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Hallo Spieler des Edlen Instrumentes ­čÖé

Mein Name ist Thomas und ich bin 27 Jahre alt und komme aus Dortmund. Vor kurzen haben meine Freundin und ich uns dazu entschieden ein gemeinsames Hobby an zu treten. Und die Wahl viel logischerweise aufs musizieren. Vor knapp 3 Jahren auf einem Schulabschlussfest meiner Freundin, habe ich dieses Instrument Geige zum ersten mal Live, von einer sehr begabten Violinen Spielerin geh├Ârt und war sofort hin und weg. Und noch heute Fieber ich mit wenn ich Passagen h├Âre wo eine Geige ins Spiel kommt. Mir war nat├╝rlich sofort klar welches Instrument ich probieren m├Âchte. Leider habe ich nicht viel Geld und nicht besonders viel Zeit zur Verf├╝gung. Dennoch w├╝rde ich dieses edle Instrument gerne versuchen spielen zu lernen auch wenn es derzeit nur autodidaktisch und mit nur wenig Zeit funktionieren muss. Aber genug von mir und meiner Lage auf zu den Fragen :).

Frage 1.
Gibt es brauchbare Violinen im Bereich von 100-250ÔéČ Segment? Ich habe nat├╝rlich bereits gegoogle und oft auch gelesen das davon abgeraten wird und man stattdessen sich lieber etwas ausleihen soll.
Ausleihen kommt f├╝r mich aus Zeitmangel und oftmals Geldknappheit ├╝berhaupt nicht in Frage.

Ich sollte erw├Ąhnen das ich rein vom Klang her lieber einer Akkustiche Geige als einer E-Geige vor ziehe. Jedoch wei├č ich fast nichts ├╝ber E-Geigen daher…

Frage 2.
Klingen oder k├Ânnen E-Geigen gleich/├Ąhnlich klingen wie z.B eine Akustik Geige? Wenn ja w├Ąre es sinnvoller sich dann lieber dort um zu schauen, weil wie ich oft gelesen habe g├╝nstige E-Geigen einigerma├čen brauchbarer seien als g├╝nstige Akustik Geigen?

Kann eventuell jemand eine Empfehlung oder ein Erfahrungsbericht in dem von mir m├Âglichen Preissegment von 100-250ÔéČ f├╝r eine Akustik Geige oder vielleicht (wenn Frage 2 zutrifft) auch E-Geige mir nennen? Ich erwarte nat├╝rlich nichts super tolles, aber f├╝r den Anfang muss es eben reichen.

liebe Gr├╝├če

Thomas

Autor:

Mitglied von violinorum.de

25 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo an Thomas und auch alle anderen Mitleser- und Schreiber,

    ich bin zwar neu hier, aber ich muss gleich mit Widerworten anfangen ­čÖé
    Es erschreckt mich immer wieder, wenn Menschen schon bei ihren ersten Fragen in Geigenforen aus der Defensive schreiben und sich dazu gen├Âtigt f├╝hlen, sich f├╝r ihre finanzielle Situation zu rechtfertigen.
    Ich finde nicht, dass man die Sache mit dem Instrument bei einen Anf├Ąnger allzu eng sehen sollte. Als Anf├Ąnger setzt man ganz andere Priorit├Ąten, als jemand, der schon l├Ąnger spielt.
    Nat├╝rlich ist es leichter auf einem guten Instrument das Spielen zu erlernen, aber es ist keine Bedingung und was einen nicht umbringt, macht einen unter Umst├Ąnden st├Ąrker. Das ist eine Frage des Willens und der Weitsicht.

    Sich erst mal eine Geige auszuleihen ist der beste, kl├╝gste und g├╝nstigste Weg, aber ich kann es auch verstehen, wenn jemand das nicht tun m├Âchte. Ein ungeregeltes Einkommen ist ein triftiges Argument gegen ein Mietinstrument. Ich kann das sehr gut nachvollziehen.
    Ich habe mich seinerzeit auch gegen eine Mietgeige entschieden und die Erfahrung gemacht, dass es durchaus m├Âglich ist, sich die ersten Jahre mit einem g├╝nstigeren Instrument durchzuwurschteln.
    Ich sage nicht, dass das der goldene Weg ist, aber es ist m├Âglich.

    Ich spiele seit etwas ├╝ber einem Jahr als Autodidakt auf seinem Geigenset das knapp unter 300 Euro gekostet hat und bin weder unzufrieden mit dem Klang, noch mit der Bespielbarkeit, obwohl das Instrument noch nicht eingerichtet wurde. Abgesehen vom Steg. Der sollte nat├╝rlich passen. Kann man zur Not aber auch selbst anpassen, so lange es nur um die H├Âhe geht. So dramatisch ist das nicht.
    Die schlecht sitzenden Wirbel bekommt man in den meisten F├Ąllen mit Wirbelseife gangbar, das einzige Manko dabei ist, dass sie das Saitenaufziehen zur Fummelarbeit machen.
    Das Risiko, dass der Wirbelkasten evtl. Schaden nehmen k├Ânnte, muss man eingehen, kann man m.E. bei einem g├╝nstigeren Instrument auch.
    Kosten entstehen noch f├╝r einen besseren Bogen, neue Saiten, Stimmger├Ąt, Schulterst├╝tze und evtl. anderes Kolophonium, aber im aller ├Ąrgsten Notfall, kann man die Anschaffung eines besseren Bogens und besserer Saiten auch noch ein paar Monate aufschieben. Ich habe das genauso gemacht und ich habe es ├╝berlebt.
    Man spielt dann nicht auf einer perfekt eingestellten Geige, aber wenn die Alternative gar keine Geige bedeutet, ist das dass kleinere ├ťbel.

    Von der E-Geige kann ich auch als Anf├Ąnger nur abraten. Ich habe eine E-Geige zum leise ├ťben. Abgesehen davon, dass sie sich v├Âllig anders spielt, macht eine E-Geige auch nicht halb so viel Spa├č wie A-Geige. Bei der A-Geige hast du die Option zum ├ťben anfangs einen D├Ąmpfer zu nehmen, falls die Lautst├Ąrke eine Rolle spielt.

    Was mir gleich aufgefallen ist, war das „edle Instrument“ in der Anrede ­čśÇ Mach dir da blo├č keine Illusionen. Die ersten Jahre hat das Instrument ├╝berhaupt nichts Edles es an sich (wenn man es selbst spielt) und es bringt auch kein Prestige mit sich. Die Menschen um dich herum werden den Tag verfluchen, an dem du auf die Idee kamst, das Geigespielen zu lernen. Und es wird Momente geben, an denen du diesen Tag genauso verfluchen wirst.

    Wenn du keinen Lehrer hast, der dich auf Trab h├Ąlt, musst es auch wirklich wollen, also du musst schon f├╝r deine Geige brennen, um am Ball bleiben zu k├Ânnen. Anders funktioniert es nicht, weil es enorm frustrierend ist. Man sollte das nicht untersch├Ątzen.

    Es w├Ąre hilfreich zu erfahren, wie du dir das Geige lernen vorstellst, also mit welchen Erwartungen du an die Sache heran gehst, was du dir in absehbarer Zeit f├╝r Fortschritte erhoffst. Daran kann man manchmal schon erkennen, wie sinnvoll es ist, dir zu raten, dich auf dieses Wagnis einzulassen. Gerade, weil du schriebst, dass du wenig Zeit hast.
    Ich kann nicht mit viel Geigen-Know-How aufwarten, aber was das autodidaktische Lernen angeht k├Ânnte ich was zum Besten geben, vor allem was so die Diskrepanz zwischen Wunschtraum und Wirklichkeit angeht ­čśë

    F├╝r welches Instrument hat sich denn deine Freundin entschieden?

    Gr├╝├če
    Copley

    Antworten

  2. Hallo Copley!

    Willkommen! Wir sind hier in einem Forum und dazu geh├Âren auch kontroverse Diskussionen. Ich wollte Thomas nur darauf hinweisen, da├č es mit Instrumenten der untersten Preisklasse zumeist Probleme und Entt├Ąuschungen geben kann. Was soll irgend jemand etwas mit einem Instrument anfangen k├Ânnen, bei dem die wom├Âglich rauhen Saiten zu hoch liegen weil Obersattel und Steg nicht richtig auf Ma├č gebracht wurden, das Instrument unstimmbar ist, weil die Wirbel nicht passen und die Saiten schnarren, weil das Griffbrett keine vern├╝nftige Hohlkehle hat und der Bogen auch nichts taugt? ├ťbrigens: Wirbel einzupassen ist nun wirklich eine anspruchsvolle Arbeit f├╝r den Geigenbauer, Durchmesser und Konus von Loch und Wirbel m├╝ssen exakt passen, sonst rutschen die Wirbel durch oder der Wirbelkasten bekommt Risse. Und wenn das Instrument regelrecht Schmerzen bereitet ist die anf├Ąngliche Euphorie sehr schnell verflogen.

    Ich sag mal so: Wenn Billiginstrument, dann wenigstens von einem seri├Âsen Anbieter wie Thomann oder Gedo Musik, nicht von irgend einem Musikdiscounter oder aus dem Supermarkt. Wunder k├Ânnen die zu den Preisen aber auch nicht bieten.

    Nat├╝rlich kann man auch etwas Gl├╝ck haben. Wenn irgend m├Âglich sollte man sich das Instrument vor Ort ansehen und -h├Âren, ein Begleiter mit etwas Ahnung von der Materie kann ├Ąu├čerst hilfreich sein. Man kann auch Instrumente direkt beim Hersteller in China bestellen, z.B. von Yita Music (-> Ebay), die sind im Schnitt f├╝r den Preis (zu dem noch ca. 22% Mehrwertsteuer und Zoll kommen trotzdem noch ca. 1/3 billiger als vergleichbare Angebote in Deutschland) zumeist gar nicht so ├╝bel – trotzdem eine Katze im Sack. Bliebe noch Ebay: Wenn man eine spielfertig (!!!) eingerichtete Manufakturgeige unter 100,–ÔéČ ersteigern kann ist es eine M├Âglichkeit an ein bew├Ąhrtes Instrument zu kommen. Allerdings sehe ich (auf gro├čen Bildschirmen ­čśë ) meistens doch den einen oder anderen Mangel dessen Beseitigung teuer wird. Und man sollte das Instrument zuvor „live“ sehen/h├Âren k├Ânnen. (Und wenn’s nichts ist, bitte nicht so verfahren: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/verdacht-auf-faelschung-ebay-kaeufer-zerstoert-violine-a-807129.html , auch nicht bei einem Instrument im zweistelligen ÔéČ-Bereich…)

    In der letzten Mittwochsfrage gaben 25% der Abstimmenden an ein Instrument unter 400,–ÔéČ zu spielen – es ist hier noch Raum f├╝r Erfahrungsberichte! (Ich lerne gerne dazu!)

    Gr├╝├če

    Thomas

    Antworten

  3. Hallo, also ich hab f├╝r 60 Euro ein Geigenset ergattert, mit dem ich zufrieden bin. Mein Lehrer ist auch begeistert und sagt, die Geige k├Ânne mit einem deutlich teureren Instrument mithalten. Hab sie von Amazon, die gleiche Firma verkauft auch bei ebay. Bei Interesse kann ich dir den Namen der Firma per PN schreiben, wei├č nicht, ob das werbetechnisch schlimm ist, wenn ich das hier jetzt schreibe??? Oder ist das nicht schlimm? :D. Die bietet Instrumente wohl iwie g├╝nstig an, weil die kein Geld in Werbung investieren, die letztendlich der Endverbraucher zahlt etc. Lediglich den Bogen und das Kolofonium hab ich inzwischen getauscht….eine Schulterst├╝tze war nicht dabei.

    Antworten

  4. Guten Tag euch allen ­čÖé

    Eigentlich sollte der Beitrag nicht so klingen als w├╝rde ich mich rechtfertigen, daher habe ich ihn etwas ver├Ąndert. Was dem Zeitmandel angeht so meinte ich das ich mal 1-4 Wochen einen 10-12 Stunden Tag haben k├Ânnte und mal nicht. Kommt halt immer drauf an was gerade anliegt. Und da nicht viel Geld da ist f├Ąnde ich es schade wenn ich f├╝r 20ÔéČ im Monat kaum was davon h├Ątte. Man Bucht ja auch keine SMS Flatrate f├╝r 10ÔéČ wenn man nur 2 SMS im Monat verschickt :D. Ich muss erst einmal vorlieb mit einem nicht so guten Instrument nehmen. Sp├Ąter wenn es finanziell besser l├Ąuft kann ich immer noch hochwertigere Instrumente und B├Âgen kaufen. Daher erhoffe ich mir bis jetzt einfach einen guten Tipp, wo man ruhig zu greifen kann. Ohne gleich Schrott in der Hand zu haben, der vom Briefkasten eigentlich direkt in den M├╝ll geh├Ârt.

    Was das Edle Instrument angeht so ist das meine eigenen Vorstellung. Ich halte eine Violine halt f├╝r etwas klassisches und edles. Gleich auf wie ein Fl├╝gel und eine Harfe :D. Wenn wir schon mal bei anderen Instrumenten sind, meine Freundin wollte in Richtung Piano bzw. eher E-Piano gehen. Und somit kommen wir auch gleich zur Motivation. Ich m├Âchte gerne etwas mehr Kultur und Klasse in mein Leben bringen und darum m├Âchte ich musizieren. Des weiteren habe ich auch den Ansporn mit meiner Freundin gemeinsam zu musizieren als Hobby eben. Ich glaube das wir uns recht gut selbst anspornen um am Ball zu bleiben. Und jetzt zu der Frage wie ich mir das lernen vorstelle. Ich wollte langsam anfangen und erst mal Noten lesen lernen und dabei via Geige dann mir ein Klangliches Abbild der Einzelnen Seiten zu verschaffen. Erhoffen tue ich das ich fr├╝her oder eher sp├Ąter doch so kleine kurze Passagen spielen kann. Um noch sp├Ąter dann, wenn ich mehr Zeit zum lernen habe, doch schon langsam mich an gr├Â├čeres heran trauen kann. Um noch sp├Ąter dann neben David Garret zu spielen. Ne letzteres war Quatsch. Neben meiner Freundin zusammen etwas spielen zu k├Ânnen klingt realistischer ­čÖé

    Gr├╝├če aus Dortmund

    Thomas

    Antworten

  5. Hallo Thomas,

    du hast nat├╝rlich Recht mit allem was du sagst. Wirbel w├╝rde ich auch nicht selbst einpassen, das ist klar.

    Ich pl├Ądiere daf├╝r (und das tue ich inspiriert von vielen solcher Diskussionen, nicht explizit dieser hier), Geigenanf├Ąngern nicht ausschlie├člich mit allen m├Âglichen Horrorszenarien zu begegnen. Manchmal bekommt man Eindruck, Geigen seien eine neue Art von Haustier:
    Pass auf, das wird teuer, da kommt auch langfristig was auf dich zu, und wer wei├č, eines Tages bei├čt sie dir vielleicht sogar die Hand ab, weil du schief stehst oder den Bogen nicht ordnungsgem├Ą├č h├Ąltst.
    So dramatisch ist das alles doch gar nicht.

    Als ich die ersten Gehversuche unternommen habe, da war mir ehrlich gesagt total egal wie rau die Saiten sind, wie schief der Bogen ist oder wie gr├Ąsslich das Teil klingt. Ich habe auf einer Geige gespielt die zu 90% aus Klarlack besteht; auf der hatte ich Saiten f├╝r 5 Euro und einen Bogen f├╝r 15.
    Zugegeben, es war die reinste Katastrophe und hat mich nicht gl├╝cklich gemacht, aber aufgeh├Ârt mit dem Spielen habe ich deshalb nicht.
    Ich w├╝rde nat├╝rlich niemandem dazu raten, sich so ein Teil zu kaufen. (Ich hatte das Ding hier schon seit Ewigkeiten rumfliegen, das spricht mich von jeder Schuld frei ­čśë

    Der Artikel ist fies. So w├╝rde ich nicht mal mit meiner Klarlack-Geige umspringen.
    Was meinst du denn mit der Mittwochsumfrage? Wolltest du anregen, dass ich dort einen Bericht ├╝ber meine Geige verfasse? Da steht n├Ąmlich noch gar kein Beitrag, deshalb war ich mir nicht sicher. Ich h├Ątte grunds├Ątzlich kein Problem damit, auch nicht damit ein Klangbeispiel von meiner Geige einzustellen. Ich bin da relativ schmerzfrei.
    Werbung w├╝rde ich f├╝r das Instrument aber nur unter Vorbehalt machen wollen, schon allein deshalb, weil ich zu wenig Ahnung habe, um anderen konkrete Ratschl├Ąge zu geben.

    Hallo Thomas Nr. 2,

    ich finde deinen Vorsatz Kultur und Klasse in dein Leben zu bringen sehr lobenswert. Habe ich genauso gemacht.
    Letztes Fr├╝hjahr habe ich mir gesagt: Anstatt mich attraktiv f├╝r den Sommer zu hungern, bleibe ich lieber im Garten sitzen, setze Hirnmasse an und werde elit├Ąr. Ich habe angefangen Kant zu lesen und Geige zu spielen. Drei mal darfst du raten, bei welcher der beiden Aktivit├Ąten ich fr├╝hzeitig das Handtuch geschmissen habe ­čśÇ

    Die Geige mag edel sein, der Mensch der sie spielt… nun ja, der muss jahreslang ackern, bis er dieselbe Sprache spricht wie sein Instrument. Das macht aber auch den Reiz aus.
    Piano, Keyboard oder Klavier w├╝rde doch perfekt zu deiner Geige passen, dann k├Ânnt ihr zusammen Tonleitern ├╝ben und du br├Ąuchtest eigentlich nicht mal ein Stimmger├Ąt.
    Noten lesen kann ich zum Beispiel fast gar nicht, nur das Notwendigste. Funktioniert auch. Stress w├╝rde ich mir damit nicht machen. Noten lernt man automatisch nebenbei. Wenn du das ABC kannst, reicht das f├╝r die ersten Schritte.

    Falls du vorher noch kein anderes Instrument gespielt hast, wirst du wahrscheinlich eher sp├Ąter als fr├╝her Passagen spielen k├Ânnen. Ich wei├č nicht genau, was du dir unter „Passagen“ vorstellst.
    Bei mir hat es fast ein halbes Jahr gedauert bis ich die erste Et├╝de leidlich (schlecht intoniert und mit vielen Nebenger├Ąuschen – Pfeifen, Kratzen usw.) in einem Zug durchspielen konnte. Heute bin ich erst soweit, dass ich langsame St├╝cke schlecht spielen kann. Vorher spielte ich sie unertr├Ąglich schlecht. Mit etwas Gl├╝ck werde ich sie in einem halben Jahr vielleicht schon weniger schlecht spielen k├Ânnen. Und das w├Ąre dann ein echter Fortschritt ­čśë

    Du solltest damit rechnen, dass es keine Frage von Wochen ist, bis du einen gescheiten Ton aus der Geige herausbekommst, sondern eher von Monaten. Es macht aber trotzdem Spa├č und das ist das Wichtigste.

    Die oberste Regel lautet: Nur die ├ťbung macht den Meister.
    ├ťber den 10-12 Stunden Tag w├╝rde ich mir noch nicht den Kopf zerbrechen. Ich habe auch schon mal 2 Wochen ausgesetzt. Das ist halb so wild. Aber etwas Regelm├Ą├čigkeit muss die Sache schon haben, sonst erh├Âht sich der Schwierigkeitsgrad enorm, weil du immer wieder fast bei 0 anf├Ąngst.

    Halt uns auf dem Laufenden!

    Gr├╝├če
    Copley

    Antworten

  6. Ok ^^ Also meine Geige ist von TS music fidelity. Vielleicht kennt die „Marke“ ja jemand oder hat vielleicht auch eine Geige von da?

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  7. Ich werde mal sehen, ob ich es am Wochenende hinkriege einen objektiven Erfahrungsbericht zu verfassen.
    Wie sieht es aus Hummeli, ziehst du mit? Ich w├╝rde gern mehr ├╝ber deine Geige erfahren. Was du schreibst, macht nat├╝rlich neugierig.

    Antworten

  8. Japp bin dabei. ­čÖé Soll der Erfahrungsbericht hier in dieses Thema oder geh├Ârt das woanders hin?

    Antworten

  9. nce

    @Copley und @Hummeli: super, ich bin gespannt was Ihr berichtet! IMHO w├Ąre hier der richtige Platz, da das Gespr├Ąch gerade hier stattfindet.

    Antworten

  10. Hallo euch allen :).

    @admin Im Rahmen seiner M├Âglichkeiten sollte man sich eben ein m├Âglichst gutes St├╝ck verschaffen.

    Genau das :D. Ich wei├č schon das ich nicht das beste erwarten kann aber so einigerma├čen brauchbares m├╝sste doch f├╝r 250ÔéČ zu bekommen sein. Selbst 300ÔéČ w├╝rde noch gehen wenn es daf├╝r was brauchbareres geben sollte, aber ├╝ber 300ÔéČ wird schwer.

    Daher w├╝rden mir einige Erfahrungsberichte oder Empfehlungen so wie: ,,Ich habe diese Geige „so und so“ bei „so und so geigen“ gekauft. Und finde sie gut, weil die Verarbeitung Top ist ….“ echt weiter helfen.

    Zwar habe ich mich schon mal bei Musik Steinbach und Thoman umgeschaut, aber ich finde diesen Unser Bewertungen kann man nicht wirklich trauen. Zumal die richtig g├╝nstigen Instrumente zuhauf gekauft werden und deshalb auch dementsprechend viele Bewertungen haben.

    Antworten

  11. Okay, es folgt mein Erfahrungsbericht zur H├Âfner H5
    Der Preis schwankt zwischen 280-300 Euro.
    Koffer, Bogen und Kolophonium waren dabei.
    Mein Standpunkt: Auf dieser Geige kann sich ein Autodidakt 2-3 Jahre austoben. 3 Jahre sind dann aber auch das Maximum ­čśë

    Zu dem mitgelieferten Bogen will ich nichts sagen, weil jeder Anbieter seinen hauseigenen Billig-Bogen beilegt.
    Mit dem Kolophonium d├╝rfte es sich genauso verhalten. Bei mir lag Gewa Kolophonium bei (Kostenfaktor 1,50ÔéČ, wenn man es sich selbst kauft). Ich kannte dieses Kolophonium schon und habe es deshalb sofort in die Verdammnis geschickt.

    Vorbehaltlos empfehlen w├╝rde ich den Kauf der Geige nicht. Ich hatte das Modell in doppelter Ausf├╝hrung hier und die Instrumente unterschieden sich sehr stark voneinander, was die sichtbaren M├Ąngel angeht.
    Die Geige, die ich nicht behalten habe, hatte mehr Fehler am Lack, noch schlechter sitzende Wirbel und einen Steg, der nicht nur zu hoch war (das ist immer so), sondern auch nicht optimal an die Decke angepasst war.
    Ich habe sie zur├╝ckgeschickt und bekam ein neue Geige direkt von H├Âfner, die (von der Optik) etwas besser dasteht.
    Meiner Erfahrung nach, sind Geigen in dieser Preisklasse nichts f├╝r ├ästheten und je billiger, desto ├Ąrger ist die Optik. Fr├Ąs-und Schleifspuren, Lacktropfen, schlampig ausgepinselte f-L├Âcher usw.
    Den sch├Ânen Bildern auf Websites sollte man auf keinen Fall glauben. Die haben mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun.

    Ich m├Âchte an dieser Stelle die Ethik auch nicht au├čer Acht lassen. Genau genommen wiegt dieser Punkt noch viel schwerer f├╝r mich, als der Klang.
    Wer Billiggeigen produziert, der will in erster Linie nicht etwas Sch├Ânes oder Wohlklingendes erschaffen, sondern seine Chaadmin nutzen m├Âglichst viel Geld zu scheffeln.
    Was das angeht, sollte sich niemand etwas vormachen, sondern sich vor Augen f├╝hren, dass die eigene Integrit├Ąt auf denselben t├Ânernen F├╝├čen steht, wie die der Produzenten. Getreu dem Motto: Du bist, was du isst.
    Mein Gewissen zumindest ist nicht rein.
    Soweit ich informiert bin (Angabe ohne Gew├Ąhr) soll die H├Âfner, die sich f├╝r „Made in Germany“ h├Ąlt, eine Art Hybrid sein. D.h. die Hauptbestandteile werden in Deutschland gefertigt, den Rest erledigt China.
    Was das im Einzelnen bedeutet, kann ich nicht sagen. Man muss aber davon ausgehen, dass die Geige nicht von gut bezahlten Elfen in der Weihnachtsmannwerkstatt hergestellt wird.

    Alles in allem w├Ąre es m├╝├čig an dieser Stelle all zu lang dar├╝ber zu debattieren, da vermutlich 99% unserer Gebrauchsgegenst├Ąnde ein Lied davon zu singen w├╝ssten, wie schlecht die Welt ist. Das macht es nicht besser, aber sehr kompliziert.
    Ich m├Âchte nur anregen, sich das alles wenigstens mal durch den Kopf gehen zu lassen. Auch wenn es keine unmittelbaren Auswirkungen hat, wie bei mir, schadet es nichts, sein Gewissen ab und zu mal zu Wort kommen zu lassen, dann wird man vielleicht wenigstens in Zukunft kl├╝ger handeln.

    Zu der Geige im Detail:

    Ich hatte also etwas Gl├╝ck mit meinem Instrument, speziell auch was den Steg angeht, der bei dem zweiten Instrument schon gut passte.
    Die Saitenlage h├Ątte ich zur Not selbst angepasst. Ich habe das schon mal bei meiner anderen Geige gemacht. Hat Spa├č gemacht, war ein kleines Abenteuer, hat auch funktioniert.
    Aber: Die Gewissheit, dass ein Laie mit zwei linken H├Ąnden am Werk war, bleibt immer im Hinterkopf und wurmt einen fr├╝her oder sp├Ąter.

    Der Obersattel hat in meinen Augen das richtige Ma├č, zumindest kann ich sagen, dass man die Saiten problemlos greifen kann und sie „rund“ ├╝ber den Sattel laufen. Gerissen ist mir noch keine Saite.
    Ob der Sattel tats├Ąchlich optimal passt, kann ich nicht beurteilen.
    Schnarren tut es weder unten noch oben, noch sonst wo, egal wie grob ich mit der Geige umspringe.

    Griffbrett und Hals erscheinen mir spontan als zu klobig. Ein Fachmann w├╝rde daran vermutlich noch etwas ├Ąndern. Ich pers├Ânlich komme mit dem dicken Hals der H├Âfner besser zu Recht als mit dem d├╝nneren Hals meiner E-Geige. Bei letzterer verkrampft meine linke Hand leichter.

    Die Wirbel laufen nicht rund. Das tun sie bei keiner Geige in diesem Preissegment oder generell bei keiner Geige aus dem Versandhandel. Das ist meine Erfahrung.
    Den einzigen Trost den meine Geige diesbez├╝glich zu bieten hat, ist, das die Wirbel wenigstens (halbwegs) gleichm├Ą├čig schlecht sitzen und nicht der eine im Kasten verschwindet und der andere noch 5cm vor steht. Wenn das der Fall ist, sieht die Sache noch problematischer aus.
    Mit Wirbelseife halten meine Wirbel gut und ohne viel Druck. Zum Stimmen benutze ich sie nur wenn es nicht anders geht. Ansonsten greift der bequeme Mensch gern auf seine Feinstimmer zur├╝ck, was dazu f├╝hrt, dass man den schlechten Sitz der Wirbel schnell verdr├Ąngt.
    Die Probleme die sich beim Saiten aufziehen ergeben, sieht man auf dem Foto vom Wirbelkasten. Die Saiten habe ich nicht so unsauber aufgezogen, weil ich es nicht besser wei├č, sondern weil ich versucht habe, die A-Saite nicht ├╝ber die anderen Saiten laufen zu lassen. Hat nicht ganz geklappt, wie ich selbst erst auf den Bildern gesehen habe. Da hatte ich wohl einen Knick in der Pupille.

    Was f├╝r Saiten auf der Geige waren, wei├č ich nicht. Irgendwelche Stahlsaiten. Ich habe Dominant Saiten aufgezogen. Mein Eindruck ist der, dass die Geige mit diesen Saiten leicht angesprochen hat. Auch Nachstimmen musste ich, wenn ├╝berhaupt nur minimal.
    K├╝rzlich bekam ich Violinos geschenkt. Ich meine, die Geige klingt mit diesen Saiten etwas besser, was m├Âglicherweise daran liegt, dass sie mehr Zug haben. Anspielen l├Ąsst sich die Geige mit diesen Saiten merklich schwerer.
    F├╝r mich ist das allerdings okay, da mir dieser Zwischenfall vor Augen gef├╝hrt hat, wie gnadenlos schlampig und unkontrolliert ich mit dem Bogen umgehe.
    Insofern ist es manchmal also auch ganz gut, wenn sich der Schwierigkeitsgrad erh├Âht und nicht alles immer glatt l├Ąuft und klingt.

    In anderen Erfahrungsberichten, die K├Ąufer im Internet ver├Âffentlicht haben, hie├č es, dass sich noch etwas mehr aus der Geige herausholen l├Ąsst, wenn man sie vom Geigenbauer richtig einstellen l├Ąsst.
    Ich hatte anfangs auch vor, die Geige so lange wie m├Âglich im Auslieferungszustand zu spielen und sie sp├Ąter noch mal vom Fachmann einstellen zu lassen.
    Heute bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich so verfahren werde. Denn was mir an der Geige fehlt, ist ein eigener Charakter.
    Zwar wird auch dieses Instrument sein Eigenleben haben, weil es aus einem lebendigen Material besteht, aber es bleibt eine Flie├čbandproduktion in die niemand Seele investiert hat. Manch einem mag das egal sein, f├╝r mich spielt auch dieser Aspekt eine Rolle. Das Ganze hat etwas von k├╝nstlichem Aroma. Die Geige klingt nicht nach Zeit und auch nicht nach Erfahrung, sie klingt nicht nach den Gedanken, die irgendwer, irgendwann mal in sie hineingesteckt hat.
    Sie klingt einfach nur und das ist alles.

    Ich spiele seit fast einem Jahr auf der Geige und da ich eine sentimentale Ader habe, bin ich mit ihr auch irgendwie zusammengewachsen. Ich mag sie. Aber das arme Ding erscheint mir manchmal sehr starr. Es fehlt der Lebensfunke, das muss ich ehrlich zugeben.

    Wenn der Link ( http://my.rapidshare.com/Copley/845 ) funktioniert, sollte man sich die Bilder ansehen k├Ânnen, die ich von der H├Âfner gemacht habe.
    Ich habe auch ein Klangbeispiel hochgeladen, das tats├Ąchlich entsetzlich klingt. Das Aufnahmeger├Ąt (MP3 Player) hat den Klang st├Ąrker verzerrt, als ich erwartet habe. Ganz so spitz und fransig klingt die Geige nicht. Vielleicht reicht es trotzdem, um den Anflug einer Ahnung davon zu bekommen, wie ungef├Ąhr so ein Instrument bei einem Anf├Ąnger! klingt. Nachdem ich so eine gro├če Klappe hatte, wollte ich die Aufnahme nicht einfach unter den Tisch fallen lassen.

    Das ich nicht spielen kann, spielt nat├╝rlich eine gro├če Rolle, aber das werden hier hoffentlich alle wissen.
    Ich klinge sehr ungesittet und undiszipliniert. Links genauso wie rechts. Ich finde das peinlich, aber so ist nun mal der Stand der Dinge. Ich versuche es mit Fassung zu tragen ­čśë

    Und das war meine Einsch├Ątzung der H├Âfner!

    Gr├╝├če
    Copley

    P.S.: M├Âglich, dass bei Rapidshare ein Click auf das Benutzerbild notwendig ist, damit die Ordner erscheinen.

    Antworten

  12. So dann kommt hier mal mein Erfahrungsbericht ├╝ber meine TS music fidelity Geige.

    Ich spiele seit 2 Jahren Geige. Anfangs hatte ich ein Leihinstrument von meiner Musikschule. Bei Amazon hab ich mal ein bisschen gest├Âbert und eine Geige f├╝r 69 Euro gesehen mit sehr guter Bewertung. F├╝r das Geld kann ich ja nicht viel falsch machen, hab ich mir gedacht und hab sie ein paar Tage sp├Ąter gekauft. Zu meiner Verwunderung ist der Preis gesunken und sie kostete nur noch 59 Euro. 2 Tage sp├Ąter kam sie an. Stimmstock war schon eingebaut, Die Saiten hingen da irgendwie dran rum und der Steg lag daneben.

    Ich hab dann irgendwie den Steg aufgestellt und die Saiten versucht zu stimmen, bis mir der Steg auf einmal durchs halbe Wohnzimmer geflogen ist ­čśÇ (ist aber heil geblieben). Hab┬┤s dann lieber gelassen und bis zu meiner n├Ąchsten Geigenstunde gewartet und das meinen Lehrer machen lassen. Der war begeistert von der Verarbeitung und sagte, die k├Ânne mit einem deutlich teureren Instrument mithalten. Dann hat er den Steg aufgestellt, die Saiten gestimmt und los ging┬┤s. Das Stimmen ging / geht super, die Wirbel halten und ich brauch sie so gut wie nie nachzustimmen.

    Den beigelegten Bogen hab ich vor einem Jahr ausgetauscht gegen einen Carbonbogen f├╝r 40 Euro von der selben Firma, der mir als Leihe hochwertig erscheint. Der andere ging zwar, aber irgendwie lag er nicht so gut in der Hand, war irgendwie „klobig“ und beim Bogen merkt man schon einen Unterschied, finde ich. Der Neue l├Ąsst sich leichter ├╝ber die Saiten streichen.

    Mit dem Koffer bin ich auch vollkommen zufrieden, er ist sehr leicht, trotzdem robust, hab Platz f├╝r 2 B├Âgen, ein Notenfach, ein kleines Fach f├╝r Kolophonium und die Geige l├Ąsst sich „festgurten“.

    Zum Klang der Geige kann ich leider nicht viel sagen, da ich mich da einfach nicht wirklich auskenne. Mein Lehrer sagt, sie klingt gut f├╝r den Preis. Ich mag den Klang auch. Sie hat vielleicht nicht so einen vollen Klang, wie eine teurere Geige, aber das ist f├╝r den Preis auch nicht schlimm. Das Kolophonium hab ich auch vor ein paar Monaten getauscht, da das mitgelieferte irgendwie „gesprungen“ ist, also da sind ├╝berall Risse drin und es fing an zu br├Âckeln.

    Die Saiten sind immernoch die ersten und jetzt bald 2 Jahre alt. Ich werd jetzt bald neue aufziehen. Vielleicht geh ich daf├╝r zum Geigenbauer und werd mal h├Âren, was der von der Geige h├Ąlt.
    Hier der Link, zu meiner Geige. Das m├╝sste sie sein und der Preis ist nochmal um 5 Euro gesunken.

    http://www.amazon.de/Ts-ideen-1400-Violine-Kolofonium-Rosshaar/dp/B001UDYU70/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1378039618&sr=8-1&keywords=geige

    Mein Fazit: F├╝r den Preis ist sie echt ok. Bogen und Kolophonium kann man austauschen und dann hat man viel Freude mit der Geige. Meine Geige war immer stimmfest (au├čer die ersten Tage, als die Saiten neu waren), was damals als kompletter Anf├Ąnger nat├╝rlich wichtig f├╝r mich war, da ich noch nicht stimmen konnte und man auf eine richtig gestimmte Geige angewiesen ist. Sonst kann man ja die richtige Intonation nicht lernen.
    Aber sicher gibt es auch bei solchen Geigen gro├če Unterschiede, wie Copley schon schrieb, da auch diese „Billiggeigen“ Handgefertigt sind und da sicherlich auch jede ein bisschen anders ist und klingt.

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  13. Hallo Hummeli,

    ich hoffe, du hast kein Problem damit, wenn man sich kritisch zu deiner Geige ├Ąu├čert.
    Ich habe selbst so ein Ding zu Hause, wenn auch eines aus dem vorherigen Jahrhundert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du keine qualitativen M├Ąngel an der Geige ausmachen kannst.
    Auf den Bildern bei Amazon sieht das zumindest nicht alles so lupenrein aus. Zu der kreativen Holzverwendung, kann vielleicht ein Fachmann etwas sagen.

    Wie gesagt, von den Bildern bei Amazon ausgehend, sieht diese Geige nicht anders aus als meine Chinageige (die auch in etwa dasselbe gekostet haben d├╝rfte).
    Was ich sehe ist, dass Griffbrett und Hals nicht nahtlos ineinander ├╝bergehen (schwer zu erkennen), der Sattel hier tats├Ąchlich zu hoch ist, der Wirbelkasten u.U etwas… nun ja, bruchanf├Ąllig ist, die Randeinlagen aufgemalt sind (muss bei dem Preis wahrscheinlich so sein) und der Steg ein kompletter Rohling ist. Mit Lack wurde wohl auch nicht gespart.
    Wie sah/sieht denn die Saitenlage oder generell der Steg bei deiner Geige aus?

    Der Wirbelkasten ist bei meiner Chinageige z.B. gerissen. Deshalb wird sie eines sch├Ânen Tages auch den Kopf verlieren. …das mal so als mahnende Anekdote am Rande.

    Was hast du denn f├╝r eine Beziehung zu dieser Geige? Wenn du schon mal ein Instrument von der Musikschule hattest, kennst du ja den Unterschied zwischen einem g├╝nstigen Instrument und einem besseren. Wie bewertest du die Fidelity Geige im Vergleich?
    Und wenn du schon zwei Jahre Unterricht hast, kann die Geige dann ├╝berhaupt noch mit dir mithalten? Und dann auch noch mit so alten Saiten?

    Ich habe Fragen ├╝ber Fragen, die ich aber nicht stelle, um die Geige schlecht zu machen, sondern im Hinblick darauf, das sich unser Beitragsersteller ein realistisches Bild machen kann. Ich meine, so eine Geige f├╝r 50 Euro f├╝hlt sich anders an, als ein teureres Instrument. Das ist einfach so und das sollte man wissen.

    Ich als Dilettant, finde, dass es auf meiner Chinageige sehr viel schwerer war, die Saiten bei korrekter Intonation zum Klingen zu bringen. Sprich, bis die anderen Saiten bei den entsprechenden T├Ânen mitschwingen wollten. Das macht das Zurechtfinden auf dem Griffbrett sehr schwer und hat wahrscheinlich auch Nachteile bei der Schulung des Geh├Ârs, weil man sich prim├Ąr an seinem Stimmger├Ąt orientiert.
    Manche T├Âne brachen v├Âllig aus, wie zum Beispiel das D auf der G Saite, dass alle vorhergegangenen und nachfolgenden T├Âne in seinem breiigen und lauten Klang ertr├Ąnkte.
    Auch nicht unwichtig: Ich konnte auf der Chinageige keine Leersaiten spielen. Die Diskrepanz zwischen gegriffenem Ton und leerer Saite war sehr extrem und deshalb unertr├Ąglich.
    Generell liegt der Klang im Bereich des Ertr├Ąglichen, es schwingt aber dieser „Kinderspielzeugklang“ mit, so etwas Hohles, D├╝nnes, Plastikartiges. Kurz gesagt: Sie klingt st├Ąrker nach billig als nach Geige.

    Ich kann heute besser auf der Chinageige spielen (tue ich freiwillig aber nicht), viele Probleme kann man wohl darauf zur├╝ckf├╝hren, dass ich damals zum ersten Mal eine Geige in der Hand hatte, aber das wird dem Beitragsersteller Thomas ├Ąhnlich gehen.

    Das sind meine Erfahrungen mit einer extrem billigen Chinageige.

    Was den Bogen angeht, w├╝rde ich empfehlen, so lange wie m├Âglich den mitgelieferten zu spielen und dann lieber etwas mehr Geld auszugeben, vielleicht f├╝r einen Standard-Carbondix (um die 80ÔéČ) oder ein ├Ąhnliches Modell von einer anderen Firma.
    Ich habe einen Carbondix f├╝r rund 120 Euro. Der erscheint mir ganz ordentlich, er hat aber so seine T├╝cken. Er ist extrem springfreudig. Da muss ich, im Vergleich zu meinem Brazilholzbogen richtig ackern, um auch lange Bogenstriche sauber hinzubekommen.

    Man sollte nicht meinen, dass ein Anf├Ąnger v├Âllig anspruchslos ist und gar nichts merkt. Gerade was den Bogen angeht. Das wird oft untersch├Ątzt.
    Die ganz billigen B├Âgen sind mitunter f├╝r einen Anf├Ąnger in den ersten Wochen vielleicht ausreichend, aber ihre Haltbarkeit ist begrenzt, auch die der Carbonb├Âgen. Mein Billig-Carbonbogen lie├č sich nach 3 Monaten nicht mehr spannen. Deshalb w├╝rde ich klar davon abraten Geld in so ein Ding zu investieren, sofern man sowieso schon so ein Teil zu Hause hat. Es wird sich nicht viel nehmen.

    Man sieht, ich habe es gelernt wie es die Hunde lernen. Ich habe alle m├Âglichen Fehler mitgenommen und das einzige, was ich dabei gewonnen habe, ist dass ich mir meine Freizeit jetzt mit Besserwisserei in Foren vertreiben kann ­čśë

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  14. Die Geige von der Musikschule hab ich nur 2 Monate gespielt und das ist fast 2 Jahre her und ich hab damals zum Wechsel auf meine Geige keinen gro├čen Unterschied gemerkt. Aber wie gesagt, das ist auch lange her, da klang es sowieso noch schrecklich alles. Wenn ich jetzt ein teureres Instrument spielen w├╝rde, w├╝rde ich wahrscheinlich dann auch nen gro├čen Unterschied merken.
    Ansonsten kann ich halt nur sagen, wie ich es empfinde. Also ich kann die T├Âne gut greifen, ohne dass irgendwelche Nebenger├Ąusche ert├Ânen. Und wie gesagt, mein Lehrer sagt auch, die ist super. Vor nem halben Jahr hab ich ihn gefragt, wie das mit neuen Saiten aussieht und er meinte, die brauch ich noch nicht zu wechseln.
    Vielleicht klingt sie mit neuen Saiten auch wieder ganz anders. Ich hab ja in den letzten 21 Monaten nur diese Geige gespielt und wenn sich der Klang durch die schlechter werdenden Saiten langsam schleichend ver├Ąndert, merkt man das ja nicht unbedingt.

    Dass das Griffbrett nicht nahtlos mit dem Hals abschlie├čt stimmt, aber beim Spielen st├Ârt es nicht. Woran erkennst du, dass der Sattel zu hoch ist? Wie hoch muss der denn sein? Mit solchen Sachen kenn ich mich nat├╝rlich nicht so gut aus, ich kann halt nur sagen, wie sich die Geige spielt.

    Ich will auch beim Geigenbauer mal ein paar bessere Geigen probieren und mir dann in absehbarer Zeit auch eine bessere holen, wenn die teureren wirklich so viel besser sind beim Spielen, da ich auch bald in einem Streichquartett spielen werde, das meine Musikschule aufmacht. Aber trotzdem ist diese „billige“ Geige gut zu spielen und f├╝r Anf├Ąnger w├╝rde ich sie empfehlen.

    LG

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  15. Na ja, wie und nach welchen Kriterien ein Geigenbauer so einen Obersattel anpassen w├╝rde, kann ich dir spontan auch nicht sagen.
    Aber wenn er so hoch ist, wie auf den Bildern bei Amazon, stimmt die Saitenlage nicht. Dann kannst du z.B. die ersten T├Âne (also Gis – Dis usw.) nur mit gro├čem Kraftaufwand greifen und die Saiten werden abgeknickt und k├Ânnen Schaden nehmen.
    Du kannst testen ob dein Sattel zu hoch ist, indem du ein ein Taschentuch o.├Ą. (vielleicht einmal gefaltet, je nach Dicke des Tuchs) zwischen Saiten und Griffbrett legst. Das schiebst du dann hoch bis zum Sattel. Im Normalfall sollte das Papier dann dort zwischen Saiten und Griffbrett h├Ąngen bleiben. Wenn es von allein und ohne Anstalten wieder weg rutscht, liegen die Saiten wohl zu hoch.

    Dein Steg ist vielleicht auch zu hoch, wenn ihn nie jemand angepasst oder ausgewechselt hat. Du k├Ânntest die H├Âhe der Saitenlage mal nachmessen, indem du ein Lineal dort anh├Ąltst, wo das Griffbrett anf├Ąngt, und misst wie viel Luft zwischen Saite und Griffbrett ist.
    Mach das ruhig mal und wenn sich herausstellen sollte, dass du dich seit 21 Monaten v├Âllig unn├Âtig mit einer viel zu hohen Saitenlange herumqu├Ąlst, dann tausche bei deiner n├Ąchsten Stunde mit deinem Lehrer die Geige. Dann soll er darauf spielen und du nimmst Seine. Mal sehen, wie lange ihm das Spa├č macht ­čśë

    Aber vielleicht steht deine Geige auch besser da, als die auf den Bildern. Und sowieso:
    Ich hoffe, mich korrigiert jemand, wenn ich irgendetwas Falsches sage!

    Es gibt wohl Leute, die ihre Saiten Jahre lang spielen. Je nach dem, wer, wie, wo, wann und wie lange… Aber wenn das noch dieselben Seiten sind, mit denen die Geige geliefert wurde, w├╝rde ich sagen, es w├Ąre angeraten sie auszutauschen. Schon aus Prinzip. Die werden von Anfang an nicht besonders toll und vielleicht niemals quintenrein gewesen sein.
    Vielleicht ├╝bertreibe ich auch, das ist m├Âglich.
    Ich wundere mich ehrlich gesagt ├╝ber deinen Geigenlehrer. Der scheint ja sehr liberal zu sein. Ich hoffe nur, das geht nicht zu deinen Lasten.

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  16. Das Taschentuch ist h├Ąngen geblieben ­čśÇ Also scheint der Sattel nicht so gro├č zu sein. Aber ich werd morgen mal mit nem Lineal (wenn ich eins finde) nachmessen, wie hoch die Saiten am anderen Ende des Griffbretts liegen. Dass mein Lehrer meine Saiten gar nicht pr├╝ft, bzw nie gepr├╝ft hat, finde ich auch ein bisschen komisch (Also nach Quintenreinheit). Also Quintenrein sind sie schon, das h├Ârt man ja, wenn man 2 Saiten auf gleicher H├Âhe greift.
    Was den Unterricht angeht, er hat keine Geige im Unterricht. (ist das unnormal??)

    Er begleitet mich manchmal auf dem Klavier oder steht halt daneben und h├Ârt zu, korrigiert, sagt, ob ein Finger vielleicht ein bisschen zu hoch oder tief war etc. Aber er hat nie eine eigene Geige in der Hand. Ich glaub 2 mal haben wir ein Duett gespielt, wo er auch Geige gespielt hat… Er spielt manchmal mit meiner Geige, wenn er mir was neues zeigt.

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  17. O.k., das ist schon mal erfreulich. W├Ąre auch ein Unding gewesen, wenn du so h├Ąttest spielen m├╝ssen und es nicht mal gemerkt h├Ąttest.
    Jetzt darf man schon mal hoffen, dass die Saitenlage auch in Ordnung ist.

    Ob es unnormal ist, dass dein Lehrer seine eigene Geige nicht mitbringt, kann ich dir nicht sagen. Ich hatte noch nie Unterricht. Ich habe mir das einfach, ganz naiv, so vorgestellt. Keine Sorge, wird wohl keine Bedingung sein ­čśë

    Ich will mich zur Quintenreinheit nicht ├╝ber die Geb├╝hr ├Ąu├čern. Damit d├╝rften sich andere hier besser auskennen. Ich werde da wahrscheinlich nur Stuss erz├Ąhlen.
    Bei mir war die Reinheit ziemlich schnell pass├ę. Aber ich habe auch keinen Lehrer, der auf mich aufpasst. Da gilt: Learning by doing.
    Ich konnte die Geige trotzdem noch so stimmen, dass die T├Âne auf gleicher H├Âhe lagen. Aber die kleinen Abweichungen, die sich nicht vermeiden lie├čen, haben sich am Ende summiert und negativ auf die Exaktheit des Greifens ausgewirkt. Das merke ich jetzt bei den neuen Saiten.
    Die alten Saiten habe ich ein dreiviertel Jahr drauf gehabt, jeden Tagt 1-2 Stunden flei├čig ge├╝bt, dann haben sie aufgeh├Ârt zu klingen (schwer zu beschreiben).
    Ich bin aber auch ein bisschen neurotisch bei Klangfragen und bilde mir viel ein, was vielleicht gar nicht da ist oder ich noch gar nicht beurteilen kann.

    Deshalb ist es sehr schade, dass sich nicht mal jemand zu Wort meldet, der wirklich Ahnung hat. Das bringt mich in die unangenehme Lage mit Halbwissen um mich zu schmei├čen.

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  18. Soooooooo da bin ich mal wider ­čÖé

    Vielen lieben dank f├╝r diese ausf├╝hrlichen Berichte und die vielen helfenden Ratschl├Ąge. Es hat mir Spa├č gemacht diese zu lesen :). Zudem hilft es mir und allen anderen suchenden die genau das gleiche Problem haben. Lange habe ich nun gegr├╝belt wie ich es jetzt angehen werde. Und da viel mir ein das ich bis ende Januar 2014 zwei auslaufende Vertr├Ąge habe, die mein Konto demn├Ąchst um knapp 25-40ÔéČ in Monat weniger belasten. Nun wog ich ab, spare ich jetzt auf ein besseres Instrument hin oder mache ich einen Raten/Mietkauf oder leihe ich mir sogar ein Instrument. Diesbez├╝glich habe ich mir noch keinen Kopf gemacht. Jedoch w├╝rde mir das leihen gefallen wenn die Preis/Leistung stimmt. Was genau sollte man beim leihen und der dazugeh├Ârigen Versicherung den beachten?
    Ich habe leider nur einen Geigenbauer in Dortmund gefunden und der nimmt 18ÔéČ Monatlich mit Versicherung. Jedoch ist es nicht versichert gegen mutwillige Zerst├Ârung (Logisch), nicht versichert gegen Diebstahl oder Verlust (ist das ├╝blich???) und im Falle eines Schadens kommt eine Eigenbeteiligung von 25ÔéČ noch dazu. Letztere zwei finde ich nicht gut. Klar Diebstahl und Verlust passiert nicht oft aber k├Ânnen passieren. Und die 25ÔéČ Eigenbeteiligung bei Sch├Ąden finde ich nicht in Ordnung wof├╝r hat man den sonst eine Versicherung? Was w├╝rdet Ihr mir empfehlen/raten in Richtung Mieten bzw. Mietkauf/Ratenkauf? Eignen sich da nur Geigenbauer oder gehen auch Musikgesch├Ąfte?

    Mit freundlichen Gr├╝├čen und sch├Ân Wetter w├╝nschend

    Thomas

    Antworten

  19. Jean Trouvaille

    18ÔéČ ist ok. Auch ohne Versicherung. H├Ąngt vom Instrument ab. Versicherung ohne Verlust oder Diebstahl macht f├╝r mich eigentlich keinen Sinn. Kann man das Instrument auch ohne Versicherung leihen? F├╝r mich die Versicherung (ich mag das Versicherungsgesch├Ąft eigentlich ganz und gar nicht…) ist die Sinfonima. 1-1,5% vom Versicherungswert betr├Ągt die Jahrespr├Ąmie zzgl. 19% Versicherungssteuer. Da kann man dann schnell rechnen.
    Versichert ist da ALLES – selbst liegenlassen in der Bahn. Selbstbeteiligung nein, Diebstahl selbstverst├Ąndlich. Im Auto sollte man es nicht n├Ąchtelang liegen lassen.
    Das zur Versicherung.

    ├ťber Instrumentenausleihe online findet man sicher zur Chemnitzer Firma Berndt, die professionell Instrumente verleihen und verschicken. Ist sicher etwas preiswerter. F├╝r mich selbst w├Ąre ein Geigenbauer vor Ort eher interessant. Wenn etwas am Instrument ist, kann man einfach mal vorbeigehen und mu├č das Instrument nicht per Post irgendwo hinschicken.
    Mit 20ÔéČ pro Monat sind jedenfalls die Mietkosten locker zu bestreiten.
    Alles gute.
    Jean Severin

    Antworten

  20. Ich hab vor vielen Jahren 5 Jahre lang Geigenunterricht gehabt und alles geliebt. Mein Instrument hatte damals 450 D-Mark gekostet, und das war vor 30 Jahren das doppelte einer Sch├╝lergeige in jenem Laden. Ich war 14.
    Und es ist leider so: jeder Saxophonist wird nach 3 Monaten mehr gelobt als ein Geiger nach 3 Jahren. Obwohl ich im Schulorchester viele ├╝berholt hab, hab ich mitleidige Bemerkungen einstecken m├╝ssen, wenn mich jemand geh├Ârt hat (man merkt, dass Du Pr├╝fungen hattest – Du bist bestimmt nicht zum ├ťben gekommen??? Und da hab ich mich grade in Hochform gef├╝hlt.).
    Ich bin dann berufsbedingt nicht mehr zum Spielen gekommen – alle halbe Jahr hab ich mal eine Woche, in der ich spiele, und dann tr├Ąume ich von besseren Zeiten… Wenn man zu all dem bereit ist, dann ist die Geige einfach nur toll.
    Ich kann mir aber ├╝berhaupt nicht denken, dass man Geige als Autodidakt spielen kann, ohne dass einem alles verspannt und weh tut!?? Und dass man aus einer nat├╝rlichen Begabung heraus ohne Vorkenntnisse den passenden Strich findet.
    Zur Instrumentenbeschaffung: ich w├╝rde mal in der Zeitung inserieren: wer schenkt mir alte Geige? (Oder an der Zettelwand der st├Ądtischen Musikschule, wo der Abholservice der Kinder wartet). Vielleicht gibt es ja Leute, die eine auf dem Dachboden herumliegen haben. Wenn die schonmal gespielt war, ist sie wohl besser als die chinesischen, und dann kann man das Geld zum Geigenbauer tragen und sie einrichten lassen. Einen in Schw├Ąbisch Gm├╝nd kann ich empfehlen.

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  21. Hallo Leute.
    Ich werde jetzt erst einmal 2-3 Monate Unterricht nehmen und wenn meine Begeisterung weiterhin besteht gebe ich etwas mehr aus und kaufe mir etwas anst├Ąndiges. Dennoch m├Âchte ich meine Suche nach Geigen nicht jetzt schon aufgeben. Ich bin auf meiner Suche nach Geigen auf Walter Mahr gesto├čen. Kann mir jemand etwas ├╝ber seine Arbeit sagen? Und wie sind die Geigen von Klaus Heffler oder Karl H├Âfner oder Otto Jos. Klier? Kann mir jemand ein kleines Feedback oder sogar eine Empfehlung geben? Wie ist die Verarbeitung, wird China Material verwendet, sind diese Geigen brauchbar und spielbar?

    Habe dann doch noch eine Frage zu den B├Âgen. Welchen Bogen kann man eigentlich empfehlen: einen Carbonbogen (soll heller klingen) oder einfach ein klassischer Holzbogen? Das Der Bogen zum Instrument passen muss wei├č ich, jedoch vom Gef├╝hl und von der Spielbarkeit. Was ist besser eurer Meinung nach?

    mit freundlichen gr├╝├čen

    Whisperwind

    Antworten

  22. Hallo Thomas!

    Zu Frage 2. habe ich k├╝rzlich hier geantwortet: (Thread zur E-Geige) und klingen wie eine A-Geige wird eine E-Geige nie. Sie reagiert spieltechnisch auch anders als eine A-Geige, deshalb zum Geigenlernen f├╝r Anf├Ąnger absolut ungeeignet.

    Zu Frage 1: Du hast ja selbst schon gegoogelt und wahrscheinlich nur negative Antworten dazu gefunden. Zu Recht! Solche Instrumente m├╝ssen erst mal vom Geigenbauer eingerichtet werden, Saiten und B├Âgen taugen nichts, da sind schonmal so 350,–ÔéČ f├Ąllig. Klanglich wirst Du schnell merken, da├č Dir das Instrument nicht mehr reichen wird, verkauft bekommst Du es nur noch ganz, ganz billig, bei eventuellen Sch├Ąden bleibst Du selbst auf den Kosten sitzen…

    Da├č das Ausleihen etwas mit Zeitmangel zu tun hat kann ich jetzt nicht nachvollziehen, regelm├Ą├čig ├╝ben – und sei es noch so kurz – mu├čt Du auf jeden Fall. Es gibt gen├╝gend Anbieter im Internet (Streichinstrumente- oder Geigenverleih googeln) wo man f├╝r ca. 20,–ÔéČ monatlich eine ordentliche Geige mit spielbarem Bogen bekommt, alles versichert. Geigenbauer in der N├Ąhe, der auch mal eine Kleinigkeit nebenbei richten kann, ist nat├╝rlich noch besser und auch nicht viel teurer.

    Gr├╝├če

    Thomas

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  23. nce

    @Copley Pass auf, das wird teuer, da kommt auch langfristig was auf dich zu, und wer wei├č, eines Tages bei├čt sie dir vielleicht sogar die Hand ab, weil du schief stehst oder den Bogen nicht ordnungsgem├Ą├č h├Ąltst.
    So dramatisch ist das alles doch gar nicht.

    Sehr sch├Ân! ­čÖé Das ist nat├╝rlich auch vollkommen richtig – eine Geige ist unter Umst├Ąnden besser als keine Geige, und es sind gewiss nicht wenige, die auf unterirdisch schlechten Instrumenten angefangen haben, aber immer noch dabei sind. Im Rahmen seiner M├Âglichkeiten sollte man sich eben ein m├Âglichst gutes St├╝ck verschaffen.

    @Copley Was meinst du denn mit der Mittwochsumfrage? Wolltest du anregen, dass ich dort einen Bericht ├╝ber meine Geige verfasse? Da steht n├Ąmlich noch gar kein Beitrag, deshalb war ich mir nicht sicher.

    Diese Umfrage von letzter Woche war auch etwas mehr auf blo├če Klicks angelegt, aber konkrete Beispiele und Erfahrungsberichte gerade im niedrigpreisigen Bereich sind nat├╝rlich sehr willkommen! Diese Woche ist schon eine andere Umfrage ganz oben, deshalb hier nochmal der Link zum passenden Thread.

    @Hummeli Bei Interesse kann ich dir den Namen der Firma per PN schreiben, wei├č nicht, ob das werbetechnisch schlimm ist, wenn ich das hier jetzt schreibe??? Oder ist das nicht schlimm? :D.

    Das dient ja dem Thema und ist deshalb schon ok ­čśë Wir sehen das hier etwas lockerer – man kann ein Forum auch ohne radikale Redeverbote spamfrei halten.

    Antworten

  24. Hallo Whisperwind,
    bei Thomann gibt es gemusterte, schwarz-wei├če Geigen, die nach Rezensionen ganz annehmbar klingen sollen f├╝r den Preis und von einigen als Zweitinstrument beim Drau├čenspielen genommen werden. (Ansonsten suchen bei Thomas.de „Geige black“).

    Ich w├╝rde auf jeden Fall in ein bis zwei Monate (4 bis 8 Stunden) Geigenunterricht, evtl. Privat, investieren (Musikschulen haben oft Mindestlaufzeiten von einem halben Jahr).
    In den ersten Stunden lernt man, wie man Geige und Bogen richtig h├Ąlt, das Instrument stimmt (da kann man auch etwas falsch machen, mir ist anfangs durch zu gro├če Drehungen an den Wirbeln ├Âfter der Steg runter ge“brochen“), wie man spielt, also den Bogen streicht, die Saiten greift, die Noten liest.

    Wenn man dieses R├╝stzeug hat, kann man sich einfache Lieder, z.B. irisch Folk und Popsongs nach Noten selbst beibringen.

    Ich empfehle mal das Buch „Cello ├╝ben“ von Gerhardt Mantel dazu.
    Das ist eigentlich f├╝r Musikstudenten gedacht, beschreibt aber ein umfassendes ├ťben und kann immer wieder anstelle eines Lehrers konsultiert werden, wenn man nicht weiterkommt, weil man zu schnell oder falsch an die Sache geht, zu gestresst ist oder einfach nicht wei├č, wie man etwas ├╝ben soll.
    Das Buch enth├Ąlt keine Noten zum ├ťben, sondern Kapitel zu allen Aspekten des ├ťbens: Wie teile ich mir die Zeit ein, was soll ich ├╝ben, wie ├╝be ich ein St├╝ck, so dass ich kontinuierlich besser werden, wie ├╝be ich verschiedene Aspekte z.B. Bogentechnik, Vibrato etc., wie arbeite ich an einem besseren Klang usw.

    Daneben kann man immer mal wieder im Netz nach Videos suchen, oft findet man kurze Videos zu einzelnen Aspekten, an denen man ├╝ben kann (Vibrato, Springbogen, „runder Ton“ usw.).

    Ich w├╝rde die Sache so angehen:
    Erst mal evtl. Geige leihen und nach privatem Unterricht suchen, der auf Deine Bed├╝rfnisse eingestellt ist (nur Grundlagen zum weiteren Selbststudium beibringen, evtl. f├╝r sp├Ątere einzelne „Coachingstunden“ zu Verf├╝gung stehen?) und eine Geige leihen oder die g├╝nstige von Thomann kaufen.

    Meine Billiggeige f├╝r 400 ÔéČ musste vom Geigenbauer f├╝r 100 ÔéČ eingerichtet werden, das aber auch, weil ich mich nicht traute, den losen Steg selbst aufuzustellen aus Angst, die Geige zu besch├Ądigen, falls ich die Wirbel zu weit gedreht h├Ątte.
    Es wurden die festsitzenden Wirbel gelockert, so dass man das Instrument problemlos stimmen konnte und der Steg so gerichtet, dass die Saiten alle einzeln problemlos spielbar waren.

    Eine andere M├Âglichkeit w├Ąre, nach einer gebrauchten ‚billigen‘ Geige in Deiner Gegend zu schauen, und den Besitzer zu bitten, das Instrument einmal zu spielen, so dass Du h├Ârst, wie es klingen kann.

    Eine andere M├Âglichkeit w├Ąre das Ausleihen von einem Geigenbauer f├╝r eben 20 bis 30 ÔéČ pro Monat.
    Die Geige ist dann in gutem Zustand und alle anfallenden Arbeiten werden vom Geigenbauer kostenlos gemacht.
    Dann k├Ânntest Du die Geige ein halbes Jahr ausleihen und in der Zeit vielleicht etwas mehr sparen und dan eine andere, g├╝nstige Geige f├╝r 400 bis 800 ÔéČ kaufen (eher nicht vom Geigenbauer, da diese oft teurer sind, einige Geigenbauer haben aber auch g├╝nstige Instruemente f├╝r 600 bis 800 ÔéČ im Angebot).

    Vielleicht merkst Du ja doch, dass Geige nicht das Richtige f├╝r Dich ist, weil Dir die Haltung Probleme macht oder andere Schwierigkeiten sich ergeben.

    Auf der anderen Seite h├Ąttest Du dann die gleiche Summe investiert wie beim Kauf der Thomanngeige…

    Es werden oft Instrumente von Corilon violins empfohlen.
    Dort findet man Instrumente f├╝r ca. 900 ÔéČ, die recht gut sei sollen.
    ich kann das selbst auch nicht beurteilen, habe aber schon in Foren – nicht bei „Kundenmeinungen“ auf der Seite :rolleyes: – gutes ├╝ber diese Geigen geh├Ârt und eine Wettbewerbsgewinnerin (Sch├╝lerin mit Ambitionen) hatte mal irgendwann ein 700-ÔéČ-Instrument von VP gespielt, weil ihre Familie wenig Geld hatte (und das M├Ądl wollte damit Musik studieren, also so ganz schlecht war die Geige dann wohl nicht).

    Eventuell findet man auch Geigen gebraucht bei einschl├Ągigen Gebrauchtpalttformen und kann dadurch ein paar Euro sparen.

    LG
    Frederica

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  25. Jean Trouvaille

    Vieles ist zum Thema schon gesagt worden. Man kann auch mit einem 60ÔéČ-Instrument Gl├╝ck haben und f├╝r 20.000ÔéČ etwas „Schlechtes“ kaufen.
    Die Industriegeigen aus Fernost (├╝ber die Arbeits- und Lebensbedingungen dort wollen wir hier nicht anfangen zu diskutieren, aber das ist ein Feld, was man nicht ignorieren kann…). Die Instrumente sind fast immer schlecht eingerichtet – wie auch viele Musikschulinstrumente. Ich mache das den Lehrern und Sch├╝lereltern immer so klar. Das Kind soll ein Instrument spielen lernen, so, wie es auch schreiben lernt. Was aber, wenn der Stift 5kg wiegt? Kann man dann schreiben lernen oder verkrampft die Hand?? und die Schrift wird schlecht – und Spa├č am schreiben kommt da nicht auf. Aber man k├Ânnte sagen – besser so, als ohne Stift. Der Vergleich ist drastisch, aber die Menschen verstehen dann immer, was ich meine.
    Eine Sch├╝lergeige mu├č gut eingerichtet sein – es ist da fast wichtiger, als beim Profi. Der kann Besonderheiten (hoher Steg, hoher Obersattel, spezielle Stegkurve) durch Kraft und Technik ausgleichen. Der Laie kann es nicht.
    Deshalb sind die Erfolgsaussichten mit einem schlecht eingerichteten Instrument ebenso schlecht. Die Qualit├Ąt des Instruments selbst ist „fast“ nebens├Ąchlich. Die Spielbarkeit ist f├╝r den Anf├Ąnger entscheidend. Nur dann merkt er nach vielen Monaten oder Jahren des ├ťbens, wie ein sch├Âner Ton entsteht und ob das eigene Instrument daf├╝r ausreicht oder nicht.
    Hier mal der Blick auf einen Obersattel. Die G-Saite liegt immer etwas h├Âher. Die E-Saite hat nur sehr wenig ├ťberstand ├╝ber dem Griffbrett. Ein Ma├č gibt es hierf├╝r nicht. Sie sollen sich „leicht“ auf das Griffbrett dr├╝cken lassen, ohne Nebenger├Ąusche zu produzieren.

    Aus meiner Sicht: Wenn kein Geld da ist f├╝r ein besseres Instrument kann auch das preiswerteste genutzt werden – aber immer etwas Luft f├╝r Verbesserungen durch einen Geigenbauer einrechnen. Sonst hat man nach ein paar Wochen eine billige ungenutzte Geige zu Hause.
    Herzliche Gr├╝├če
    Jean Severin

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