Suche
Suche Menü

Zurück zum Gummi: Parkettschoner "The Black Hole"

Um die 40 wird man spießig, oder der Schwabe wird klug – wie auch immer! Eigentlich hatte ich vor, den (nunmehr eigenen) neuen Dielenboden genüsslich mit ein paar höchstpersönlich gebohrten Löchern zu versehen, da wo ich eben sitze zum Celloüben, zum gemeinsamen Musizieren usw. usw. … allein: Ich kann es nicht! :confused: Wieviele schulische und kirchliche Parkettböden habe ich ohne mit der Wimper zu zucken malträtiert, in jungen Jahren … jetzt bringe ich es nicht über´s Herz, obwohl ich bei diesem Boden jedes Recht dazu hätte.

Gut – also zurück zum Gummi, denn mein selbstgebasteltes Cellobrett ist wirklich nicht mehr auszuhalten. Ich hatte schon mal so eine schwarze Scheibe, die sich rasch vom Staube korrumpieren ließ und mich faktisch – je länger, je mehr – zum stachellosen Spielen zwang.

Heute kam nun das neue Dings, mit dem wirklich netten Namen „The Black Hole“. Sieht aus wie ein Weichei-Puck für Eishockey-Novizen, macht aber einen ungeheuer adhäsiven Eindruck, und soll, das ist wichtig, mit warmem Seifenwasser zu reinigen sein.

Der erste Eindruck ist perfekt – frisch ausgepackt und auf besagtem Dielenboden eingesetzt lässt die gummiummantelte Plastemulde nichts zu wünschen übrig. Der Stachel sitzt wie angeleimt, wenn das Cello darauf ruht – etwas angehoben ist jede Korrektur der Position leicht möglich. Mal sehen, wie das nach einigen Einsätzen mehr aussieht – ich werde wohl mal gezielt nicht putzen 😎 und das Schwarze Loch auch auf anderen Belägen ausprobieren.

Update:

Nach gut einen Monat ist es Zeit für ein erstes Fazit – sagen wir´s so: The Black Hole sitzt immer noch um Klassen besser als jeder andere Parkettschoner des gleichen Bauprinzips, den ich bisher hatte. Denn natürlich ist die Scheibe anfällig, vor allem für Staub; sie hält zwar in normalen Spielpositionen immer noch prima, wo andere längst den Abflug machten, aber wenn man die Feinstimmer bedienen will oder bei Doppelgriffen merkwürdige Dinge macht, zeigt sie ihre Grenzen. Zum Waschen braucht es nicht einmal Seifenwasser, es reicht, The Black Hole unter warmem Wasser kurz auszukneten. Vorsicht beim Trocknen: ein fusseliges Handtuch ruiniert den Reinigungseffekt sofort 🙁 Insgesamt, würde ich sagen, bin ich zufrieden – würde aber bei Solo-Auftritten jederzeit wieder ein ordentliches Loch ins Fremdparkett bohren …

Autor:

nce

Nils-Christian Engel ist Marketing-Mensch und begeisterter Amateur-Cellist

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.