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Stricharten?

Mann ist das noch einsam hier :rolleyes:

Kann mir mal jemand so richtig die verschiedenen Stricharten erklären? Ich spiele seit 6 Jahren Cello und kapiere den Unterschied zwischen dem „normalen“ Strich und Spiccato, aber es gibt ja wohl noch viel mehr. Meine Lehrerin hat das schon mal versucht, aber sie nimmt sich nicht so richtig Zeit dafür. Was heißt zum Bsp. Ricochet und Martele?

Autor:

Mitglied von violinorum.de

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. chrisp

    Hm, was willst Du genau wissen? Welche Stricharten es alles gibt? Wie sie klingen? Wie man das jeweils hinkriegt?

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  2. Na ich meine was es alles für Stricharten gibt, so in einer Übersicht, so daß man auch ungefähr versteht was der Unterschied ist. Und wie’s geht ist ja ein bisschen schwer zu zeigen im Internet 😉

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  3. chrisp

    Oh, ein vergessener Thread, in dem ich noch was schreiben wollte …

    Also ein paar grundlegende Strich-Worte 😉

    1. liegende Stricharten

    Détaché: Der einfache Wechselstrich.

    Legato: Tonfolge bei der der Strichwechsel nicht zu hören sein darf, entweder durch entsprechendes „dichtes“ Détaché oder durch Bindung.

    Staccato: Heißt eigentlich nur, dass die Töne kürzer gespielt werden als ihr notierter Notenwert angibt. Wenn man das in Détaché ausführt, spricht man von Martellato oder Martelé.

    2. Springende Stricharten

    Spiccato: Halbkreisförmiger Strich, bei dem der Bogen nach kurzer Begegnung mit der Saite wieder nach oben federt.

    Sautillé: Wird oft als schnelles Spiccato bezeichnet, ist aber eigentlich eine ganz andere Strichart und kommt eher aus einem sehr schnellen Détaché heraus.

    Ricochet: „Hoppelbogen“ 😎 Das passiert schlechten Spielern sowieso andauernd, der Meister aber beherrscht das Chaos und lässt den Bogen aus eigenem Antrieb über die Saiten hoppeln.

    Das ist natürlich nicht alles, aber wenn Du das alles kannst, ist es schon nicht schlecht. Außerdem definiert jede Schule ihre Stricharten etwas anders, also Ring frei und steinigt mich 😉

    Heißer Hinweis: Bei einem Video-Portal Deiner Wahl findest Du massenweise Filmchen, die Dir die gewünschte Strichart zeigen, mehr oder weniger gut erklärt und gemacht, aber amüsant 🙂

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  4. Danke, bei youtube war ich schon, das ist nicht schlecht aber da gibt es auch keinen Überblick. Die Liste hilft mir sehr weiter. Martele ist also eine Art Staccato, richtig?

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  5. @chrisp Ricochet: „Hoppelbogen“

    ist ja wohl nicht zu fassen 😀 Warum gibts hier keinen Schlapplachsmily?

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  6. Früher oder später wird man sich wohl eh fragen was zuerst da war – die Terminologie oder der Bogen.
    Die Physik ist die stabilste Tatsache hinter all dem.
    Was die Natur des Bogens und der Saite ist bestimmt was man damit machen kann.
    Komponisten fragen oft danach und was sie demnach reinschreiben sollen.
    Und schon steht es da. Und alle Welt versucht das Pferd von hinten aufzuzäumen.

    Die Komposition und die Fähigkeiten oder Eigenheiten des Autors sie zu Papier zu bringen
    sind zwei paar Stiefel.

    Wenn man das Stück nicht wiedererkennen kann ist man zu weit gegangen.
    Ein Meisterwerk erkennt man daran dass es nach einer feinstdefinierten Erkennung
    geradezu schreit.

    Wenn das physische Moment dabei eine übergeordnete Rolle spielen würde wäre
    das Ganze eben grobphysisch anzusehen.

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