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Knickstachel, die zweite

Die Gelegenheit lasse ich mir nicht entgehen ­čśë das Thema haben wir ja schon „unter uns“ gehabt. Sehr geehrter Herr Prof. Mantel, was halten Sie von Knickstacheln? Sehen Sie mehr Vorteile oder Nachteile? Was sind Gr├╝nde, zum Einbau eines Knickstachels zu raten? Ich hoffe, es passt auch in diese Aktion hier, die ich gro├čartig finde!

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Mitglied von violinorum.de

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Es kommt, wie immer, drauf an: Auf die Haltung, die K├Ârpergr├Â├če, die K├Ârperproportionen und nicht zuletzt auf die Gewohnheit.

    Wer gern das Cello flach h├Ąlt (Rostropowitsch) braucht einen Knickstachel schon aus geometrischen Gr├╝nden: Ein gerader Stachel m├╝sste riesig lang und dadurch etwas „wacklig“ sein, um diese flache Position ├╝berhaupt zu erm├Âglichen. Janos Starker, mehr nach vorn geneigt, mit relativ kurzem Stachel, ist ein prominentes Gegenbeispiel.

    Klanglich, wie gelegentlich behauptet, hat die Frage keine Konsequenzen; das Cello schwingt nicht im Frequenzbereich einer Knickstachel- Elastizit├Ąt.

    Ich verschweige nicht, dass ich lieber mit einem geraden Stachel spiele: Es ergibt sich auf diese Weise eine stabile Achse vom Auflagepunkt auf dem Boden bis zur linken Hand. Beim Knickstachel verl├Ąuft diese Achse leicht diagonal durch das Instrument; der Bogen schiebt also das Cello durch den Reibungswiderstand Bogen/Saite gewisserma├čen hin und her, vor allem bei lautem
    Spiel (viel Reibung), was nat├╝rlich durch die Beine verhindert werden kann. Diese ÔÇ×ArbeitÔÇť entf├Ąllt beim geraden Stachel, die Beine brauchen das Cello nicht zus├Ątzlich zu stabilisieren.

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  2. Sp├Ąt aber von Herzen: Vielen Dank! Der Hinweis auf die Achse Hand-Boden ist sehr interessant, ich finde, wenn man das wei├č, kann man es beim Spiel richtig nachempfinden! Dass es klanglich wegen der Frequenzbereiche nichts ├Ąndert, ist auch interessant, zu wissen – falls es einmal wieder zu Diskussionen kommt … Da ist mein eigener Eindruck offensichtlich T├Ąuschung. Ich bin wohl schon in einer Art „Gew├Âhnung“, denn ich spiele noch nicht lange Knickstachel, aber schon ganz gern, und vielleicht klingt es darum besser.

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