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Worann erkennt mann eine gute Violine die 2te?

Den letzten Beitrag zu diesem Thema habe ich gelesen komme aber nicht weiter. Deshalb wollte ich gern etwas weiter ausholen und einen neuen Beitrag erstellen und hoffe auf rege Antworten.

Kurz zu mir bin 33 Jahre habe mit 8 Jahren angefangen Violine zu spielen aber als Linkshänder in unserer Gesellschaft zu damaligem Zeitpunkt war das undenkbar so wurde ich wie alle in der Musikschule auf Rechtshändiges spielen getrimmt denn ein Linkshänder passt nicht in ein Orchester. Leider habe ich dann nach 2 Jahren aufgehört weil ich mich nicht anpassen wollte.

Nun hatte ich seit längerem mit dem Gedanken gespielt wieder an zu fangen. und hatte mir vor 4 Wochen eine Linkshänder- Violine gekauft (obwohl ich es schon eine Frechheit finde das für ein solches Instrument mehr Geld verlangt wird als für ein normales). Es wurde eine von Steinbach sehr günstig und jetzt nach 4 Wochen stelle ich fest das ich mit dem Instrument an meine Grenzen komme.

Nun die alles entscheidende Frage wo bekomme ich eine gute Violine her ohne gleich mein Auto dafür in Zahlung geben zu müssen?
Sie sollte jetzt für den Wiedereinstieg und auch später für spielen in kleiner Runde genügen.
Sie sollte leichtgängig sein, und folgende Attribute besitzen brillanter, farbiger, süßer, voller bis runder Ton.(Wunschvorstellung)
Und wieso müssen die Violinen immer in der klassischen Farbe verkauft werden, wieso traut sich keiner mal an Weiß oder andere Farben, und wenn bekommt Mann im Internet nur 18.te Wahl.:(

Nun die Problematik vor der ich stehe: in Leipzig gibt es Geigenbauer war auch schon bei 2, hatte das Gefühl ich sein fehl am Platz denn der erste machte mir klar das er sich nur mit Könnern abgibt was ich schon mal mehr als frech empfand und der zweite frage mich ob ich bei Ihm richtig sei er glaube nichts in meiner Gehaltsklasse da zu haben und wird es auch nie da haben. ( kräftiges Schlucken auf meiner Seite):mad:. Und eine vernünftige Auskunft kam auch nicht bei den Gesprächen raus.

Da hat Mann richtig Spaß zum nächsten zu gehen.
Also was mach ich als (Wiedereinsteiger) ich schau mich im Internet um und stehe vor einer schieren Wand aus Informationen, Modellen, Herstellern und Vertreibern die ich nicht in der Lage bin zu händeln!

Wo unterscheidet sich eine Violine für 500.- € von einer die 5000.-€ kostet ( sehen doch alle gleich aus :p)

Alleine die Flut an Herstellern macht mich platt bis jetzt hatte ich weit über 30 Firmen gezählt und jeder preist seine Violinen als die besten an. Wie z.B. TheViolinenproject hat da jemand Erfahrung?

Worin unterscheidet sich ein Replikat von einem anderem ? Stradivari, Guarneri, Tommaso Balestrieri u.v.m. ?

Kann mir jemand seine Erfahrungen weitergeben?

schöne Restwoche noch

Micha

Autor:

Mitglied von violinorum.de

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Micha!

    Willkommen – und gleich so viele Fragen :)!

    Linkshändergeigen: Ohne eine grundsätzliche Diskussion darüber anzustreben möchte ich mich nur dem Preisaspekt widmen: Äußerlich mag man den Unterschied nur an der Anordnung der Wirbel und den „seitenverkehrten“ Saiten erkennen, innerlich, besonders die Unterseite der Decke, ist aber alles spiegelverkehrt: Position von Baßbalken und Stimmstock, dazu die unterschiedlichen Stärken der Decke an den entsprechenden Stellen – das macht ein Geigenbauer nicht jeden Tag, ist eine individuelle Arbeit, braucht mehr Arbeit und Zeit und kostet dementsprechend mehr, ein höherer Preis ist vollkommen gerechtfertigt. Dazu greifen die Marktmechanismen: Wer etwas besonderes haben möchte muß eben mehr dafür ausgeben, zudem mag ja eine gewisse Nachfrage bestehen, aber nicht so, daß ein Geigenbauer mehrere Instrumente auf Lager nehmen würde, gebundenes Kapital, Lagerkosten etc., sonst würden sie wirklich zu teuer.

    Farbige Streichinstrumente: Ich stelle mir gerade ein Orchester mit Bässen in Fliegenpilz- und Marienkäfermuster vor, auch Tiger- oder Leopardenfellimitation wäre möglich, die neongrünen und -gelben Celli, floureszierendes blau käme auch gut, grüne Bratschen mit Wiesen- und blau-weißem Wolkendekor, schwarze, weiße, pink- und lilafarbige Geigen mit esoterischen oder politschen Symbolen oder dem Logo eines Fußballvereins, einer oder zwei mit traditionellen Instrumenten – und alle spielen „lustig“ Peter Grimes von Benjamin Britten… (Pardon, das mußte jetzt sein :D.)
    Dazu kommt, daß man bei manchen Farben relativ viel Pigment braucht, das macht den Lack schwer und kleistert das Holz zu – keine gute Idee, allenfalls für ein Instrument 18. Wahl :).

    Es gibt Geigenbauer, die einen herablassend, hochnäsig und arrogant behandeln, wenn man nicht (mindestens!) der 1. Geiger der Philharmoniker ist und/oder man nicht (mindestens!) eine Stradivari spielt. Das sind oftmals solche, die in einem Ostblockkaff vor 30 Jahren eine Bronzemedallie für ein Instrument bekommen haben – möglicherweise standen nur 3 Instrumente zur Wahl 🙂 – und seitdem etwas „besseres“ sind, ich kenne auch solche. Es gibt aber ebenso – und nicht wenige – Geigenbauer/innen, die sich freundlich, kompetent und zu realistischen Preisen den Nöten ihrer Kundschaft annehmen. Wie beim Instrument: Man muß halt suchen.

    Wenn eine „Replika“ mit großem Namen auftaucht, so heißt das zumeist keinesfalls, daß das Instrument eine genaue Kopie darstellt, vielleicht ist der Korpus allenfalls in der äußeren Form an das Vorbild angelehnt. Alles andere, Schnecke, Form der F-Löcher, Holzstärken, Holzqualität, Hals- Korpusverbindung, Lack, Deckenwölbung u.s.w. stellen dann doch eher eine sehr „freie Interpretation“ dar. Man sollte auch nicht vergessen, daß Instrumente eines (realen) Namens oder einer Serie sehr unterschiedliche Klangeigenschaften haben können, von daher verbietet sich ein Vergleich von „Amati Mirecourt“ mit „Amati Marktneukirchen“, geschweige denn von verschiedennamigen Instrumenten oder gar mit den Originalen.

    Die entscheidende Frage: Wie Preise zustande kommen wurde hier ja schon öfters angesprochen Von daher: Vorurteilsfrei einfach Instrumente ausprobieren – was bei Linkshändermodellen zugegebener Maßen nicht einfach ist. Das Testspiel durch einen Rechtshänder auf einem „normalen“ Instrument mag Hinweise auf die möglichen Qualitäten eines Instruments geben, sollte der Erbauer auch Linkshändermodelle im Programm haben und eine ließe sich zur Probe bestellen: nur zu, ich denke da v.a. an Instrumente aus dem osteuropäischen Raum um die 2.000,–€. Eine Garantie so ein passendes Instrument zu finden gibt es aber leider nicht.

    Grüße

    Thomas

    Antworten

  2. Hallo Michael,
    nimm’s mir nicht übel, aber das, was Du hier abfragst, gehört zur Beratungsleistung eines Geigenbauers. Wenn Nr. 1 und Nr. 2 nicht nach Deinem Geschmack waren, dann wirst Du bei Nr. 3 oder Nr. 4 sicherlich einen besseren Ansprechpartner finden. Beratung kostet nun mal Geld, weil Fachwissen dahinter steht. Wenn Du die Instrumente im Internet billiger bekommmst, dann doch nur, weil Du die Infos selber filtern musst.
    @Thomas: Für Erklärungen für Unfreundlichkeit sollte man doch heute nicht mehr die bereits vergessen geglaubten Ost-West-Vorurteile aufwärmen.

    Antworten

  3. Hallo Johanna!

    Ich bitte um Entschuldigung, wenn meine diesbezügliche Aussage mißverständlich gewesen sein sollte: Es gab ja auch westdeutsche Geigenbauer, die zu Zeiten des Eisernen Vorhangs im Osten ausstellten. Nur ist eine Medallie aus z.B. Posen nicht mit einer aus Paris oder London gleichzusetzen.

    Zudem war meine Familie väterlicherseits über Jahrhunderte in Merseburg ansässig, auch wenn sie vor ’89 „rüber“ kam. (Das ist eine lange Geschichte.) Jedenfalls habe ich nicht die Vorurteile eines „typischen Wessis“ – das bin ich nämlich nicht.

    Grüße

    Thomas

    Antworten

  4. Ich danke euch für die Antworten, hab ich doch gleich wieder etwas gelernt, ( das der Aufbau bei links und Rechtshändern unterschiedlich ist). Und ja Johanna wenn ich mal ein bisschen überlegt hätte wäre ich da auch vielleicht drauf gekommen. Und Johanna ich stelle die Fragen mit Sicherheit nicht weil ich online kaufen will sondern weil es mich interessiert und ich der Meinung bin das hier erfahrene Spieler posten. Von denen ich etwas lernen kann. Wenn Du Dein Wissen nicht gern weitergeben möchtest dann schreib doch einfach nichts.

    der Micha

    Antworten

  5. Hallo Michael,
    hast Du inzwischen eine Geige gefunden?

    Ich selbst bin Linkshänderin, habe aber auf einer „normalen“ Geige gelernt und war der Meinung, dass dies sogar schneller ging, weil ich als Linkshänderin Vorteile beim Greifen der Saiten hatte.
    Allerdings bediene ich die Computermaus öfter mit rechts, mache also hin und wieder etwas mit der rechten Hand.

    Auf welcher Art Geige hast Du denn gelernt (Unterricht seit Du 8 warst)?

    Ich persönlich würde so eine Geige, auf der man gelernt hat, vorziehen.

    Zum Aussuchen:
    Ich würde zum Geigenbauer gehen, meinen Preisrahmen nennen und darum bitten, ein paar Instrumente in diesem Preisrahmen ausprobieren zu können.

    Preis ist nicht = subjektiv gute / bessere Geige!

    Ich habe eine geerbte, die laut Geigenbauer sehr gut ist (Preis ca. 2000 €) aber mir zu sehr nach „Darmsaite“ klingt, und eine gekaufte (über meine Geigenlehrerin, die wohl einige ältere Instrumente zum Weiterverkauf an ihre Schüler kaufte), die ich für 900 € erstanden habe und die in meinen Ohren viel besser klingt (tiefer, weicher).

    Eine Bekannte hat sich einfach eine gebrauchte Geige von ebay bestellt für 400 € und ist damit auch zufrieden (die klingt auch nicht schlecht, auch etwas in Richtung Darmsaite 😉 und etwas weicher).

    Meiner Ansicht nach kann man schon für unter 1000 € eine gute Hobbygeige finden.

    Man sollte nur genau wissen, was man möchte (Klang: Was will man haben, was nicht?).

    Aus Interesse: Ist für Dich die Bogenhand wichtiger als die „Greifhand“?

    Ich habe so lange am Vibrato gearbeitet – mit rechts hätte ich das wohl gar nicht geschafft…

    Liebe Grüße von
    Frederica

    Antworten

  6. Hallo Frederica,

    in der Musikschule hatte ich eine normale „Geige“ ne 3/4.

    Griffhand oder Bogenhand was ist wichtiger ? Ich denke beides ist natürlich wichtig, für mich ist es fast unmöglich mit der linken Hand zu greifen da ich mir vor ein paar Jahren den linken Ringfinger zertrümmert hatte und der Finger im letzten Gelenk fast steif ist und somit beim greifen sich fast über den kleinen Finger legt zudem habe ich nicht mehr so das richtige Gefühl in dem Finger. Somit scheidet leider eine normale Geige aus. Was ich bis jetzt super lt. meinem Lehrer (Musikhochschule Leipzig) hinbekomme ist die Bogenführung. Womit ich ein bisschen schwer tue ist das übergreifen einer zu spielenden Lehrsaite um auf der tieferen Saite einen oder mehrere Töne zu greifen. Mein Lehrer meint dazu „üben üben üben“ da ich früher sehr viel Kraftsport gemacht habe und sich durch falsches abtrainieren die Senen leicht verkürzt haben heist es wohl jetzt dehnen dehnen dehnen. Beim Vibrato bin ich noch nicht hatte erst meine dritte Stunde. Aber er meinte bis zum Sommer schaffe ich es den Ungarischen tanz Nr. 5 zu spielen. (da bin ich ja mal gespannt) :rolleyes:

    Wie Du schon heraus hörst habe ich schon ein Instrument, hatte mir eine von Steinbach geholt (für 100.-€) und mein Lehrer war sehr überrascht was man doch aus so einem günstigem Instrument herausholen könne.

    Habe aber eine Firma aus Chemnitz gefunden die auch Linkshändergeigen im Verleih anbieten ab ca. 25.-€ per Monat bis max. 50.-€ vor eine Meistergeige. Habe mich ein bisschen herum gehört die scheinen recht gute Instrumente herzustellen und die Chemnitzer werden gerne empfohlen.

    Mein Lehrer meinte wenn ich mir in ca. 6 bis 10 Monaten ein entsprechendes Instrument miete sollte es reichen er meinte ich würde dann schon merken wann ich mit der jetzigen Geige nicht mehr weiter komme.

    MfG

    der Micha

    Antworten

  7. Hallo Micha,
    hat Dir Dein Lehrer eigentlich Trockenübungen für beide Hände gezeigt?

    Also Dehnübungen, Vorübungen etc.?

    Du müsstest dann ja mit beiden Händen etwas machen, für das sie nicht traininert sind (während man sonst ja eine starke Hand hat, mit der es schon besser klappt)?

    Ich habe z.B. lange Zeit vor dem Spielen den linken (Greif-) Arm gedehnt und die Hand weit nach links gedreht, um später müheloser die hohen Lagen auf der G-Saite greifen zu können.

    Vielleicht gibt es ja für Dich spezielle vorbereitende Übungen?

    Eventuell würde ich auch mal Physiotherapeuten danach fragen!

    Viel Erfolg weiterhin wünscht

    Frederica

    Antworten

  8. Hallo Frederica,

    find ich cool das Du nachfragst.

    Ja mein Lehrer hat mir einige Trockenübungen gezeigt die mache ich auch immer wieder über den Tag verteilt. Ich habe aber schon festgestellt das meine rechte Hand (Greifhand) mittlerweile viel geschmeidiger ist und die Sehnen sich auch schon etwas gedehnt haben. Ich habe nur in den letzten Tagen meine linke etwas vernachlässigt da muss ich nochmal rann. Die Idee mit der Physio find ich super habe ich noch nicht daran gedacht. Ich werde mal meine Hausärztin fragen ob wir da mal was drehen können. 😎 sonnst zahlt man sich ja dumm und dämlich sorry für den Ausdruck.

    PS: Ich kann jetzt schon Fehlerfrei „für Elise“ spielen nur mit dem Tempo hapert es noch ein bisschen. Meine Frau schüttelt immer nur mit den Kopf, sie erzählte mir das sie solche Stücke im 6.ten Jahr auf dem klavier angefangen hat zu spielen. Das dauert mir aber viel zu lange ich will ja in 9 Monaten zum 60.ten meines Schwiegervaters ein paar Stücke vorspielen können. Ein paar Walzer, Violinen Romanze, Ungarischer Tanz Nr. 5, und vielleicht auch noch Meditation aus dem Stück Thais. Mein Lehrer meinte ich hätte da schon einen hohen Anspruch an mich aber wer es nicht probiert weis nicht ob man es schafft.

    Schöne Grüße aus Leipzig

    sagt der Micha

    Antworten

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