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Magazin-Rundschau: crescendo Nr. 7/2012

Crescendo Nr. 7/2012In unserer Reihe Magazin-Rundschau steht heute ein Blick in die Nr. 7/2012 von crescendo an, mit der das Magazin das Verdi-Wagner-Jahr 2013 einläutet. Bei der Durchsicht eines neuen Heftes für´s Blog markiere ich interessante Seiten (also jene mit Streicher-Bezug) auf die klassischste aller Arten: indem ich eine Ecke umknicke, ein Eselsohr anbringe – was ja auch irgendwie was hat, wenn es um Musik geht …

Natürlich steht man in einem Verdi-Wagner-Heft sofort mehr auf der Opernbühne als in der Kammermusikkammer, und so sind es nicht so viele Esel geworden, die ihre Lauscher aufspannen. Das macht das Heft an sich nicht uninteressant, nur ist eben diesmal nicht so viel Streicherspezifisches enthalten.

Knick eins bekommt die Seite 19, auf der ein lesenswertes Gespräch mit Arabella Steinbacher beginnt. Anlass ist natürlich die Einspielung der Violinkonzerte von Sergei Prokofiev, die die deutsch-japanische Ausnahmeviolinistin unlängst bei Pentatone Classics vorgelegt hat – mehr dazu berichtet meine Rezension im Codaex-Blog. Dass man sich im Hintergrund dieser Produktion tatsächlich Moskau bei minus 20° C vorstellen muss, ist insofern erstaunlich, als viele Streicher Kälte wirklich schlecht aushalten. „Ich habe nur gefroren“, erinnert sich Steinbacher. „Aber irgendwie passt das zur Musik.“

Knick Nummer zwei markiert eine kurze CD-Besprechung, in der Pieter Wispelweys dritte Aufnahme der Cellosuiten von J. S. Bach gelobt wird – natürlich sehr zu Recht, wie ich zu betonen nicht müde werde … Die weiteren Rezensionen und CD-Tipps überfliege ich mehr; sie sollen in der Rundschau nicht mehr so viel Raum einnehmen wie in den vorherigen Beiträgen. Herausgreifen und als Tipp weiterempfehlen möchte ich aber die „Concertos for Viola and Bassoon“, die sich das norwegische Ensemble 1B1 aus Bach und Telemann destilliert hat und mit Lars Anders Tomter (Bratsche) und Martin Kuuskmann (Fagott) ausschenkt – ein Track davon ist auf der beiliegenden crescendo-Abo-CD zu hören.

Ebenfalls sehr spannend ist die neue Veröffentlichung des Ensembles Ars Antiqua Austria unter der Leitung von Gunar Letzbor, die Joseph Haydns Vorgänger Gregor Werner gewidmet ist – „Pro Adventu“ zeigt, dass wir mit der Barockmusik eben längst nicht fertig sind!

Auch hörenswert wegen des interessanten Programms und der Qualität der Interpreten ist die neue Chandos-CD von Paul und Huw Watkins, die englische Cellosonaten von der Spätromantik bis zur klassischen Moderne vorstellt. „British Works for Cello and Piano Vol. 1“ verdient eine herzliche Weiterempfehlung.

Last but really not least lobt crescendo die neue, bei Myrios Classics erschienene CD von Tabea Zimmermann, auf der sie mit Kirill Gerstein „Brahms, Schubert, Franck. Sonatas for Viola & Piano“ eingespielt hat – oder was zu solchen wurde! Wer lauschen möchte, findet eine Kostprobe auf der Abo-CD.

Abschließend bietet diese Ausgabe von crescendo noch zwei unterhaltsame Spaziergänge an – einen durch London, den Martin Morgenstern gemeinsam mit der Bratschistin Susanne Martens unternommen und in einer Reportage dokumentiert hat; und einen kurzen Abstecher in den Bosco che Suona, wo crescendo-Kolumnist Daniel Hope seinen Patenbaum gießt.

Autor:

nce

Nils-Christian Engel ist Marketing-Mensch und begeisterter Amateur-Cellist

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