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Geigenunterricht mit Foto- und Video-Unterstützung?

Fragezeichen - die Mittwochsfrage auf violinorum.deEs ist doch inzwischen ziemlich genau zwei Jahre her, dass ich mit Benjamin Ramirez ein sehr interessantes Gespräch geführt habe – in dem er u.a. ein Kamerastudio für jede Musikhochschule forderte. Die Selbstbeobachtung ist beim Erlernen von Geige, Cello, Bass & Co. nicht unwichtig, und während man früher mit einem Spiegel vorliebnehmen musste, bieten die Digitalfotografie und auch die weit verbreiteten Möglichkeiten, Videos aufzunehmen, viele neue Chancen. Nutzt Ihr sie?

Setzt Ihr beim Unterricht bzw. beim Üben auf Foto- und Videounterstützung?

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht, sowohl was das Üben angeht als auch die Technik? Was könnt Ihr empfehlen? Könnt Ihr auf Ressourcen in Euren Musikschulen zurückgreifen, ist das da überhaupt ein Thema?

Einen anderen Aspekt hat Ramirez in unserem Interview auch erwähnt – wie hilfreich es sein kann, andere Musiker und Vorbilder in Filmaufnahmen zu studieren. Ich persönlich gucke mich unglaublich gern in die Technik guter Cellisten hinein, im Konzert, aber auch im Video – wie steht es mit Euch, und haltet Ihr das für eine interessante Methode im Geigenunterricht?

Und auch bei dieser Mittwochsfrage könnt Ihr sieben Tage lang auf die Antworten klicken – diskutieren auch darüber hinaus.

Umfrage Foto-Video-Unterstützung

Umfrageergebnis Foto-Video-Unterstützung

Autor:

nce

Nils-Christian Engel ist Marketing-Mensch und begeisterter Amateur-Cellist

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Den Profis auf die Finger (youtube) zu schauen, hat für mich schon so manches Fingersatz- oder Interpretationsproblem gelöst. Selbst eine Kamera vor der Nase zu haben, da würde ich mich jedoch zu sehr beobachtet fühlen.
    In der Musikschule sieht man immer wieder stolze Eltern, die zu Klassenvorspielen jeden Ton / Bild ihrer Kinder aufnehmen. Und wenn der Vortrag noch so schief ist, weil eben das Erlernen eines Streichinstrumentes seine Zeit braucht. Ich hoffe dann immer nur für die Kleinen, dass das Video nicht im Internet auftaucht.

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  2. Hehsu

    Ein wenig schwer fällt mir die Wahl diesmal – ich nutze Fotos und Video schon im Unterricht, aber eher selten. Viele Kinder sehen sich nicht so gerne in „falscher“ Haltung. Das funktioniert mit dem Spiegel oft doch besser….
    Bei Vorspielen denke ich meistens nicht daran – und meine Kollegen leider auch nicht. Obwohl sowohl ein sehr gutes Aufnahmegerät als auch eine Video Kamera verfügbar wären.
    Meine eigenen Kinder nehme ich bei Vorspielen (manchmal auch im Unterricht) auf, bzw übernimmt das der Großvater, was sehr nett ist, weil er auch immer gleich die DVDs brennt… 🙂 Ins Internet habe ich so eine Aufnahme allerdings noch nie gestellt.

    Selbst habe ich von Youtube Videos auch schon Striche für Orchester abgeschaut…

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  3. Adelar

    Echt super, was man da nicht so alles findet beim Stöbern in alten Beiträgen 🙂

    Ich habe ehrlich gesagt auch schon länger darüber nachgedacht eventuell eine Videokamera in meinen Lernalltag zu integrieren. Der Gedanke kam mir eigentlich ziemlich schnell schon ganz zu Beginn meines Übens. Zuerst hab ich überlegt mir einen großen Spiegel speziell zum Üben zuzulegen (Bogenstrich), was aber aus verschiedenen Gründen nichts wurde. Unter anderem auch deshalb, da ich mir der Zeit immer weniger von der Perfektion der Idee überzeugt war. Mir fiel zum Beispiel auf, dass ich mich vor dem Spiegel im Vorraum immer in eine, was das spätere Geigenspiel betrifft, recht unnatürliche Haltung begeben musste um während des Spielens die Geradlinigkeit des Bogenstrichs zu überprüfen. Im rechten Winkel nach rechts wegschauen. Gleichzeitig musste ich aber auch immer wieder gerade aus schauen um meine Noten nicht aus den Augen zu verlieren… Ideal wäre es doch beides gleichzeitig im Auge zu haben 🙂
    Tja und da kam mir der Gedanke mir eine Kamera mit Stativ zuzulegen, die mich dann beim Spielen von der Seite aus filmt. Sie müsste folglich mit ihrem Objektiv in der Verlängerung der Achse stehen, welche der Bogen beim Strich über die Saiten beschreibt. Und ich stehe dabei vor meinem Notenständer den ich seitlich vor meinem TV platziere. Per HDMI müsste ich mich dann live beobachten können 🙂
    Je mehr ich jetzt darüber nachdenke beim Schreiben, desto konkreter formt sich dieses Projekt auch in meinem Kopf.
    Was haltet ihr denn davon?
    Als Nebeneffekt hätte man später auch noch einen objektiven Vergleich für sich selbst wenn es darum geht zu sehen ob man jetzt wirklich so grandiose Fortschritte gemacht hat oder nicht… Um objektiver reflektieren zu können was den eigenen Lernerfolg betrifft sozusagen. Man hört ja sonst immer nur was andere sagen aber selbst sieht man sich ja nicht wirklich…

    Bin schon auf eure Rückmeldungen gespannt!

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  4. nce

    Hallo Thomas, das ist natürlich absolut sinnvoll – ich würde allerdings beim Spielen nicht auf die Aufnahme schauen, sondern versuchen, den ganzen Apparat um mich herum zu vergessen. Erst dann wirst Du wirklich genau so spielen, genau die Haltung einnehmen und die Bewegungen machen, die gerade Dein Stand sind. Und aufnehmen und hinterher anschauen ist ja heute technisch keine große Herausforderung mehr 😉
    Dann würde ich es auch nicht nur bei einer Perspektive belassen – an so einem Nachmittag kannst Du Dich locker aus drei, vier Positionen filmen. Ich habe gerade nochmal bei Benjamin Ramirez nachgesehen – schau Dir ruhig mal seine Website an, insbesondere das Video – da hast Du einen Eindruck davon, wie weit man die Sache treiben kann, ein entsprechendes wissenschaftliches Interesse vorausgesetzt. Aber auch ein paar Stufen darunter kannst Du interessante Experimente anstellen und sicher viel über Dich und Dein Spiel lernen.

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  5. Hehsu

    Hallo Thomas,

    sich selbst aufnehmen ist auf jeden Fall eine sehr gute Idee!
    Ich würde aber auch sagen, versuche, während der Aufnahme nicht daran zu denken, sondern schau dir in Ruhe nachher alles an. Sonst wird es unnatürlich.
    Ausserdem kannst du damit deine Fortschritte nachvollziehen.
    Ich konnte damit auch schon Schüler davon überzeugen, dass sie doch sehr gut gespielt haben, obwohl sie selbst vom Gegenteil überzeugt waren…. 🙂

    Herzliche Grüße und schönen Abend,
    Susanne

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  6. Adelar

    Sodala. Die Kamera wäre gekauft 🙂 Jetzt fehlt mir eigentlich nur noch ein funktionierendes Stativ, da ich leider die „Platte“ die man auf das Gewinde unterhalb der Kamera schraubt um diese am Stativ zu fixieren irendwo verlohren habe… Das Stativ selbst ist ein Manfrotto für meine DSLR, folglich für meinen Camcorder absolut ausreichend *g* Mal schaun, sowas muss es doch nachzukaufen geben…

    Vielen Dank auch für eure Tips, ich habe auch gar nicht vor mich beim Spielen permanent zu beobachten. Ich dachte eher so wie man vor dem Spiegel sich immer wieder vergewissert ob man denn noch richtig streicht so könnte ich es mit der Kamera in Verbindung mit dem Bildschirm bequemer machen ohne immer nach rechts schielen zu müssen 🙂

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