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Geige üben im Sitzen oder im Stehen?

Sehr geehrte Experten, erst einmal: toll dass Sie hier mitmachen! Ich bin keine Musikerin und meine Frage ist daher vermutlich etwas naiv … aber unsere Tochter, 12 Jahre, spielt gern und ganz gut Geige, aber sie hat einen kleinen Streit mit ihrem Geigenlehrer. Er will, dass sie immer im Stehen Geige übt und spielt, aber vor allem wenn sie zu Hause übt will sie eben lieber sitzen. Was ist richtig? Ich meine, im Orchester sitzen ja auch die GeigenspielerInnen. Also kann es ja als Haltung nicht ganz falsch sein? Gibt es dennoch Gründe unbedingt im Stehen zu üben? Unsere Tochter übt ca. 1 – 1,5 Stunden pro Tag, und sie möchte es gern ein wenig bequemer haben … Vielen vielen Dank für Ihre Antwort! Liebe Grüße, Anne

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Mitglied von violinorum.de

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Leider bin ich der Meinung des Geigenlehrers. Üben im Sitzen ist etwas für Profis. Die meisten Orchestermusiker sitzen auf der Stuhlkante sehr aufrecht. Sie kennen ihre Bewegungsabläufe sehr gut. Ein Kind wird sofort im Ganzen oder Teilen des Körpers zusammensacken. Der Bogen droht ans Bein zu kommen- die Bogenmenge würde dadurch reduziert. Bei Rückenschmerzen lindert das die Symptome aber nicht die Ursachen. Die Aufmerksamkeit hat nicht den gleichen Tonus. Die Geige sinkt fast immer nach unten. Das Kind übt eine Situation, die sich beim Vorspiel dann ändert. Die Stellung der Füsse, Beine, des Beckens, der Wirbelsäule, sowie der Gewichtsverlagerung auf den Füssen sind eigene Lernziele des Schülers, die unter anderem durch die Sitzposition verhindert werden. Wenn das Kind aber in einem komplizierten Alter ist und damit droht, gar nicht mehr zu üben, muss man natürlich „die Karten neu mischen“.

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