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Woran erkennt man einen guten Geigenbogen?

Jede Note hinterlässt Spuren

Hallo Geigenforum seit fast einem halben Jahr habe ich nun keine Geige mehr 🙁 wegen FSJ musste ich meine geliebte Leih-Geige endgültig abgeben und möchte mir nun eine kaufen. Mein grösstes Problem ist woran erkenne ich ob ein Bogen gut ist oder nicht? Ich habe früher immer einen neuen Bogen bekommen wenn ich eine grössere Geige bekommen habe (alles geliehen). Einmal hat mir meine Lehrerin auch einen anderen Bogen besorgt weil der, der bei der Geige dabei war nichts taugte. Der spielte sich auch wirklich besser. Aber worauf achte ich jetzt? Woran erkenne ich einen wirklich guten Geigenbogen? Und wieviel sollte ich mindestens ausgeben? Danke wenn jemand ein paar Tipps für mich hat 🙂

Autor:

Mitglied von violinorum.de

11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für Eure Antworten, dann verlass ich mich auf mein Gefühl. Aber noch ne Frage: Was haltet Ihr von dieser Geige? Ich habe kleine Finger und komm mit ner kleinen besser klar, das könnte passen. Mir gefällt das helle Holz sehr fein, kann einer mit mehr Erfahrung sagen ob das was solides ist?

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  2. Hallo teufelsgeige, die sieht doch sehr nett aus! Bei Geigen aus Mirecourt kommt es drauf an, ob man Massen-Mist erwischt oder was gutes, was aber nicht teuer sein muss. Das kann ich über eBay natürlich auch nicht beurteilen aber ich kann Dir sagen dass der Anbieter vollkommen in Ordnung und verlässlich ist. Wenn die sagen sie klingt gut, ist das sicher kein Quatsch. Guck bei denen ruhig auch mal nach Bögen. Aber bist Du sicher mit der 3/4 Größe?

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  3. Danke siggylein, aber wo haben die denn Bögen im Angebot? :confused:

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  4. Ah, Link zur Website folgen und da sind die Geigenbögen 🙂

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  5. chrisp

    Ich finde auch die sieht gut aus, dürfte den Preis wert sein, die Reparatur ist bestimmt kein Problem und eine gute Adresse ist das auch.

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  6. Nun bin ich auch mal wieder da 🙂 mit neu-alter Geige und passendem Bogen, beides zusammen von einer neuen Freundin gekauft. Sie und der Geigenbauer, bei dem ich sie habe überholen lassen, sagen, dass beide aus Sachsen stammen (also Geige und Bogen **g**) und so um die 80, 90 Jahre alt sind. Anonym, son Stradivari-Ding, kennt Ihr ja. Aber sehr schön! Gottseidank spricht sie nicht, wo sie doch aus Sachsen stammt 😉 klingen tut sie wunderbar. Und ich kann wieder spiiiiiiiiiiielen!

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  7. chrisp

    Auskennen ist zu viel gesagt 😉 wer kennt sich schon wirklich mit Bögen aus, das sind nur ganz wenige. Dieser Geigenbogen stammt aber bestimmt nicht von Buthod persönlich, der war soviel ich weiß ein Geigenbauer in Mirecourt, tief im 19. Jahrhundert. Sein Name wurde später von der großen Musikinstrumentenfabrik Jêrome Thibouville-Lamy (J. T. L.) als Marke geführt, und da gibt es etliche Bögen mit diesem Namen, meistens so aus den 1920er Jahren, meine ich. Sie sollen ziemlich gut sein und werden schon in dem Preisbereich gehandelt wie dieser. Bei dem Zertifikat sehe ich nicht, von wem es ist. Es ist wichtig, dass es von einem anerkannten Experten kommt, dann ist auch egal ob handschriftlich oder in Stein gemeißelt 😉 Wenn es aber von Raffin, Millant oder so jemandem geschrieben wurde, ist es eine sehr gute Referenz. Einfach mal den Verkäufer fragen!

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  8. Violine

    das is ne echt gute frage xD ich kenne mich da selbst nicht wirklich aus. ich war lange auf Bogensuche. Da mein alter einfach nicht zur Geige passte. Ich hab 4 Bögen ausprobiert bis ich an meinem den ich jetzt seit 3jahren habe hengen geblieben bin. Der Bogen war neu und kostete 970€. Er ist aus einem Stück gemacht. ich denke es ich wichtig das er zu deine Geige passt und du dich damit wohl fühlst. vllt sollte man auch darauf achten wie sorgfälltig der Bogen gearbeitet ist, wie Haare aufgezogen sind und so. Wieso gehst du nicht einfach zu nem Geigenbauer in deiner Nähe und informierst dich bei dem? Ich denke so ab 500€?Bei meinem Bogen habe ich sofort gewusst das es der passende ist, er lässt sich super spielen udn gleitet über die Seiten wie Butter, ist wundervoll verarbeitet. Lässt sich auch leicht spannen und abspannen. Liegt auch angenehm in der Hand. omg ich liebe meinen bogen XD. Keine Ahnung vllt erzähl ich dir grad auch voll den Quatsch. ich berichte nur wie es bei mir war >_< Ich wünsche dir wirklich ganz viel erfolg bei deiner suche, und viel Spaß dann damit.

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  9. chrisp

    Das ist echt schwer, teufelsgeige, für Bögen gibt es noch weniger echte Experten als für Geigen. Das liegt auch daran weil Bogenmacher immer im Schatten der Geigenbauer standen, da haben sich nur wenige einen echten Namen gemacht, die meisten haben für größere Händler oder auch Geigenbau-Werkstätten gearbeitet. Die Stempel auf vielen Bögen sagen auch nicht wirklich etwas aus, weil man die paar berühmten Namen (Dodd usw.) die es gab „gern weiterverwendet“ hat 😉 Selbst wenn ein Bogen schön ausgestattet ist, also Frosch mit Silber oder Gold montiert, Wicklung aus Silber- oder Golddraht, Elfenbein-Kopfplatte usw. sagt das nicht unbedingt viel darüber aus, wie sich das gute Stück spielt. Es gibt ganz billige Geigenbögen, die äußerst brauchbar sind – und sündhaft teure Sammlerstücke, die funkeln und blitzen, aber eben mehr was für die Vitrine sind. Da hat Violine recht, er muss passen und du musst gut damit spielen können. Außerdem sollte er natürlich in Ordnung sein – keine Risse/Brüche, Schraube soll gut laufen und so. Preislich kann man keine pauschalen Aussagen treffen. Wenn Du einen echten Sartory haben willst, bekommst Du ganz sicher einen verdammt guten Bogen, ab gefühlt 10.000 Euronen aufwärts. Ein guter No-Name aus Markneukirchen ist oft deutlich unter 500 Euro zu haben, ich hatte schon welche für 150 in der Hand, die zehnmal so teure Exemplare locker toppen.

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  10. Kennt sich hier jemand auch mit französischen Geigenbögen aus? Ich habe dieses Angebot gefunden und weiß gar nichts über diesen „BUTHOD“. Ist er ein empfehlenswerter Bogenmacher? Ist der Preis angemessen? Ich danke herzlichst für jeden Rat!!!

    Und was ist mit diesem Zertifikat, ist so ein Hand geschriebener Zettel etwas Wert?

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