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Was ist das Besondere an alten Geigen?

Kann mir einmal jemand erklären was eigentlich das Besondere an alten Geigen ist? Also gut, sie sind meistens schöner, wenn man auf Antik steht 😉 Gibt´s denn auch echte Vorteile? Sind alte Geigen billiger oder besser oder — beides? Neulich traf ich eine Nachbarin, deren Tochter spielt auch Geige, und sie hat eine die ist wohl ziemlich alt, wobei ich mich auch frage, woher wissen die das eigentlich so genau … Na auf jeden Fall hat sie mir ganz endschieden abgeraten, für unseren Sohn mal eine neue Geige zu kaufen, wenn er beim Geigespielen bleibt und eine eigene braucht. Im Moment ist mir das sowieso alles zu teuer, er soll erst mal sehen ob es ihm Spaß macht. Aber was alle immer mit ihren alten Geigen haben verstehe ich nicht. Gehen die nicht auch einfach irgendwann kaputt und sind nur noch was fürs Museum? Ich bin aus lauter Neugier mal in einen Musikinstrumentenladen reingegangen und habe mir ein paar zeigen lassen, neue, die haben mir sehr gut gefallen, das hat doch sowas frisches 🙂

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Mitglied von violinorum.de

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Für mich ist das vor allem Geschmackssache. Es gibt auf jeden Fall super neue Geigen —- und Bratschen auch 😉 —- und ich finds spannend, wenn man eine frisch vom Geigenbauer bekommt, wenn man sich das leisten kann. Da bist du ja dann der erste in der Reihe und zweihundert Jahre später freut sich einer über deine Kratzer!

    Ich kann auch nicht sagen, dass jede alte Geige besser klingt als jede neue, das auf keinen Fall. Aber es gibt schon diesen „alten Ton“, von dem viele schwärmen. Das hat mit dem Holz zu tun, wenn es gutes ist wird es klanglich immer besser je länger je mehr. Bei den ganz billigen Geigen ist es bestimmt ziemlich egal. Was vor hundert Jahren billiger Mist war, ist inzwischen bestimmt nicht besser als der Mist von heute.

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  2. chrisp

    Ich kann die Begeisterung für alte Geigen schon nachvollziehen 😉 hat schon einen besonderen Charme so ein Instrument, auch für Kinder! Wer da wohl schon alles drauf gespielt hat? Und wo das wohl herkommt? Und das ist ja älter als Oma!

    Ansonsten muss man wissen, dass es bei alten Geigen zwei Kaufinteressen gibt: a) man sucht ein gutes Instrument, um darauf zu spielen (musikalische Qualität) oder b) man sucht ein Sammlerstück von einem berühmten Geigenbauer (Echtheit). Wenn eine Geige beide Eigenschaften erfüllt, also gut ist und aus einem berühmten „Stall“ kommt, wird es richtig teuer. Wenn sie nur berühmt ist, aber nicht gut, wird es immer noch teuer. Wenn sie aber no-name ist, z. B. so ein sächsisch-böhmisches oder französisches Fiedelchen von gut 100 Jahren, die zu abertausenden in die Welt geschickt wurden – dann kann man manchmal eine extrem gute Geige für lächerlich wenig Geld bekommen. Klar, die gibt´s auch neu aus der Fabrik in China oder anderswo.

    Aber was schreib ich mir die Finger wund, hier im Blog gibt´s ja schon was dazu!

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  3. Wir haben alte Geigen, genau diese sächsischen Dinger ohne Namen von denen Du schreibst, chrisp. Und wir sind sehr zufrieden damit! Ein großer Vorteil ist, dass diese Instrumente in der Regel sehr gut eingespielt sind, während ein neues erst mal ein halbes Jahr braucht bis man eigentlich weiß wie es klingt. Also deshalb kann ich das nur empfehlen aus meiner Erfahrung. Aber ich kenne auch Leute, die haben sich neue Geigen gekauft (also was heißt neu, Baujahr 1970 und später ca.) und sind auch glücklich.

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  4. Pingback: Die richtige Schülergeige: Tipps für Eltern und Anfänger

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