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Wirbel-Stimm-Hilfe (Pegmate)

Zufällig bin ich über eine Seite gestolpert,
die ein besonderes Hilfsgerät zum Stimmen mit den Wirbeln anbietet:

http://thepegmate.co.uk/

Anscheinend ist das etwas ganz Neues. Hat jemand das schon gesehen oder Erfahrung damit gemacht?

Es würde mich interessieren, ob man es wirklich braucht 🙂

Sie sagen, man kann es für die kleinsten Geigen bis hin zum großen Cello für alle Streichinstrumente verwenden. Soll handschonend sein……

Viele Grüße und erfolgreiche Woche,
Susanne

Autor:

Hehsu

Gebürtige Salzburgerin, am Mozarteum in Salzburg Konzertfach Violine und Instrumentalpädagogik studiert. Seit 2002 Konzertmeisterin der Sinfonietta da Camera Salzburg, Geigerin des Trio Tableaux, Primaria des Carreño Quartett. Seit 2001 unterrichte ich an der Musiklehrervereinigung in Laufen. Assistant concertmaster der TwitterSymphony. Verheiratet, drei Kinder (12, 15 und 17)

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. nce

    Hallo Susanne, danke für den Tipp – sieht ja krass aus! Ich würde spontan sagen: brauche ich nicht, Rohrzange geht zur Not auch 😎 aber dass sich nicht jeder Wirbel in jeder Stellung freudig drehen lässt, ist ja kein Geheimnis … und nicht jeder Geiger, Cellist etc. hat entsprechend Kraft in den Fingern.

    Also – ausprobieren! Willst Du? 😉

    btw: Ob die sich die Marke wirklich gut überlegt haben, sei mal dahingestellt 😎

    und noch: das mit der Rohrzange ist natürlich NICHT ernst gemeint, nur so zur Sicherheit …

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  2. Jean Trouvaille

    Dinge, die die Welt nicht braucht….
    Das Problem ist doch meist vorhanden, wenn die Geige/Bratsche in Spielhaltung gestimmt wird. Dann fehlt besonders Schülern manchmal die Kraft oder man müßte die Wirbel so locker reinstecken, dass die Wirbel dann zurückrutschen. Zum Stimmen auf dem Schoß braucht man das Ding hoffentlich nicht – sonst hilft nur ein Besuch beim/ oder Wechsel des Geigenbauers. Etwas Wirbelseife und Kreide sind sicher preiswerter und praktikabler – meine Meinung…

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  3. Ententon

    Das Problem, für Schüler ist doch häufig eine Kombination von mangelnd geschultem Gehör und auch natürlich, selbst
    heraus zu finden, wie man am Geschicktesten mit den Wirbeln stimmt. Das braucht Übung und als Schülerin meide ich da besondere Situationen. Zuhause alleine stimmen, wenn man Zeit hat, gut hinhören kann, ohne große Nebengeräusche und Klänge, da geht es meist recht gut. Das Stimmgerät verrät einem dann auch noch eine vermeindliche Sicherheit, das kommt schon so hin. Aber,….. dann ist man in einem Orchester, schon sieht alles ganz anders aus. Das Einstimmen muss sehr genau sein, alles muss schnell gehen, viele Instrumente, die gleichzeitig gestimmt werden und dann noch die eigenen Tonhöhen der Saiten gut aufeinander abzustimmen, ist schon nicht mehr so easy. Besonders im Hochsommer und im Winter, wenn die Wärme und/ oder die Kälte einem einen Streich spielen.
    Da stimmt man dann als Schülerin bereits mit Stimmgerät zuhause vor und in den Räumlichkeiten, die als Übungsraum für das Orchester dienen, ist schwupp …. die Geige wieder verstimmt, grausig verstimmt ! Zwischendurch hat man auf dem Weg von Zuhause bis zur Orchesterprobe, verschiedene Temperaturschwankungen ertragen müssen und nun beginnt man wieder ganz von Vorne.
    Und…. man denkt, die Anderen kriegen das immer so super hin. Insofern tut es mir gut, hier zu lesen, dass auch Profis oder andere Hobbymusiker nicht immer ganz locker und flockig die Stimmung mit den Wirbeln schnell hinbekommen.
    Dennoch, ich habe mir das Teil mal angeschaut und davor graust es mir dann doch noch mehr. Da traue ich mir doch erheblich mehr Feinmotorik und „Gefühl“ mit den eigenen Händen hin.
    Feinstimmer….. schön und gut, aber ich kann mich nicht davon frei machen, dass sie doch den Klang eines Instrumentes erheblich beeinflussen. Außerdem habe ich mir selbst den Anspruch gesetzt, ich möchte es lernen, das schnelle, genaue Stimmen. Also versuche ich es weiter, allerdings mit dem Wissen und der Unsicherheit, dass ich noch nicht weiß, wie ich mein Gehör beim Einstimmen des Orchesters gut genug geschult kriege……. Für Tipps bin ich übrigens sehr dankbar.

    LG Ilka

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  4. Also neu ist es keinesfalls,solche „Stimmschlüssel“ wurden schon im 17.Jh bei Lauten und Gambenistrumenten sowie der Radleier benutzt, da man auf Grund der sehr eng stehenden Wirbel zuwenig platz für die Finger hatte.
    Für heutige Geigenistrumente braucht man dies nur ,wenn es sich um schlecht eingepasste Wirbel handelt ,wo mehr Kraft aufgewendet werden muss um den Wirbel in Bewegung zu bekommen, oder diesen damit gleich zum brechen bringt.
    Für einen Geigenschüler würde ich lieber eine Kombination aus gut eingepassten Wirbeln und einem Feinstimmsaitenhalter empfehlen.

    Gruß Lyc. (Geigenbauer aus Jena)

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  5. Hehsu

    Hallo Nils,
    ja, würde ich tatsächlich gerne ausprobieren! 🙂
    Heute beim Konzert habe ich kurz dran gedacht,
    als auf der Bühne beim Stimmen die Wirbel ewig lange
    nicht an der richtigen Stelle stehen bleiben wollten,
    bzw. sich nicht weit genug drehen liessen…

    Spontan hatte ich auch gesagt, brauch ich nicht.
    Die Cellistin meines Klaviertrios meinte, fürs Cello
    gibt es ja die Patentwirbel und die seltenen Gelegenheiten,
    an denen sie Saiten wechseln muss, ist es auszuhalten, dass die
    Hand kurzfristig angestrengt ist…

    Die Firma spricht auch eher Lehrer an, die sich täglich mit
    vielen nicht gut gewarteten Instrumenten plagen müssen.

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  6. Jean Trouvaille

    Für Geigen und Bratschen gibt es die Feintstimmwirbel von Wittner auch.
    Ich bin auch davon kein rechter Freund, liebe einfach den echten, schönen, schlichten Holzwirbel.
    Aber auch einige Profis verwenden ihn.

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  7. Hehsu

    Hallo Lyc,

    ich stimme dir zu!
    Neu ist vielleicht die Form, keine Ahnung.
    Die Überlegung ist, glaube ich mehr daraus erwachsen, dass eben manche Lehrer jeden Tag viele schlecht adjustierte Geigen stimmen müssen, weil man selbst im Unterricht nicht Zeit hat, auch noch die Wirbel gut zu adjustieren und die Eltern und Schüler den Weg zum Geigenbauer einfach nicht finden. So habe ich es zumindestens aufgefasst.

    Eltern würde ich allerdings eher nicht raten, mit Kreide oder Wirbelseife zu hantieren, das mache ich dann doch lieber selbst.

    Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt und werde berichten 🙂

    Viele Grüße,
    Susanne

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