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Magazin-Rundschau: crescendo Nr. 6/2012

Das Rauschen im Blätterwald ist ein Geräusch, das man natürlich auch in der Streicher-Welt vernehmen kann – vielleicht nicht so laut wie in anderen Gegenden, aber deshalb nicht weniger interessant! Als kleine Hör-Hilfe bieten wir Euch ab heute eine Magazin-Rundschau im violinorum-Blog: Wo gibt es spannende Beiträge zu Euren – und unseren – Themen, welche neuen Streicher-CDs werden besprochen, welches Porträt lohnt den Gang zum Kiosk.

Den Anfang machen wir mit der aktuellen Ausgabe von crescendo. Das „Magazin für klassische Musik & Lebensart“ muss man nicht lange vorstellen, vielleicht aber soviel vorab: unserer Magazin-Rundschau liegt jeweils die (umfangreichere) Premium-Ausgabe zugrunde. Schaut also vorher rein, wenn Ihr das Heft wegen eines bestimmten Beitrags kaufen wollt.

Der Schlüsselreiz für Streicher auf der aktuellen Titelseite ist – nichts für ungut! – natürlich nicht Alison Balsom im Rosenmeer ihres Kleides, sondern der kleine Hinweis auf „Grimetta“, das neue „Traum-Duo“ Sol Gabetta plus Hélène Grimaud. Die beiden Stars haben sich ja jüngst für ihre CD „duo“ zusammengefunden, die landauf, landab viel Lob erntet. Im kurzen Doppel-Interview verraten die beiden musikalischen Wahl-Schwestern, wie ihre Zusammenarbeit funktioniert – und warum sich auch eine Weltklasse-Cellistin manchmal wie eine „kleine Ratte“ fühlt.

Einen anderen Blick hinter die Kulissen des Kulturbetriebs wirft crescendo in kurzen Gesprächen mit den „stillen Gewinnern“ des renommierten ECHO-Klassikpreises. Unter den Preisträgern ohne Superstar-Status sind natürlich auch erstklassige Streicher und Ensembles zu finden, die zu „ihrem ECHO“ befragt und kurz vorgestellt werden: der Cellist Julian Steckel, das Amaryllis-Quartett, das Münchner Horntrio (mit dem Violinisten Markus Wolf), das do.gma chamber orchestra mit Mikhail Gurewitsch und die Geigerin Rebekka Hartmann.

Auf dem Weg vom „vermeintlichen Underdog“ zur Spitze sieht crescendo die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, das immer noch ohne eigene Spielstätte agieren muss, dafür aber mehr überregionale Beweglichkeit und Selbstbewusstsein im Repertoire zeigt: „Aufbruch in der Pfalz“!

Wie in vielen Magazinen ist auch in dieser crescendo-Ausgabe die letzte Seite eine der interessantesten: Daniel Hope erzählt von seinem DVD-Projekt über Musik im Lager Theresienstadt – und seinen Begegnungen mit den Zeitzeugen Alice Herz-Sommer und Coco Schumann. Das DVD-Projekt ist weit fortgeschritten und soll in der zweiten Jahreshälfte 2013 erscheinen.

Rezensiert werden:

Fast eine Doppelseite widmet crescendo Jan Willem de Vriend und seiner neuen Beethoven-CD: Ludwig van Beethoven: Complete Symphonies und Felix Mendelssohn Bartholdy: Lobgesang, mit dem Netherlands Symphony Orchestra unter der Leitung von Jan Willem de Vriend erscheint dieser Tage bei Challenge Classics.

Weitere Kurzrezensionen empfehlen:

Franz Schubert, Streichquartette Es-Dur D.87 und G-Dur D.887, mit dem Cuarteto Casals (Harmonia mundi)

Felix Mendelssohn Bartholdy, Violinkonzert d-Moll, Doppelkonzert d-Moll u.a., mit Thomas Albertus Irnberger, Edoardo Torbianelli, dem Israel Chamber Orchestra unter der Leitung von Roberto Paternostro (Gramola)

Brahms, Berg: Violin Concertos, mit Renaud Capuçon, Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Daniel Harding (Virgin Classics)

J. S. Bach, 6 Suiten für Violoncello Solo, mit André Navarra (Wiederveröffentlichung bei Calliope)

Jean-Marie Leclair: Récréations de Musique, mit Musica Alta Ripa (MDG)

Concerti von Telemann, Pfeiffer und Graun, mit Hille Perl und dem Freiburger Barockorchester (deutsche harmonia mundi)
Schostakowitsch, Vasks: Canto Perpetuo, mit dem Boulanger Trio (Profil)

Ludwig van Beethoven, String Quartet Nr. II, Kreutzer Sonata in Transkriptionen von Antje Weithaas und Richard Tognetti, mit der Camerata Bern (Avi)

Johan Severin Svendsen, Orchesterwerke Vol. 2, mit Truls Mørk und der Bergen Philharmonic unter der Leitung von Neeme Järvi (Chandos)

Ludwig van Beethoven, Symphony Nr. 3 Eroica, Felix Mendelssohn Bartholdy, Symphony Nr. 4 Italian, mit dem Tafelmusik Baroque Orchestra unter der Leitung von Bruno Weil (Tafelmusik)

Ermanno Wolf-Ferrari, Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 26. Orchestermusik aus Opern, mit Benjamin Schmid und der Oviedo Filarmonia unter der Leitung von Friedrich Haider (Farao)

Franz Schubert, Sinfonien 2&3, mit dem Radio Sinfonieorchester Stuttgart unter der Leitung von Sir Roger Norrington (hänssler Classic)

Und noch?

Nicht unterschlagen möchte ich zwei CDs, die dieser Ausgabe von crescendo Premium beiliegen – neben dem traditionellen Abo-Sampler mit Klangproben neuer CDs ist auch eine Promo-Version des wirklich schönen Hörspiels über Bachs Brandenburgische Konzerte von Markus Vanhoefer dabei – im Original erschienen als „Starkes Stück“ bei Igel Genius …

Autor:

nce

Nils-Christian Engel ist Marketing-Mensch und begeisterter Amateur-Cellist

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