und bin genau über dieses Thema gestossen. Naja, ich bin jetzt 44, aber besser spät als nie. Vor einer Woche wusste ich noch nicht einmal, dass Geige und Violine dasselbe ist. Heute war ich im bekanntesten Musikgeschäft meiner Stadt, war aber ernüchtert. Die hatten gerade mal zwei Geigen aus dem Keller herbeischaffen können – nicht gerade die Auswahl, die ich als Anfänger erwartet hatte.

    Nun frage ich mich, woher bekomme ich eine gebrauchte Geige? Ich habe mich an allen möglichen Orten umgesehen und bin sogar bei ebay gelandet. Dort hat es doch einige gut erhaltene Angebote von vertrauenswürdigen Verkäufern mit einer grossen Zahl positiver Bewertungen. Ich spreche natürlich nicht vom Geigenset für EUR 49,90, sondern von Geigen zwischen EUR 300-450. Ist das generell was oder soll ich mich woanders umsehen?

    Beste Grüsse
    Jules

    Antworten

  22. Hehsu

    Hallo Jules,

    vielleicht kannst du einen Geigenbauer in deiner Stadt ausfindig machen?
    Dazu würde ich dir raten. Ein Geigenset für 300 – 450,- kann halbwegs in Ordnung sein, es kann aber auch eine Geige sein, die dir überhaupt nicht gefällt (klanglich meine ich in erster Linie).
    Ein Geigenbauer hat üblicherweise genug Instrumente zur Auswahl und zum Vermieten da. Du kannst dann auch jederzeit zu ihm hingehen, wenn du irgendein Problem hast mit dem Instrument, oder einfach auch zur Wartung….
    Über deinem Beitrag ist schon eine Empfehlung von mir für Mia, das könntest du dir auch ansehen. 🙂

    Erzählst du uns, wie du weitergemacht hast?

    Viele Grüße und viel Erfolg!
    Susanne

    Antworten

  23. Hallo liebes Forum!

    Auch ich habe mich jetzt nach einiger Zeit dazu durchgerungen mich zu registrieren und meinen ersten Beitrag zu schreiben. Grund dazu war eben dieser Thread hier der mich einfach begeistert!

    Bereits seit einigen Monaten – seit ca Ostern heuer – spielte ich nun schon mit dem Gedanken das Geigenspiel zu erlernen.
    Dazu sei gesagt, dass ich in Kürze 31 Jahre alt werde und abgesehen von der obligatorischen Blockflöte mit 5 und später mal ein paar Wochen einhändigem Kavierspielens keinerlei Vorwissen mitbringe was das Spielen eines Instrumentes betrifft. Gesungen habe ich allerdings bereits in meiner Jugend mit Begeisterung, nur ist das leider in den lezten Jahren eher eingeschlafen und ich würde mich ohne Unterricht eher nicht mehr trauen solo irgendwas vor Publikum zu singen. In einem Chor schon eher, was ich auch bereits bei zwei Projekten in meinem Bekanntenkreis getan habe – da hört man einzelne Fehler nicht so raus (ausser dem Chorleiter, der hört alles *g*) und man hilft sich gegenseitig den Ton zu treffen. Wobei ich mich beim Bass am wohlsten fühle, Tenor ist mir da oft schon zu hoch…

    Aber um nicht gänzlich vom Thema abzukommen: Ich hab mich also recht lang schon mit dem Gedanken gespielt Geige zu lernen und aus dem Gedanken wurde immer mehr ein fixes Vorhaben. Ich habe mich hier an der Musikschule beworben wo mir allerdings gesagt wurde, dass zwar theoretisch wieder Anfänger die älter sind als 27 aufgenommen werden, das aber praktisch nicht gehe da es viel zu viele Neuanmeldungen gebe. Man vermittle mir aber gerne inoffiziell einen privaten Lehrer der nicht zu viel verlange da selbst noch in Ausbildung. Hab seit Mai nichts mehr gehört…
    Auch vorher hab ich die Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen (bei der Musikschule hätte ich ja bis in den Herbst warten müssen) und hab im Internet alles gesucht was mit Violine zusammenhängt. Da gibt es zum Beispiel auf youtube sehr interessante Videos auch mit Tutorials für Autodidakte. Und was meinen Musikgeschmack betriffft – ich hör seit Monaten schon so gut wie nur mehr Klassik um mein Gehirn vorzubereiten 🙂 Dazu hab ich mir bei itunes im wahrsten Sinne des Wortes hunderte Lieder von Menuhin, Fischer, Jansen,… gekauft und hör das jetzt tagein tagaus!

    Am 21. Juli hab ich dann zum ersten Mal in meinem Leben eine Geige in der Hand gehalten und war zuerst ganz perplex wie leicht so Violine ist! Es war die von einer guten Freundin und wir haben sogleich eine Terz, Quart, Flageolett ausprobiert und auch ein paar ganz passable Grundtöne hab ich zu Wege gebracht.

    Vor ein paar Wochen hat sie mir dann ihre alte Geige (irgendeine sächsische Manufakturgeige mit einem hübschen Gand-Aufkleber im Inneren) geliehen, die ich beim örtlichen Geigenbauer auf Vordermann bringen ließ (Tausch und Justierung des Stegs, Tausch der A-Seite, Entfernung einer Unebenheit am Griffbrett und kleinere Ausbesserungen am Lack).
    Privatlehrer habe ich auch schon einen gefunden, er spielt schon seit über 20 Jahren und ist in einer Nachbarstadt Leiter des Orchesters.

    Gestern am Samstag hatte ich dann meinen ersten Unterricht! Echt cool! Wirklich überraschend wie schnell mir manches gelingt und echt überraschend wie kompliziert manches ist! Vor allem den Bogen im Winkel von 90 Grad über die Seiten zu streichen (und das von der Spitze bis zum Frosch) ist wohl leichter gesagt als getan! Werd in nächster Zeit wohl so manche Stunde vor dem Spiegel verbringen 🙂 Ich freu mich auf jeden Fall schon auf alles was ich noch lernen werde!

    Was das Unterrichtsmaterial betrifft: Mein Lehrer hat ein relativ neues Buch entdeckt bei dem die Autorin mit der Serie wohl gerade mit dem zweiten Buch beschäftigt ist. Ein Buch speziell für Erwachsene:

    Christine Galka: Geige spielen / Eine Einführung für neugierige Erwachsene
    hxxp://www.amazon.de/Geige-spielen-Band-Christine-Galka/dp/0014110016/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1377469568&sr=1-2
    Den Link halt kopieren und korrigieren…

    Irgendwie kann ich mein Glück noch so gar nicht fassen: Ursprünglich habe ich mir überlegt bei thoman das Yamaha V5 Set zu kaufen, fand allerdings ziemlich bald eine Menge an negativen Kommentaren im Internet was dies Geige betrifft. Mein nächster Plan war mir einen Lehrer zu suchen der mir dann einen guten Geigenbauer empfiehlt wo ich mir eine richtig gute mieten könnte. Schlussendlich kam aber alles anders, da ich zuerst die Geige gratis bekam (geliehen) und dann ist auch noch der Lehrer günstiger als befürchtet. Und all das ging jetzt eigenltich richtig Schlag auf Schlag innerhalb eines Monats…

    Ich werd euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten und mich in eine paar Wochen wieder mal melden wenn ich schon mehr sagen kann wie’s denn so aussieht mit meinen Fortschritten!

    Auch euch noch viel Freude und Erfolg!
    Thomas

    Ps.: Wird in Zukunft auch nicht mehr so ein Roman werden – versprochen!

    Antworten

  24. Ganz besonders gefallen mir übrigens Vivaldis Winter, Mendelssohns Violinkonzert und Tschaikovskis Konzert für Violine und Orchester 🙂

    Antworten

  25. Hallo Adelar, schön, dass du dich für das Geigespielen entschieden hast. Mir ging es ähnlich, ich hab auch erst ein dreiviertel Jahr nach meiner „fixen Idee“ Geige spielen zu wollen, wirklich damit angefangen. Ich hab immer hin und her überlegt, ob ich zu alt bin, ob das was für mich ist, ob mein Gehör gut genug ist. Aber immer, wenn ich eine Geige im Fernsehen oder so gesehen hab, wollte ich das auch unbedingt können und hab dann beschlossen, es einfach zu probieren und bin froh, dass ich es gemacht hab. Ich spiele ca. 2 Jahre und langsam klingt es gar nicht schlecht. Es ist nicht einfach, aber wenn du übst und Spaß dran hast, dann kann man auch super als Erwachsener Geige lernen und gut werden.

    Antworten

  26. Hehsu

    Hallo Thomas,

    auch von mir herzlich willkommen! Und ich gratuliere dir, dass du deinen Wunsch verwirklichst und auch gleich solches Glück dabei hast! 🙂
    Danke für den Link zu der Erwachsenen Schule, die werde ich mir auch genauer ansehen!
    Dafür habe ich auch einen Link für dich:
    Für geraden Bogenstrich 🙂

    http://www.paganino.de/shop/k1787/a228142/pacato-bogenkorrektor.html

    Übrigens habe ich auch gute Erfahrung mit den Bow Hold Buddies auch bei Erwachsenen gemacht:
    http://www.paganino.de/shop/k1787/a229226/bow-hold-buddy-griffhilfe.html

    Die kannst du aber auch im Violinorum Katalog bestellen:
    katalog.violinorum.de

    Du solltest aber auf jeden Fall vorher deinen Lehrer fragen, ob er das kennt bzw. damit arbeiten möchte!

    Ich freue mich auf weitere Berichte!

    Viele Grüße,
    Susanne

    Antworten

  27. Sodala! Nun ist doch einiges an Zeit vergangen seit meinem letzten Posting hier…
    Eigentlich kaum zu glauben, aber nun spiele ich schon seit ganzen 10 Wochen Geige 🙂 Freude bereitet es mir immer noch sehr, wenngleich die Motivation zum Üben natürlich nicht jeden Tag gleich groß ist.

    Was mich beeindruckt ist, dass der Übungserfolg eindeutig wahrzunehmen ist und das bereits nach so kurzer Zeit. Ich habe einmal wöchentlich eine Stunde Unterricht und übe so ca. 30 bis 60 Minuten täglich. Inzwischen bekomm ich den Bogenstrich auch schon ziemlich gerade hin und gerade was das Tonziehen betrifft wusste mein Lehrer nach der ersten Kontrolle nicht was er daran korrigieren sollte. Natürlich klingt es nicht perfekt, aber von der Technik her scheints zu passen.

    Überhaupt macht mein Lehrer mit mir bereits ziemlich viele musikalische Feinheiten wie crescendo, „auf einen Ton hinarbeiten“, abfrasieren, Bogenwechsel mit sauberem Übergang ohne Pause und „hauchen“, zweimal der gleiche Ton hintereinander auf der gleichen Saite… Macht das Ganze ziemlich interessant. Und wie gesagt, der Übungserfolg stellt sich ein! Gerade was den geraden Bogenstrich betrifft ist es ja anfänglich eine ziemliche Herausforderung die rechte Hand mal von sich weg und dann wieder mehr entlang des Körpers zu bewegen. Und das dann auch noch immer schneller!

    Inzwischen haben wir auch bereits mit der linken Hand begonnen, mit dem ersten Finger um genau zu sein. Da bin ich derzeit am Experimentieren was für mich insofern auch eine Herausforderung ist, als dass wir im Unterricht entdeckten, dass meine unterbewusste Vorstellung von einem Ganztonschritt wohl eine zu große ist… Hab mir da jetzt eine app fürs iphone gekauft um mir damit große Sekunden anzuhören und dann auch gelerntes abzuprüfen (Better Ears heißt das Teil und war nicht gerade billig). Also offiziell bin ich beim ersten Finger, inoffiziell probier ich natürlich auch alle vier zu intonieren, da es mir persönlich hilft die richtige Intonation zu hören wenn ich Vergleichswerte habe (anhand der Deltas zwischen den Tönen sozusagen). Auch anhand bekanter Melodien wie die mit den Entchen und dem kleinen Hänschen 🙂 Außerdem möchte ich halt langsam mehr spielen können als immer nur die Begleitung. Aber ich weiß schon – Geduld! 🙂

    Beim Lernen der Intonation ist mir auch aufgefallen, bzw. hab ich mich in lezter Zeit gewundernt, dass/warum die A-Saite plötzlich so komisch klingt. Fast schon wie bei so Kinderinstrumenten. Hab dann genauer geschaut und entdeckt, dass die A-Saite bereits ganz im Steg „versunken“ ist (anstatt wie die anderen nur halb) und auch beim Sattel scheint sie sich richtiggehend festgekrallt zu haben. Dort ist es sogar so weit, dass man nach dem Kontaktpunkt der Saite in Richtung Wirbel an einer Stelle den Kunststoffkern der Saite zwischen den Windungen der Metallumwicklung herausschauen sieht. Da werd ich mich also morgen wieder mal auf den Weg zum Geigenbauer machen…

    Nachdem ich ursrpünglich einen ziemlich alten „Formkoffer“ hatte wo ich mir nicht so sicher war ob der jetzt aus Holz oder Karton mit Lederimitat besteht und eben keinen allzu stabilen Eindruck erweckte, hab ich mir kürzlich einen voll genialen Geigenkasten zugelegt: Den Jakob Winter 3024 CS BDB um genau zu sein. Ich sag euch, das Teil ist genial! War zwar nicht gerade günstig aber bei Thoman doch standardmäßig um einiges günstiger als die UVP des Herstellers.
    Außerdem hat er eine Lifetime Garantie auf Material- und Produktionsfehler 🙂

    Wo wir gerade dabei sind: Was haltet ihr denn von Viol zur Reinigung und Pflege des Korpus? Hab es mir zusammen mit dem Pirastro-Saitenreiniger zugelegt aber zur Sicherheit noch nicht angewandt bevor ich mir da womöglich an der Leihgeige den Lack beschädige… Verwendet ihr Leinen oder Mikrofasertücher zur Reinigung/Abstauben nach dem Spielen?

    Wie gesagt, mir macht das Geigenspielen noch immer Spaß wie am ersten Tag, wenn nicht inzwischen sogar mehr und rückblickend lässt sich bereits sagen, dass es eine gute Entscheidung war damit zu beginnen. Werd wohl noch einige Zeit weitermachen denn vor habe ich eigentlich schon das Ganze so gut wie nur irgend möglich zu lernen 🙂 Bin schon gespannt wie’s weitergeht!

    Auch euch weiterhin viel Freude mit euren Geigen!

    LG,
    Thomas (sind wir da jetzt eigentlich schon zu dritt im Bunde?!)

    Antworten

  28. Heute war ich beim Geigenbauer und der hat mir den Steg gerichtet. Jetzt liegt die A-Saite wieder nur auf anstatt darin zu versinken 🙂 Bezüglich Sattel meinte er, dass es sich um einen ziemlich scharfkantigen handle man aber nicht unbedingt sofort was machen müsse. Das Ganze machte er mir auf Garantie, da der Steg noch von ihm selbst war als er mir die Geige vor drei Monaten auf Vordermann brachte 🙂 Ich denke schon, dass es jetzt besser klingt, aber zur Sicherheit werd ich einfach mal meinen Lehrer fragen…

    Tja, und wie ehrlich gesagt bereits befürchtet, riet er mir von Viol aufs schärfste ab. Aber immer noch besser als erst durch den Schaden klug zu werden…

    Susanne, in deinem Posting vom 3.4. schriebt du folgendes:
    „Für eine halbwegs gute Geige, mit der du auch Spass hast, musst du schon einiges hinlegen […].“
    Welchen Betrag hattest du denn da ungefähr im Kopf? Ca. 1200 oder doch schon eher 5000 Euro aufwärts?

    Antworten

  29. Adelar

    Ich bin mir desse bewusst, dass eine allgemeingültige Antwort auf meine Frage wohl eher schwierig, wenn nicht sogar unmöglich sein dürfte. Immerhin hängt das „mit ihr auch Spaß haben“ auch davon ab wo und wie man sie verwenden möchte: Nur alleine, im familiären Umfeld, Freundeskreis oder vielleicht sogar öffentliche Konzerte. Je nachdem wird man wohl eine andere Geige zu wählen haben… Für die 1200 wird man wohl „nur“ eine zugekaufte und dann ersteingerichtete Geige bekommen. Meine Frage sollte also wohl eher lauten ob man denn üblicherweise (bzw. nach euren Erfahrungen) mit so einer Geige bis zum Ende der Ausbildung zufrieden sein kann? Oder sollte man sich im fortgeschritteneren Stadium eher schon eine komplett handgefertigte Geige zulegen? Wie war das denn bei euch? Reichen denn da dann überhaupt 5000 Euro wenn ein Geigenbauer eine Geige von Grund auf selbst per Hand fertigt – also von dem Aussuchen des Baumes und Fällen desselbigen bis hin zu Lackierung und Einstellen nach Kundenwunsch alles selbst macht? Wohl eher nicht, oder? Wie gesagt, ich erwarte mir hier keine allgemeingültigen Aussagen, sondern rein Vergleichswerte. Ich bin nun mal neu „im Geschäft“ und dementsprechend noch voller Fragen 🙂

    Antworten

  30. nce

    Also ob das ein Geigenbauer zu diesem Preis machen würde, kann ich nicht wirklich beurteilen 😉 mir erscheint der Betrag für eine wirklich individuell designte Geige zu niedrig. Aber wer weiß – fahr mal nach Rumänien, nach China … Unter normalen Umständen – und normal heißt, dass Du Dich im „Amateur-Segment“ bewegst und weder eine Profi- noch eine Solisten-Karriere anstrebst – ist so ein Mega-Aufwand aber sowieso weder nötig noch sinnvoll. Wir hatten das Thema schon verschiedentlich, blätter mal durch die Themen, die ich oben unter „Verwandte Beiträge“ verlinkt habe. Meine Meinung ist, kurz gefasst: Der Preis der Geige ist an sich erst einmal zweitrangig – es gibt irgendwo einen Maximalbetrag, den Du Dir leisten kannst, und der ist die Obergrenze. In diesem Bereich suchst Du nach dem Instrument, das Deinen spieltechnischen Anforderungen (auch, was Deine Entwicklung angeht) und Deinen klanglichen Vorstellungen am besten entspricht. Als Anfänger bist Du immer gut beraten, Deinen Geigenlehrer hinzuzuziehen, wenigstens, wenn Du ein Instrument ins Auge gefasst hast. Wenn er Dir zurät und Du die Geige haben willst: kaufst Du sie Dir. Es kann dann durchaus sein, dass Du 200 oder 2.000 Euro ausgibst – das hängt am Ende auch von Faktoren ab, die mit der musikalischen Eignung des Instruments für Dich wenig zu tun haben: Guter Name, Marktumfeld, auch Glück …

    Antworten

  31. nce

    Ah, noch eine technische Anmerkung: Liebe Smartphone-Nutzer 😉 die „Verwandten Beiträge“ findet Ihr natürlich nicht „oben“, sondern im Gegenteil: „unten“. Aber das seid Ihr ja bestimmt schon gewohnt …

    Antworten

  32. Hehsu

    Lieber Thomas,

    jetzt hat es eine gute Weile gedauert, bis ich wieder hergekommen bin und alles gefunden habe (entschuldige Nils, ich brauche immer etwas länger… 🙂 ).

    Naja, von wegen, welche Preiskategorie, schliesse ich mich Nils an. Du kannst durchaus auch unter 1.000,- fündig werden und ein Instrument bekommen, das dir gefällt, das so klingt, wie du es dir vorstellst. Grundsätzlich heisst nicht, teurer muss besser sein.
    Wenn du dir gleich ein besseres Instrument zulegen willst, überlege dir dein Limit, über das du nicht gehen willst oder kannst. Dann frage Geigenbauer nach Instrumenten dieser Kategorie, nimm deinen Lehrer mit und probiere die Instrumente aus. Im Idealfall spielt dein Lehrer dir auf den verschiedenen Instrumenten vor, aber du solltest auch selbst ausprobieren, ob dir das Instrument auch liegt, ob der Klang am Ohr für dich gut ist usw….

    Viele Grüße,
    Susanne

    Antworten

  33. Adelar

    Echt heftig wie schnell die Zeit vergeht! Jetzt spiele ich doch glatt schon VIER Monate Geige! Vor einer Woche hab ich dann auch mit dem zweiten Finger begonnen 🙂 H-Fis-Cis und Gis also. Insgesamt kann ich somit jetzt 12 verschiedene Töne spielen. (Bzw. 9, da 3 ja doppelt vorkommen).
    Heute hatte ich auch meinen ersten kleinen Auftritt! In der Kirche hatten wir zu Mittag eine kleine Feier und ich spielte in einem Streicherquintett „O du fröhliche“. Wir waren 3 Violinen, 1 Viola und 1 Cello. Ich spielte die dritte Violine wobei eine Freundin für mich die Noten der Bratsche oktaviert hat damit ich sie auch mit zwei Finern spielen kann 🙂 Hat echt Spaß gemacht und ich wurde für meinen geraden Bogenstrich und guten Ton gelobt. Natürlich hab ich an manchen Stellen zu schleppen begonnen und ich glaub das Fis und das H wohl nicht so ganz getroffen, aber das fällt ja in der Gruppe nicht so auf 🙂
    Ich hab gehört die wollen mich doch tatsächlich mit nächstem Jahr schon ins Musikteam aufnehmen! Hilfe! Mal schaun… 🙂 Wäre auf jeden Fall eine super Motivation und Möglichkeit zu üben!

    Antworten

  34. Hehsu

    Hallo Thomas,
    gratuliere sehr herzlich zu deinem Auftritt! 🙂
    Man merkt, wie viel Spass es dir gemacht hat und das freut mich sehr!

    Viele Grüße und schöne Weihnachtszeit!
    Susanne

    Antworten

  35. Adelar

    Danke!
    Ja, hat echt Spaß gemacht und falls ich es schaffe bis Dienstag die nötige Perfektion zu bekommen spielen wir zu zweit „Engel bringen frohe Kunde“ 🙂 Dafür brauch ich aber dann halt schon alle vier Finger…

    Auch euch allen noch eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit!
    Thomas

    Antworten

  36. Adelar

    Aus dem Lied von vorigem Kommentar wurde dann nichts, ich konnte ja erst die ersten beiden Finger so halbwegs…

    Und schon werden aus 4 kleinen Monaten ihrer 13! Zaach! So schnell vergeht die Zeit…
    Jetzt kann ich schon die erste Lage (zumindest in der „Standardpostition“ mit den Vorzeichen beim zweiten Finger. h, fis, cis und gis also.). Staccato und Legato haben wir inzwischen begonnen und auch die sogenannte „Quallenübung“ für die Ausgleichsbewegung beim Bogenwechsel haben wir ein paar Wochen probiert aber da hab ich mich wohl zu verkrampft, das hat richtig weh tun angefangen. Ach ja, auch das Stimmen der Geige mit den Wirbeln hat mir mein Lehrer gezeigt, mein Problem ist nur, dass ich Angst habe sie mir zu verstimmen und dann eine Woche mit verstimmter Geige übe. Eine Möglichkeit wäre natürlich einmal wöchentlich am Samstag vor dem Unterricht das Stimmen per Wirbel zu üben. Dann kann es der Lehrer gleich darauf wieder ausbessern 🙂
    Wer von euch Christine Galkas „Geige spielen 1“ hat der kann nachschauen wo ich gerade bin. Die zuletzt geübten Stücke waren Bachs „Bauernkantate“ und Mozarts „Komm lieber Mai“. Vor einigen Monaten war auch mal der Pachelbelkanon dran. Zumindest ein Teil davon 🙂 Und mit den Triolen haben wir angefangen. Nebenbei üben wir auch schon Weihnachtslieder – sind ja nur mehr drei Monate 🙂 Dieses Mal könnte ich vielleicht schon die erste Geige spielen statt der dritten, nur mit dem Vibrato haben wir noch gar nicht begonnen. Vielleicht sollte ich das einfach mal so probieren…

    Antworten

  37. Huhu,
    melde mich mal wieder nach über zwei Jahren. Gut Ding will Weile haben 🙂 Ich hatte so einige Durststrecken… und übe auch nicht stundenlang. Aber es wird immer besser. Ich spiele jetzt ein Concertino von Alexej Janschinow (op. 35), welches schon einige Herausforderungen bietet. Da bin ich schon sehr zufrieden mit, ich weiss auch aus Erfahrung, dass sich Ausdauer am Ende auszahlt. In einem Orchester spiele ich noch nicht, da fühle ich mich noch viel zu unsicher. Aber in ein bis zwei Jahren sollte das möglich sein. Das Vibrato musste ich lange üben. Jetzt klappt es schon ganz gut. Aber bis man das richtig draufhat, vergehen einige Monate. Allen weiterhin viel Spaß. Der Weg ist das Ziel.
    Vic

    Antworten

  38. Also ich bin jetzt 52 und spiele seit 2 Monaten Geige. Ich muß sagen: es macht riesigen Spaß und ist auch mit viel Fleiß ganz gut zu schaffen. Nur Mut, einfach anfangen. Meine Lehrerin ist begeistert wie schnell wir weiter kommen 🙂

    Antworten

  39. Klar geht das. Ich kann von einer sehr beachtlichen Leistung berichten: Ich habe einen Schüler, der hat mit 60 angefangen und spielt nach 10 Jahren das „kleine“ D-Dur-Konzert von Mozart (Nr. 2) ziemlich passabel. Er nimmt zwei Unterrichtsstunden/pro Woche und übt viel (nach eigenen Angaben 10-20 Stunden in der Woche).

    Antworten

  40. Ich bin jetzt 55 Jahre alt , habe Geige üben/spielen vor 6 Jahren begonnen bei einer sehr lieben Privatlehrerin. Unterricht habe ich seit dem 1mal die Woche 1Std und ich übe fast täglich von wenigen Minuten bis über 1/2 Std. Es war schon immer mein Trauminstrument. Habe mit 30 Jahren ohne Notenkenntnisse mit Klavier angefangen bei einem Privatlehrer. Nachdem meine eigenen Kinder selbst mit Klavierspielen angefangen haben habe ich damit aufgehört, aus Zeitgründen. Habe mir dann vor 6 Jahren bei einer Bekannten die Geige für ein Jahr ausgeliehen um zu testen ob es wirklich mein Instrument ist, das ich spielen möchte. Und das war es von Anfang an. Nach einem Jahr habe ich mir beim Geigenbauer eine eigene Geige gekauft. Mir bereitet das Spielen immer noch sehr viel Freude, Lagenwechsel bereitet mir fast keine Schwierigkeiten mehr. Vibrato fange ich jetzt erst an zu üben und da tue ich mich noch etwas schwer. Ich weiß dass ich keine großen Konzerte spielen werde, aber ich freue mich jedes mal wenn ich ein neues Stück höre und sehe und mir die Noten anschaue, dass ich das irgendwann selbst spielen kann wenn ich das intensiv übe. Und dieses Gefühl ist ein sehr schönes Gefühl.
    Wenn der Wunsch da ist das Geigenspielen zu erlernen, kann ich nur jedem raten es zu versuchen. Vorausgesetzt man ist bereit genügend Zeit für das Üben aufzubringen und auch seine Erwartungshaltung an sich selbst am Anfang nicht zu hoch zu setzen.
    LG Theresia

    Antworten

  41. Hallo Leute 🙂

    Ich muss sagen, dass Violine spielen ist gute Sache. Ich spiele schon 5 Jahre Violine und ich damit immer noch Spaß habe. Am schwierigsten finde ich Doppelgriffe in der Lage.
    Die Konzerte von Tchajkovskij und Bruch sind sehr schwer finde ich

    Antworten

  42. Ein Zufall hat mich hergebracht. Und ich bin auch gar keine Geigerin, sondern habe mit 65 Jahren angefangen, Cello zu lernen. Ich kann nur müde lächeln, wenn ich alle die Vorbehalte lese. Sicher, manches geht im (fortgeschrittenen) Erwachsenenalter langsamer, aber who cares – ich stehe ja nicht im Wettbewerb mit 18jährigen!! Für mich kann ich nur sagen, dass ich nun seit einem Jahr spiele, die Begeisterung nicht nachlässt, dafür das Verständnis für klassische Musik enorm gewachsen ist und ich glücklich bin, wenn ich die schönen Töne meines Cellos genieße, von denen ich oft nicht genug kriegen kann. Ein paar Beispiele für mein mittlerweile erworbenes Repertoire: Der Schwan von Sans-Saens, Air von Bach (die bekannte) und viele kürzere Stücke von namhaften Komponisten. Also bitte – nicht lange überlegen, sondern nur anfangen. Aufhören kann man ja immer noch und ein ordentliches Instrument zu leihen ist auch möglich. Qualifizierter Unterricht ist meiner Meinung nach allerdings ein absolutes Muss.

    Antworten

  43. Jetzt nach einem Jahr, muß ich sagen, auch im fortgeschrittenen Alter, bin jetzt 53, kann man mit Fleiss und Spaß Geigespielen lernen. Habe riesige Fortschritte gemacht und mittlerweile auch ein eigenes Instrument. Also nur Mut, einfach anfangen und viel üben. 🙂

    Antworten

  44. Hallo ich spiele geige Ich habe maturit und diplom fur die Schule ich zuche eind platz fur mich helfen sie mihr bitte danke Julius Stuttgart

    Antworten

  45. Dieser Beitrag ist sehr interessant! Dass man ab einem gewissen Alter nicht mehr ein Instrument, geschweige denn ein Streichinstrument, lernen kann, hält sich äußerst hartnäckig. Aber wie ein Lehrer mal gesagt hat, „Es gibt kein zu alt, es gibt nur ein zu faul“ und ich denke das trifft es im Kern. Sicher, wenn man mit 30 anfängt wird man wohl kaum mehr Berufsmusiker werden, es sei denn man hat ein außerordentliches Talent. Aber „gut“ Geige spielen wird man da auf alle Fälle noch lernen können. Ich hab auch lange mit mir gerungen, weil ich großen Respekt vor Streichinstrumenten habe, aber letztenendes habe ich mir gesagt: scheiß drauf! Ist doch egal, mehr als versuchen kann man nicht, ist schließlich keine Hexerei und hab jetzt endlich den Anruf von der Musikschule bekommen, dass ich einen Platz für Geigenunterricht bekommen habe. Ich bin ja schon so gespannt!!! Und ich bin übrigens auch schon 28! Allerdings hatte ich schon in meiner Jugend die Musikschule besucht, ich hoffe, dass mir das jetzt auch zu Gute kommt. Also: Wenn man es will…. einfach machen! Man muss nur dran bleiben und die nötige Disziplin aufbringen, dann wird das!

    Antworten

  46. Hallo liebe Mitstreiter,
    mein Name ist Julia und ich bin 28 Jahre alt. Schon seit Jahren hege ich den Wunsch Geige zu lernen. Kann man auch ohne großartig vorher ein Instrument gespielt zu haben, Geige spielen lernen? Ich hab mich vorher nie getraut, weil dachte das kann man nur wenn man schon profunde Kenntnisse in Notenkunde hat. Kann mir jemand vielleicht einen Tip geben wie ich beginnen soll.
    Lg Julia

    Antworten

    • Hallo Julia!
      Ich möchte dir mal antworten. Ich bin frisch 30 geworden und hatte gestern meine erste Probegeigenstunde in der örtlichen Musikschule. Ich habe schon länger den Wunsch ein Instrument zu erlernen und habe mich nun für die Geige entschieden. Ich kann weder Noten lesen noch habe ich irgendwelche musikalischen Erfahrungen. Mein Lehrer sagte mir, dass wäre überhaupt kein Problem, man würde alles während des Unterrichts lernen. Und gestern habe ich schon die ersten Noten spielen und lesen können 🙂
      Ich rate dir: Pack es an! Geh zu einem privaten Lehrer oder in die Musikschule und lerne Geige! Ich werde es jedenfalls jetzt in Angriff nehmen.
      Viele Grüße
      Kathi

      Antworten

    • Hallo Julia…
      Mein Name ist Andreas und habe mit 28 mit dem Violin Unterricht begonnen. (vor 9 Monate). Dabei habe ich mir vorgenommen im Jahr 2015 zu beginnen. Da ich mein Vorhaben 3 Jahre immer wieder verschoben habe setzte ich ein Termin. Ich sagte im Jahr 2015 fange ich an.

      Dabei nahm ich mit einer Violin Lehrerin in meiner Umgebung Kontakt auf. Sie hat oft gezögert und somit hatte ich einen Grund zu sagen dass es nicht meine Schuld ist Anzufangen.
      Ende November hatte ich noch nicht einmal einen Termin. Also entschloss ich mich einen anderen Lehrer zu kontaktieren. Der Termin wurde kurzerhand Fixiert und so begann ich am 14.12.2015 mit dem Unterricht an. Mein letztes Jahresziel war somit erfüllt.

      Darum sind meine Tipps:
      Fixiere einen Termin
      Kontaktiere Lehrer bis dir einer Menschlich zusagt.
      Fang mit dem Spielen an egal wie Schlecht deine Violine ist. (Meine erste Geige war für 250 Euro)
      Kauf dir eine schöne Geige wenn du sicher bist das Violine spielen dir zusagt.
      Gehe jede Woche damit du Fortschritte machst und auch ein Motivationsloch überbrücken kannst.
      Besprich mit dem Lehrer welche Stücke dir gut gefallen um diese dann spielen zu können. (nicht gerade die schwersten ;).)

      Nach 8 Monaten fing ich an meine ersten Lieder zu üben. Da ich Irish Folk mag versuchen wir uns an ein etwas schwierigeres Stück (Loch Lomond). Jedoch macht es mir so Freude dass ich immer am Ball bleibe.

      Von Herzen wünsch ich dir viel Glück beim Suchen eines tollen Lehrers. Bei Fragen kannst du mich gerne anschreiben. Andreas_jenni@msn.com.

      Ps: Noten konnte ich nicht lesen. Mittlerweile funktioniert auch das.

      Antworten

  47. Hallo,

    ich habe mich bis hierher durch die vielen Äußerungen gearbeitet und bin jetzt ziemlich fest entschlossen, mich im Geigespielen zu versuchen.
    Bereits als Kind war ich davon begeistert, da es aber die Zeit war, als elektronische Heimorgeln
    absolut IN waren, wurde eine solche angeschafft.
    Ich hatte 1 Jahr lang Unterricht, danach verstarb leider mein Lehrer.
    Ich habe mir in der Folgezeit selbst das Eine oder Andere beigebracht und spiele auch heute noch ab und an schlecht und recht in einer Kirche.
    Ein paar Jahre später habe ich dann mit Cello angefangen, völlig begeistert, habe aber auch dann wieder aufgehört, als sich unsere Tochter anmeldete.
    Mittlerweile erstreckt sich meine musikalische Beschäftigung auf die Mitwirkung in diversen Chören, aber das Gefühl vor den Konzerten, wenn die Geigenkästen ausgepackt und die Instrumente gestimmt werden, kann ich nur als Sehnsucht bezeichnen.
    Heute habe ich Kontakt mit einer Geigenlehrerin in meiner Stadt aufgenommen, sie scheint gar nicht abgeneigt zu sein, mit mir zu arbeiten .
    Ach ja, ich vergaß zu erwähnen, dass ich heuer mein 52.Lebensjahr zu vollenden das Vergnügen hatte .
    Das, was ich hier gelesen habe, hat mir Mut gemacht, es einfach zu versuchen und auszuloten, wie weit ich komme.

    Viele liebe Grüße

    Nati

    Antworten

  48. Hallo zusammen. Wenn ich eine Geige höre läufts mir kalt den Rücken runter so sehr liebe ich die Klänge. Wie gerne würde ich mit meinen 51 Jahren noch anfangen das spielen auf diesem Instrument zu lernen. Doch habe ich eine Behinderung. Ich verlor mit 5 Jahren das erste und zweite Glied meines Zeige- und Mittelfingers der rechten Hand. Nun meine Frage; Kann ich überhaupt den Bogen richtig halten, oder ist es unweigerlich zum scheitern verurteilt?
    Bedanke mich schon mal für hilfreiche Antworten.
    Liebe Grüße Helge

    Antworten

    • Unmöglich erscheint es mir nicht, gerade auch da du 45 Jahre Wege gefunden hast, damit zurechtzukommen.
      Wie sagt man so schön: Probieren geht über studieren!

      Antworten

    • Ich halte das für durchaus möglich. Du wirst halt eine etwas andere „Bogenhandstellung“ haben, aber da Du im Alltag Deine motorischen Fähigkeiten auf Deine Situation umgestellt hast und das Gehirn diese Prozesse ja mitmacht, wird das bestimmt klappen. Aus meiner Sicht ist das kein Hinderungsgrund. Man muss nur aufpassen, damit man die zeitweilige Unlust am Üben oder auch die hin und wieder auftretende Frustration und das Hadern mit seinen Fortschritten nicht diesem Umstand anlastet. Viel Glück und viel Spaß mit der Fiedel!!

      Antworten

      • Vielen Dank an Euch für das Mut machen. Freue mich schon auf das üben. Muss mich dann nur noch nach einer günstigen Violine umsehen für den Anfang. Habt ihr mir evtl. Tipps was für eine geeignet ist und wo ich diese am besten kaufe? LG Helge

        Antworten

  49. Ich bin 56 und möchte hier auch bedingt anfangen. Es klingt wirklich positiv, in in der Nähe on Graz zu Hause und würde gerne wissen ob es hier irgendwo einen Geige Lehrer gibt.Würde mich über er positives Meldungen freuen.
    Liebe Grüße Elfi

    Antworten

  50. Hallo an Alle! Auf dieser Seite bin ich gelandet mit der Frage: Geige spielen lernen mit 66 Jahren.
    Ihr seid ja alle noch so jung!!!!!!
    Klavier spiele ich zum Hausgebrauch und Noten lesen kann ich auch. Geht da Geige noch???
    Karin

    Antworten

  51. Als Kind wollte ich sehe gerne Geigenspielen lernen, leider ist das nicht möglich gewesen.Mit 44 habe ich doch angefangen und viele Jahre gelernt ( 9 Jahre ) . Aus verschieden Gründen kam dann eine Pause von über 10 Jahren.Jetzt seit über 2 Jahren bin ich wieder dabei. Selbstverständnis sind die Fortschritte nich so wie bei einem fleißigen Kind, trotzdem in der Zeit habe ich unglaublich viel gelernt und vor Allem noch mehr Leidenschaft im Geigenspiel gefunden.Die Stücke die ich spiele
    werden immer anspruchsvoller und die Interpretation immer besser so macht das wirklich Spass.
    Inzwischen kann ich täglich längere Zeit Spielen und bin dabei wirklich glücklich.Ich hoffe das ich irgendwann meiner Familie und Freunden einen schönen Abend gestellten kann.Das hat mir meine liebe und geduldige Lehrerin ermöglicht.Dafür bin ich sehe dankbar.
    Also ich wünsche allen “ Alten“ traut euch sonst geht euch was verloren.
    Liebe Grüsse
    Micha

    Antworten

  52. Hallo Karin,

    ich selbst spiele seit 5 Jahren Bratschen mit 45 J und habe mit einem Herren angefangen, der jetzt 75 ist … Ich komme etwas schneller vorhan als er, aber er übt auch weniger … hat ja als Rentner weniger Zeit als ich als Arbeitsbiene!!!
    Es ist mit Übung vieles möglich und es macht allen Spaß …
    Fang an!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.